Verbissene Zweikämpfe sind Trumpf im Kellerduell. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Lübeck – Am Freitagabend waren unter anderem die beiden Top-Teams der Verbandsliga Süd im Einsatz. Tabellenführer SV Azadî biss sich an der Defensive der SG Elmenhorst/Tremsbüttel die Zähne aus. Lediglich Torjäger Marco Pajonk gelang der Treffer zum Ausgleich (43.), nachdem Fynn Luka Grund die Gastgeber in der 23. Minute in Führung gebracht hatte. Besser machte es der Türkische SV beim FC Ahrensburg. Die Gäste gingen durch Lasse Schönwald (10.) und Rafique Dwaah (26.) in Führung, ehe André Dobslaf durch seinen Treffer (42.) Hoffnung bei den Gastgebern weckte. Nach der Pause war es dann Enes Dagli, der die Partie entschied (55.).

Eine Punkteteilung, die keinem hilft, gab es im Kellerduell zwischen dem VfL Oldesloe und der SG Oering-Seth. Tom Beckmann (28.) und Theo Kübler (41.) brachten die Gastgeber zwar in Führung, aber Tom Lux kurz vor der Pause (45.) und ein Eigentor kurz nach der Pause (52.) sorgten für den Gleichstand. Die erneute VfL-Führung durch Luca Kähler (68.) brachte das Team nicht über die Zeit, sorgte mit dem zweiten Eigentor (85.) für den Endstand, der für beide Teams zu wenig war.

Die Stimmen nach den Spielen

VfL Oldesloe – SG Oering-Seth 3:3 (2:1)

Marco Urban (Oldesloe): „Unnötiges Unentschieden. Dieses Spiel beschreibt unsere Saison leider komplett. Wir schießen quasi drei Eigentore und wissen am Ende selber nicht, wie wir hier keine drei Punkte mitnehmen können. Naja egal, Mund abwischen und die letzten fünf Spiele noch vernünftig über die Bühne bringen.“

Harjas Ahluwalia (Oering-Seth): „Wir sind gut vorbereitet in dieses schwere Auswärtsspiel beim VfL Oldesloe gegangen. Nach einer soliden Anfangsphase fangen wir uns jedoch einen starken Konter, den wir in der eigenen Pressingsituation zulassen. Durch den Fehler gelingt es der Heimmannschaft sich zielstrebig und schnell vor unser Tor zu spielen. Beim 0:2 greift unser Gegenpressing nicht und dazu kommt dann auch ein individueller Fehler im Eins-gegen-Eins unserer Defensive. Da müssen wir einfach cleverer sein und Situationen zu Ende spielen, statt auf Abseits zu spekulieren. Kurz vor der Pause kommen wir zum wichtigen aber auch verdienten Anschlusstreffer im zweiten Ball. In der Pause nehmen wir uns vor, mutiger nach vorne zu spielen und erzielen auch das 2:2. Immer wenn wir es geschafft haben Oldesloe im Spielaufbau zu stören, konnten wir eigene Akzente setzen. Nach erneutem Rückstand egalisieren wir das Ergebnis nach einem Standard erneut. In der Konsequenz ist das 3:3 ein verdientes Ergebnis und wir müssen mit dem Punktgewinn leben. Wenn wir gewisse Situationen konsequenter zu Ende spielen und unsere Standards besser bringen, wäre vielleicht auch mehr drin gewesen. Im Großen und Ganzen war es auch nach einigen Spielen mal wieder eine vernünftige Schiedsrichter-Team- Leistung.“

Elmenhorst/Tremsbüttel – SV Azadî Lübeck 1:1 (1:1)

Michal Ratajczak (Elmenhorst/Tremsbüttel): „Wir sind mit der klaren Zielsetzung ins Spiel gegangen, Azadi zu ärgern und Punkte mitzunehmen. Unsere Mannschaft zeigte sich sehr diszipliniert im Defensivverhalten und hat die Räume konsequent zugemacht. Wir haben geduldig auf Fehler im Spielaufbau des Gegners gewartet und konnten einen dieser Fehler zur Führung nutzen. Leider kassierten wir kurz vor Ende der ersten Halbzeit ein Gegentor nach einem Standard. Aus dem Spiel heraus ließen wir nur wenig zu. Meiner Meinung nach hätten wir zum Ende hin einen klaren Elfmeter zugesprochen bekommen müssen, doch das Schiedsrichtergespann entschied anders. Wir waren darauf eingestellt, viel Laufarbeit zu leisten und konsequent gegen den Ball zu arbeiten. Meine Mannschaft hat den Matchplan hervorragend umgesetzt und sich am Ende mit einem verdienten Punkt belohnt.“

