Lübeck – Ende Januar gab der VfB Lübeck mit Gianluca Pelzer (19) einen Winterneuzugang bekannt, der auf Leihbasis von Energie Cottbus bis zum Sommer geholt wurde. Der Innenverteidiger machte dann auch gleich auf sich aufmerksam, erarbeitete sich durch gute Trainingsleistungen bei den Grün-Weißen Spielzeit. In der Regionalliga Nord durfte der 19-Jährige u.a. gegen den Hamburger SV II, Hannover 96 II, Schöningen oder Lohne ran. Im Landespokal zuletzt auch beim SV Todesfelde.
Schon was anderes
Für Pelzer, der in Trier geboren ist und beim F.C. Hansa Rostock in der Jugend im Nachwuchsleistungszentrum einige Teams durchlief, ist der VfB Lübeck die erste echte Station im Herrenfußball. „Für mich ist die Nachricht positiv gewesen, dass ich ausgeliehen werde, weil das halbe Jahr zuvor für mich schon schwierig, ich verletzt war. Dadurch das ich in Cottbus nicht die hundertprozentige Einsatzgarantie bekommen konnte, hat man mir offengelegt, dass eine Leihe für mich perfekt ist, um zu spielen und Praxis zu bekommen. Es wurden viele Gespräche geführt und nicht von heute auf morgen eine Entscheidung getroffen. Beim VfB Lübeck ist das meine erste Station im Herrenbereich. Es ist total was anderes jetzt vor geilen Zuschauern zu spielen, auch die Atmosphäre im Stadion. Hier geht es um richtig was. Lübeck ist auch eine schöne Stadt und es ist auch nur eine gute Stunde nach Rostock. Was für mich perfekt ist, weil meine Familie dort lebt.“
Kontakt und Besuch
Pelzer kam die Chance in Lübeck zu kicken durchaus gelegen, wechselte im Winter mit einem positiven Gefühl an die Lohmühle, befindet sich aber natürlich parallel weiter mit seinem Stammverein Energie Cottbus (Vertrag bis 2028) auch im Austausch. „Klar gibt es Kontakt, vor allem mit dem Kaderplaner Maniyel Nergiz. Der war zum Beispiel auch beim Spiel in Schöningen vor Ort. So alle drei Wochen wird zudem telefoniert, tauscht man sich aus über Umfeld oder Entwicklung. Alles läuft sehr positiv.“ Pelzer fühlt sich aktuell in Lübeck gut aufgehoben. „Es ist schön wieder im Norden zu sein, ich habe ja auch 12 Jahre in Rostock gespielt. Gegen Lohne war tatsächlich die ganze Familie in Lübeck dabei – und auch Freunde. Das war ein schönes Gefühl, nicht nur weil wir 2:0 gewonnen haben.“
Entwicklung
Auf die bisherige Zeit in Lübeck blickt Pelzer positiv zurück. „Ich würde schon sagen, dass ich mich von Spiel zu Spiel und Woche zu Woche verbessert habe. Vorher ohne Rhythmus ist es schwer, mit Rhythmus und Konstanz wird alles immer besser, gewinnt man an Sicherheit. Das geht alles aufwärts“, so der Innenverteidiger, der jüngst aber beim Pokal-Aus in Todesfelde sich nicht so ganz mit seiner Leistung dort anfreunden kann, auch selbst bei den Gegentoren involviert war und nun sehr selbstreflektiert sagt: „Das kann ich besser und natürlich gehen einen die Szenen nach dem Spiel noch einmal ungewollt durch den Kopf, ist man selbstkritisch. Auch wenn man das ja nicht noch mal erleben will, alles so ein schon niederschlagender Moment war. Auch für den Verein, die Fans und Mannschaft hat mir das leidgetan. Aber was soll`s, am Sonntag geht es weiter in der Regionalliga, wollen wir drei Punkte holen. Darauf konzentrieren wir uns jetzt.“
Training
Am Donnerstag wird ab 11 Uhr trainiert.





