Spitzenteams zeigen sich torhungrig – Monte-Kicker beenden Sieglosserie

Groß Grönau-Coach mit Appell an Mannschaft und Verein

Die Teams der Kreisliga Südost waren am vergangenen Wochenende ordentlich in Torlaune. So auch der TSV Pansdorf II, der den VfL Vorwerk mit 6:0 bezwang. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Lübeck – Der 25. Spieltag in der Kreisliga Südost bot vor allem eines: Tore. Zahlreiche Treffer fielen auf den Plätzen der Liga, sodass es am Ende des Wochenendes 55 Treffer in acht Spielen gab. Fast sieben im Schnitt pro Spiel lassen sich sehen und zeigen, was diese Liga unter anderem so besonders macht. Dabei hatten die Spitzenmannschaften einen großen Anteil, denn das Duo ganz oben erzielte jeweils sechs Treffer, doch auch Schlutup kam nach 90 Minuten auf fünf Tore. Mit einem 10:2-Auswärtserfolg setzte allerdings vor allem Aufsteiger Eichholz II ein dickes Ausrufezeichen.

SG Reinfeld/Kronsforde – TSV Kücknitz 6:1 (1:1)

Auf die zweite Saisonpleite in Eichholz zeigte die SG Reinfeld/Kronsforde beim SV Fortuna St. Jürgen eine gute Reaktion. Einen 3:1-Erfolg fuhr man ein, wobei man noch nicht hundertprozentig einverstanden war mit der Leistung. Daher sollte am jüngsten Sonnabend eine Leistungssteigerung her. Zu Gast war der TSV Kücknitz, der in 2026 gute Ergebnisse eingefahren hat, sich aber auch bereits zweimal geschlagen geben musste. In Mölln unterlag eine personell arg geschwächte Mannschaft vom Roten Hahn unglücklich mit 1:4, wobei das Resultat deutlicher aussah, als es letztlich war. Dennoch brauchte es eine Steigerung in Reinfeld, doch personell standen Cheftrainer Mirco Groß wieder mehr Optionen zur Verfügung. Das Spiel war zunächst offen, doch nach etwas weniger als einer halben Stunde war es ein Eigentor von Fabian Meyer, das den TSV Kücknitz in Führung brachte. Die Antwort folgte allerdings noch vor der Pause durch Dennis Lie (37.). So ging es mit einem 1:1 in die Pause und die zweite Hälfte sollte eigentlich Spannung versprechen. Zunächst gab es allerdings einen Schockmoment, denn Niklas Lambrecht, Offensivspieler der Gäste, verletzte sich schwer. Für ihn ging es nicht mehr weiter. Mit Verspätung ging es durch die Verletzungspause weiter und das Unentschieden sollte bis in die letzten 20 Minuten halten. Dann war es allerdings Nicolas Ückert (72.), der zur Führung traf. Auf das 3:1 durch Florian Horn (75.) sollten die Lübecker keine Antwort mehr finden, stattdessen wurde es nun ein deutliches Ergebnis. Luis Mickeleit (86.), Philipp Hackbarth (90.) sowie der eingewechselte Bengt Schulz (92.) schraubten auf 6:1. Es war ein guter Auftritt des Tabellenführers, der einen großen Schritt in Richtung Verbandsliga macht, doch in der Höhe durchaus etwas zu deutlich.

Jakob Finnern (Reinfeld/Kronsforde): „In einem umkämpften Spiel mit vielen Unterbrechungen kommen wir zu einem verdienten Sieg. In der ersten Halbzeit schaffen wir es nicht, unsere Chancen zu nutzen. So kommt es, wie es kommen muss, und wir bekommen ein sehr krummes Eigentor. Durch Dennis Lie kommen wir zum verdienten Ausgleich. In der zweiten Halbzeit nutzen wir unsere Chancen und kommen zum verdienten Sieg, der vielleicht ein Tor zu hoch ausfällt. Am Ende bleibt noch, gute Besserung an den verletzten Spieler von Kücknitz zu wünschen.“

