Lübeck – Am Sonntagnachmittag hatte der VfB Lübeck in der Regionalliga Nord die Zweitvertretung des SV Werder Bremen zu Gast auf der Lohmühle. Die 2.678 Zuschauer sahen ein für die Gäste eher glückliches 1:1 (1:0)-Unentschieden.
Frühe Führung
Die Partie begann mit vorsichtigem Abtasten von beiden Seiten, keine Mannschaft spielte zielstrebig nach vorne. Nach der ersten richtigen Chance von Mika Lehnfeld in der 9. Minute kam die Kugel zu Dardan Karimani, der sie überlegt aus etwa 14 Metern links am gegnerischen Keeper vorbei ins Tor legte: 1:0, das hatte sich nicht angedeutet. Nach der Führung übernahm der VfB immer mehr das Kommando und drängte die Bremer öfter in deren Hälfte, den Gästen gelang in dieser Phase kein geordneter Spielaufbau. Glück hatten die Lübecker bei einem Werder-Konter über Joel Imasuen, der beim Abschluss gestört wurde, dadurch ging der Ball links am Kasten von Phillip Diestel vorbei (26.). Dann waren wieder die Gastgeber dran. Ein Distanzschuss von Fabian Istefo wurde von einem Werderaner abgefälscht und bereitete Keeper Stefan Smarkalev einige Probleme (30.). Pech hatte Mikail Polat mit seiner Direktabnahme nach Hereingabe von Kapitän Marvin Thiel, die über das Tor ging (39.). Pünktlich ging es mit einer verdienten Führung in die Halbzeitpause.
Chancen auf beiden Seiten
Gleich nach Wiederanpfiff hatte der VfB Lübeck mehrere gute Chancen, die Führung auszubauen. Zuerst ging ein strammer Schuss von Rohin Shivani über das Tor (46.). Ein direkt getretener Freistoß von der Strafraumkante von Ali Abu-Alfa strich über den Querbalken (51.). Auch ein Versuch von Polat verfehlte sein Ziel nur knapp (52.). Danach wachten auch die Gäste auf und versuchten Druck aufzubauen. Ein Schuss von Paul Erevbenagie war etwas zu hoch angesetzt (61.). Jetzt ging es hin und her. Eine Hereingabe von Abu-Alfa segelte quer durch den Bremer Fünfmeterraum, fand aber keinen Abnehmer (66.). Nach eigenem Eckball lief der VfB in eine Konter über Erevbenagie, der den Ball deutlich verzog, Glück für die Gastgeber (68.). Kurz danach entschärfte Diestel einen Bremer Schuss (70.). Abu-Alfa setzte sich auf der Gegenseite mit einem schönen Trick im Strafraum durch, seinen Schuss parierte Gäste-Keeper Smarkalev gerade noch mit einer Faust (73.). Dann waren wieder die Gäste am Zug, Diestel wehrte einen Schlenzer zur Ecke ab (82.). Im Anschluss an eine Gäste-Ecke brachten die Lübecker den Ball nicht aus der Gefahrenzone und kassierten aus dem Gewühl heraus den Ausgleich (88.). Nach vierminütiger Nachspielzeit pfiff Schiedsrichter Daniel Piotrowski die Partie ab. Da war heute mehr drin für den VfB.
Bildquellen
- vfb_svw_dynamik: Lobeca/Mascha Holm
- vfb_svw_führung: Lobeca/Mascha Holm
