Hansa Rostock: Keine Ausschreitungen auf den Rängen, dafür Feuerwerk auf dem Rasen

Trainer trotz 5:1-Sieg nicht wirklich zufrieden

Jubel bei den Spielern des F.C. Hansa Rostock nach dem Tor von Emil Holten (F.C. Hansa Rostock). Foto: Lobeca/Andreas Knothe

Rostock – Während noch unter der Woche die Fan-Szene vom F.C. Hansa Rostock im Fokus stand, sorgte die Kogge am Sonnabend allein durch ihre Leistung auf dem Rasen für genug Unterhaltung. Den abstiegsbedrohten SSV Ulm schossen die Rostocker in der 3. Liga mit 5:1 (2:0) aus dem heimischen Ostseestadion.

Danish Dynamite

In der ersten Hälfte war auf Seiten der Gastgeber Verlass auf ihren dänischen Knipser. Emil Holten (26.) brachte das Heimteam nach einer Freistoßvariante in Führung, als er einen Ball von Pfanne aus kurzer Distanz direkt verwertete. Wenige Minuten vor der Pause schnürte der Mittelstürmer schließlich seinen Doppelpack: Lebeau gab von der rechten Seite flach vor das Tor, sodass Holten (40.) nur noch einschieben musste.

Früher Schock und späte Entscheidung

Der zweite Durchgang startete mit einem kleinen Schock für die Hanseaten. Drei Minuten nach Wiederbeginn bekam Elias Löder (48.) einen perfekten Steckpass und blieb vor dem Tor cool – der Anschlusstreffer für die Spatzen. Doch die Antwort der Hausherren sollte zeitnah folgen. Holten (50.) verpasste mit seinem noch gehaltenen Lupfer den Dreierpack, doch die Ulmer bekamen das Leder nicht gut genug geklärt. Adrien Lebeau (50.) bedankte sich und staubte zum 3:1 ab. In der Folge passierte recht wenig, ehe die Schlussphase noch einmal Fahrt aufnahm. Seegert zog Kinsombi nach 88 Minuten im Strafraum zu Boden, was mit dem Strafstoßpfiff bestraft wurde. Kenan Fatkic (89.) übernahm Verantwortung und traf im rechten Eck zum 4:1. Das Spiel war damit entschieden, Lukas Kunze (93.) setzte in der Nachspielzeit mit einer Direktabnahme aus dem Rückraum sogar noch einen drauf zum 5:1-Endstand.

Adrien Lebeau (F.C. Hansa Rostock) erzielt in dieser Szene das 3:1. Foto: Lobeca/Andreas Knothe

„Insgesamt bin ich nicht wirklich zufrieden“

Für Hansa-Trainer Daniel Brinkmann fiel der Sieg zu hoch aus: „In der Höhe war das Ergebnis nicht ganz gerechtfertigt. Insgesamt bin ich mit dem Spiel auch nicht wirklich zufrieden. Ein 5:1 klingt zwar deutlich, aber so klar war die Partie nicht. Ich ärgere mich über einige Situationen, etwa vor dem 2:1, als wir im Mittelfeld eine Zwei-gegen-eins-Situation hatten, die wir besser hätten ausspielen müssen.“

Der Coach stellt dabei auch klar: „Grundsätzlich war es ein verdienter Sieg für uns, aber eben nicht in dieser Höhe. Wir haben phasenweise sehr fahrig gespielt und einige Kontermöglichkeiten beim Stand von 3:1 schlecht ausgespielt – etwa durch ungenaue Flanken, schlechte Tiefenpässe oder direkte Zuspiele auf den Torwart. Das waren schon ein paar unkonzentrierte Aktionen. Man muss aber auch sagen, dass die Mannschaft im vorherigen Spiel gegen Verl sehr viele Körner gelassen hat, das war eine extrem intensive Partie. Zudem sind wir erst am Morgen angereist. Von daher freue ich mich natürlich trotzdem über den Sieg.“

Der 33. Spieltag

Hoffenheim II – Schweinfurt 1:1
Mannheim – Duisburg 1:4
Köln – Wiesbaden 2:1
Havelse – Saarbrücken 2:0
Aachen – Stuttgart II 3:1
Essen – Ingolstadt 4:1
Rostock – Ulm 5:1
Osnabrück – Cottbus (So., 13.30 Uhr)
Aue – Verl (16.30 Uhr)
München – Regensburg (19.30 Uhr)

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