Oliver Krause (TSV Kücknitz): „Am Samstag waren wir zu Gast beim Tabellenführer in Reinfeld. Auf einem mehr als katastrophalen Rasenplatz, selten so einen schlechten Platz gesehen, war ein vernünftiges Fußballspiel gar nicht möglich, sodass beide Mannschaften Schwierigkeiten hatten mit dem Untergrund. Reinfeld hatte, wie erwartet, mehr vom Spiel ohne richtig gefährliche Aktionen vorm Tor. Wir haben vieles gut wegverteidigt. Nach einer Unstimmigkeit in der Reinfelder Hintermannschaft gingen wir mit 1:0 in Führung. Kurz vor der Pause überschlugen sich dann die Ereignisse. Erst glich Reinfeld mit einem sehenswerten Weitschuss verdient aus und dann verletzte sich unser Spieler, Niki Lambrecht, ohne Fremdeinwirkung schwer am Knie. Gute Besserung und komm umso stärker zurück. Aufgrund der Verletzung fing die 2. Hälfte verspätet an. Wir kommen besser aus der Kabine und haben gleich die Riesenchance zum Führungstreffer, doch der Ball springt vom Innenpfosten nicht ins Tor, sondern in die Arme des Keepers. Danach wurde Reinfeld stärker und übernahm das Kommando. Danach spielte Reinfeld ihre Waffe „Standards“ durch Mickeleit aus und schraubte das Ergebnis hoch auf 6:1. Der Spielverlauf entspricht allerdings nicht ganz dem Ergebnis. Das Resultat ist um 2–3 Tore zu hoch. Nichtsdestotrotz steht am Ende eine 6:1-Niederlage auf dem Zettel. Wirft uns aber nicht um. Wir werden uns nun auf Lübeck 76 vorbereiten, um endlich wieder in die Erfolgsspur zu kommen. Danke für die mitgereiste Fangemeinde. Einfach nur genial, wie ihr hinter der Mannschaft steht.“

TSV Pansdorf II – VfL Vorwerk 6:0 (3:0)

Die Rollenverteilung am Techauer Weg war am Sonnabend ziemlich klar. Der Tabellenzweite TSV Pansdorf II empfing nämlich den Vorletzten VfL Vorwerk. Für den Aufstiegsanwärter war es eine vermeintliche Pflichtaufgabe, dennoch war man gewarnt. Die Lübecker haben nach dem Winter verbesserte Auftritte gezeigt und durch Neuzugänge neue Hoffnung auf den Verbleib in der Kreisliga gewonnen. Beim Spitzenteam nahm sich das Team von Benjamin Schramm eine Menge vor, doch dieser Plan wurde früh über den Haufen geworfen. Keine 60 Sekunden dauerte es, da war es Tobias Graefe (1.), der den TSV bereits in Führung brachte. Bitterer hätte es für das Kellerkind nicht starten können. Im Anschluss neutralisierten sich die beiden Teams allerdings. Das Spiel flachte ab, denn Pansdorf wurde passiver. So kam Vorwerk zu Annäherungen, wobei oftmals die Präzision oder aber Durchschlagskraft fehlte. In der Schlussphase der ersten Hälfte erhöhte die Heimmannschaft nochmal das Tempo. Mephew Hinze geriet dabei in den Fokus, denn der Winterneuzugang aus Travemünde traf innerhalb weniger Minuten doppelt. Zunächst spitzelte der Flügelspieler den Ball ins lange Eck und mit Pausenpfiff leitete Fabian Schulz einen Konter ein, den er zum 3:0-Pausenstand vollendete. So war die Partie bereits zur Pause vorentschieden.