Niwar Jasim (Azadî): „Es war wie erwartet ein sehr kämpferisches Spiel. Der Gegner hat alles reingeworfen, um uns das Leben schwer zu machen und das ist ihm auch gelungen. Respekt dafür und Glückwunsch zum Punktgewinn. Bei uns gibt es noch einiges zu verbessern, vor allem in der letzten Entscheidungsfindung.“

FC Ahrensburg – Türkischer SV 1:3 (1:2)

Avni Ajvazi (Ahrensburg): „Die erste Halbzeit gehörte klar dem Türkischen SV. Sie hatten deutlich mehr Ballbesitz, haben den Ball gut laufen lassen und sich mehrere gute Torchancen erspielt. Beim ersten Gegentor schlafen wir nach einer kurz ausgeführten Ecke und geraten, wie leider zuletzt häufiger, früh in Rückstand. Das zweite Gegentor fällt dann in einer Situation, die wir einfach besser verteidigen müssen. Positiv war, dass wir kurz vor der Halbzeit noch auf 1:2 verkürzen konnten.
In der zweiten Halbzeit waren wir dann klar die bessere Mannschaft. Wir sind furios gestartet und hatten direkt eine hundertprozentige Torchance, die wir leider nicht genutzt haben. Insgesamt haben wir mehr Druck gemacht, den Ball besser laufen lassen und auch im Pressing deutlich besser gearbeitet. Wir haben uns viele gute Möglichkeiten herausgespielt, aber diese nicht konsequent genutzt, das war heute unser größtes Manko. Denn wie es im Fußball oft ist: Machst du deine Chancen vorne nicht rein, bekommst du hinten ein Gegentor. So auch beim dritten Treffer, den wir selbst einleiten durch einen katastrophalen Fehlpass im Aufbau, den der Gegner dann mit einem schönen Lupfer bestraft.
Am Ende stehen wir wieder mit leeren Händen da, ein Verlauf, der sich leider durch viele Spiele in dieser Saison zieht. Dem Türkischen SV sowie meinem Trainerkollegen Ismail wünsche ich weiterhin viel Erfolg für den Rest der Saison.“

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Ismail Öztürk (Türkischer SV): „Auswärts gegen eine starke Mannschaft zu gewinnen ist nie einfach. Die erste Halbzeit war top, die zweite eher ein kleiner Durchhänger. Aber unser Ziel bzw. unser Motto war klar: Kommen, siegen und wieder gehen. Genau das haben wir geschafft. Vielen Dank an den FC Ahrensburg für die Gastfreundschaft und viel Erfolg in den letzten Spielen.“

Der 25. Spieltag (10. – 12.4.)

VfL Oldesloe – SG Oering-Seth 3:3
Elmenhorst/Tremsbüttel – SV Azadî Lübeck 1:1
FC Ahrensburg – Türkischer SV 1:3
SV Hamberge – Eintr. Groß Grönau (Sa., 13.30 Uhr)
MTV Ahrensbök – Sereetzer SV (14 Uhr)
SSV Güster – Büchen-Siebeneichen (So., 14 Uhr)
TSV Trittau – GW Siebenbäumen (15 Uhr)
SV Schackendorf – S.I.G. Elmenhorst

Die Tabelle

1.SV Azadi Lübeck24136 : 3367
2.Türkischer SV2484 : 3655
3.SV Hamberge2465 : 3852
4.TSV Trittau2362 : 3549
5.S.I.G. Elmenhorst2364 : 5142
6.FC Ahrensburg2568 : 6336
7.Eintr. Groß Grönau2462 : 6734
8.SSV Güster2143 : 4432
9.Büchen-Siebeneichen2447 : 6630
10.SV Schackendorf2257 : 6127
11.MTV Ahrensbök2349 : 7825
12.Sereetzer SV2351 : 6424
13.Elmenhorst/Tremsbüttel2239 : 6721
14.VfL Oldesloe2539 : 7616
15.GW Siebenbäumen2338 : 6315
16.SG Oering-Seth2436 : 9812

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  • od_oese_zweikampf: Lobeca/Niklas Runne
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