
Bargteheide – Die TSV Bargteheide Bees haben den Ausgleich im Halbfinale der Playoffs in der 1. Regionalliga Nord hinnehmen müssen. Im zweiten Spiel der Best-of-Three-Serie unterlagen sie bei der SG Braunschweig nach einer packenden Schlussphase, nachdem man zuvor vor heimischer Kulisse noch als Sieger vom Feld ging.
Überragender Dean im ersten Spiel
Den besseren Start in die erste Begegnung erwischten die Gäste, die Bees brauchten ein paar Minuten, um ihren Rhythmus zu finden. Dann aber legten sie angeführt vom überragenden Toru Dean (18 Punkte, zwölf Assists, acht Steals, sechs Rebounds) einen 18:3-Run hin, der den Grundstein für den Sieg legte.
Dank starker Defense und vielen Ballgewinnen bauten sie den Vorsprung auf zwischenzeitlich 25 Punkte aus (60:35, 22. Minute). Danach allerdings kämpfte sich Braunschweig langsam wieder zurück in die Partie. In der 29. Minute betrug die Führung der Bees nur noch elf Punkte, sieben Minuten später sank er sogar auf neun Zähler. Aber beide Male fanden die Gastgeber die richtigen Antworten und setzten sich wieder deutlicher ab.
Spiegelbild in Braunschweig
Die zweite Partie in Braunschweig war ein Spiegelbild der ersten in Bargteheide. Die SG, die im Gegensatz zum Sonnabend mit Adrian Worthy und damit in Bestbesetzung auflief, hatte offensiv zunächst Mühe, übernahm aber ab der 7. Minute die Führung – und gab sie nicht mehr ab.
Zwischendurch bauten die Gastgeber den Vorsprung auf 16 Punkte aus (46:30, 18. Minute). War es im ersten Spiel noch Braunschweig, das extrem viele Ballverluste beging (32 Turnover), so war es in der zweiten Partie Bargteheide, das sich durch 30 Turnover selbst immer wieder schwächte.
Trotzdem arbeiteten sich die Bees immer wieder heran, verkürzten mal auf sieben Punkte, mal sogar auf fünf. Richtig spannend wurde es aber erst in den letzten zwei Minuten noch einmal. Bargteheide legte einen 10:0-Run hin und verkürzte knapp 20 Sekunden vor Ende auf 83:85. Doch ein Comeback-Sieg blieb aus, Braunschweig blieb cool an der Freiwurflinie und den Bees unterlief – symbolisch für dieses Spiel – ein Ballverlust.
Nun kommt es am Sonntag zum entscheidenden Spiel drei in Bargteheide (16 Uhr, DBS Halle). Der Sieger trifft in den Finals auf Topfavorit Berlin Dreams DBV Charlottenburg, der die TuS Ademax Red Devils Bramsche 2:0 bezwang.
„Tolle Stimmung – zu viele Turnover“
Sportdirektor Said Ghalamkarizadeh sagt: „Zunächst einmal gute Besserung an Braunschweigs Esli Edigin, der eine Gehirnerschütterung erlitten hat. Außerdem vielen Dank für die großartige Unterstützung an unsere Fans, die zusammen mit den Braunschweiger Zuschauern für eine tolle Stimmung gesorgt haben. Wir haben uns einfach zu viele Turnover geleistet, um das Spiel zu gewinnen. Die Mannschaft hat aber alles auf dem Court gelassen und beinahe noch die Wende geschafft.“