Im zweiten Durchgang wollte der TSV allerdings nicht wieder in die Passivität wie Mitte der ersten Hälfte fallen, sondern direkt nachlegen. Über links ging es nach vorne und nach Vorarbeit von Schilz war es Hinze (47.) zum dritten Mal an diesem Tag. Vorwerk verschlief wie im ersten Durchgang auch nach der Pause den Start und kassierte direkt noch das vierte. Diesmal ging es über die rechte Seite und Cedric Wilken (49.), der zur zweiten Hälfte erst kam, köpfte zum 5:0 ein. Über außen wurden die passiven Lübecker überrannt, doch im Anschluss stabilisierte man sich etwas. Chancen gab es dennoch für die Ostholsteiner, die mit ansehnlichen Spielzügen und viel Tempo glänzten. So traf Schulz die Latte, zudem verfehlten einige Versuche noch das Tor. Weitere Treffer wären also möglich gewesen und einen gab es tatsächlich noch. Joker Philip Meyer (76.) vollendete einen Spielzug durch die Mitte zum 6:0. Es war der Endstand, sodass die Mannschaft von Steven Tion ein Ausrufezeichen setzte. Vorwerk musste sich zwar deutlich geschlagen geben, doch zeigte über weite Strecken des Spiels keinen schlechten Auftritt. Die Gegentreffer fielen jeweils in Phasen, in denen man nicht voll da war, doch ansonsten hielt der Tabellenvorletzte ordentlich dagegen.

Steven Tion (Pansdorf II): „Gute Partie meiner Jungs gegen einen Gegner, der sehr fair und immer bemüht war. Die Pflichtaufgabe haben die Jungs sehr seriös gelöst. Besonders Lob geht an Mephew, der nicht nur wegen seiner 3 Tore ein gutes Spiel macht. Aber auch alle anderen gehen das sehr routiniert an. Vorwerk wünsche ich viel Erfolg im Abstiegskampf, eine sehr faire Mannschaft.“

Benjamin Schramm (VfL Vorwerk): „Wir wollten uns gut verkaufen und verschlafen gleich die erste Minute. Danach können wir das Spiel 40 Minuten offen halten, weil wir gut verteidigen, die Räume eng machen und haben sogar ein paar wenige Offensivaktionen, die wir nicht gut ausspielen. Dann pennen wir erneut und müssen mit 0:3 in die Halbzeit. Nach dem Wiederanpfiff ist die erste Aktion auch gleich ein Gegentor, der Rest ist dann nicht erwähnenswert. Wir haben weiterhin acht Spiele = acht Chancen, die nötigen Punkte zu holen.“

Mephew Hinze, hier im Duell auf Außen, war mit drei Toren der Mann des Tages. Foto: Lobeca/Niklas Runne

SV Fortuna St. Jürgen – SG Breitenfelde/Mölln 4:3 (1:1)

Die SG Breitenfelde/Mölln reiste mit einer breiten Brust an den Kalkbrenner. Nach fünf ungeschlagenen Spielen sollte beim SV Fortuna St. Jürgen die Serie fortgesetzt werden, doch der Gegner ist enorm heimstark. Mit langen Bällen agierte die Mannschaft von Andre Meese gegen die junge Truppe aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg, denn körperlich hatte man Vorteile. Aufpassen musste man allerdings auf das Umschaltspiel der schnellen Angreifer der SG, denn dies ist die große Stärke beim Verbandsligaabsteiger. Nach bereits sechs Minuten fiel der erste Treffer des Tages. Philipp Reimann (6.) brachte die Gäste in Führung. Diese haderte an diesem Sonntagmittag mit der Chancenverwertung. Kurz vor dem Pausenpfiff glich Anton Mitterhuber (40.) aus. Im zweiten Durchgang starteten die Gäste gut, denn Frederik Pfalzgraf (53.) sorgte für die erneute Führung. Diese hielt allerdings nur zwölf Minuten, denn Mitterhuber (65.) schnürte den Doppelpack und glich erneut aus. Das 2:2 hielt bis in die Schlussphase, doch dann war es Leon Posselt (85.), der spät die dritte Führung der SG erzielte. Doch erneut hatten die Lübecker eine Antwort parat. Semih Koklal (90.) erzielte den Ausgleich und riss der Mannschaft von Arne Riewe den Sieg aus der Hand. Doch dies war noch nicht der Schlusspunkt. Nur eine Minute später gelang Fortuna sogar der Siegtreffer durch Paul Grewecke (91.) zum 4:3-Heimsieg.

Andre Meese (Fortuna): „Heute konnten wir einen Sieg der Mentalität einfahren. Trotz dreimaligem Rückstand in einem sehr fairen Spiel haben wir nie die Köpfe hängen gelassen und hatten stets die passende Antwort parat und immer den Glauben daran, das Spiel auf unsere Seite zu ziehen. Die Jungs haben heute mal wieder gezeigt, welcher Teamspirit aktuell vorherrscht und welche Entwicklung wir genommen haben, worauf wir als Trainer sehr stolz sind und uns freuen, darauf weiter aufzubauen. Diese Euphorie wollen wir jetzt in den Saisonendspurt mitnehmen, um noch weitere Erfolge zu feiern und unsere intern gesteckten Ziele noch zu erreichen.“

Arne Riewe (Breitenfelde/Mölln): „Glückwunsch nach St. Jürgen. Am Ende verlassen uns die Kräfte, um dem Druck der letzten fünf Minuten standzuhalten. Der Weg ist mit dem Altersdurchschnitt in unserem Team definitiv der richtige. Allerdings machen wir dann noch ein oder zwei Fehler, die uns am Ende die Kraft kosten, eine 3:2-Führung clever über die Zeit zu bringen. Wir spielen überwiegend unser Spiel, verteidigen ihre langen Bälle super weg und versuchen selbst, etwas zu kreieren. In der Folge würde ich sagen, dass wir mehr Spielanteile sowie die besseren Torchancen hatten als der Gegner. Am Ende machen wir daraus aber zu wenig und verlassen uns ein Stück weit auf das Glück, welches heute woanders war. Aber auch Rückschläge muss es geben, um stärker zurückzukommen. Wir wünschen Fortuna alles Gute für die restlichen Spiele und bedanken uns beim Gespann, das die Partie in meinen Augen gut geleitet hat. Auf geht’s in die letzten Spiele.“

TSV Travemünde – Eintracht Groß Grönau II 5:1 (2:0)

Im Duell zwischen dem TSV Travemünde und Eintracht Groß Grönau II trafen zwei zuletzt formschwache Mannschaften aufeinander. Die Gäste verloren alle Spiele nach der Winterpause, sodass der Abstieg droht. Allerdings hat man auch einige direkte Duelle vor der Brust, doch dazu braucht es klare Leistungssteigerungen. Travemünde war zuletzt von personellen Sorgen geplagt, die nicht kompensiert werden konnten. So gab es sechs Spiele ohne Sieg, sodass man sich endgültig aus dem oberen Drittel verabschieden musste. Nun kehrten einige Spieler zurück, was den Monte-Kickern sichtbar guttat. Bereits zur Pause führte der Verbandsligaabsteiger mit 2:0. Pascal Behrens (28.) und Alexander Kanehl (39.) trafen. Nach der Pause blieben die Monte-Kicker das klar spielbestimmende Team und schraubten das Ergebnis in die Höhe. Levy Riemer (66.) und Alexander Bronnert (69.) stellten binnen weniger Minuten auf 4:0. Aleksandar Zlatev (84.) machte sogar noch das fünfte. Zwar gab es im direkten Gegenzug den Gegentreffer, doch dies war nicht mehr als Ergebniskosmetik. Somit endete die Sieglosserie der Monte-Kicker beim Tabellenvierzehnten Groß Grönau durch einen 5:1-Erfolg.

Christian Jetz (TSV Travemünde): „Es war ein verdienter Sieg. Wir sind endlich wieder in die Spur gekommen, hätten aber auch das ein oder andere Tor mehr machen können.“

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Alexander Wollmer (Groß Grönau II): „Glückwunsch nach Travemünde! Es ist fünf vor zwölf! Wir müssen nun enger zusammenrücken als Mannschaft und als Verein, damit wir alle mobilisieren können in den letzten Spielen.“

ATSV Stockelsdorf – TSV Schlutup 4:5 (3:3)

Der ATSV Stockelsdorf wartet noch immer auf den ersten Dreier im Jahr 2026. Man holte nur einen Punkt aus vier Spielen, doch diese waren allesamt gegen Top-Teams. Schwieriger hätte man also gar nicht starten können, dennoch war man nicht weit von Punkten entfernt. Mit dem TSV Schlutup wartete nun ein weiteres Team aus der oberen Region der Tabelle und die Vorzeichen hätten besser sein können. Mit Jannes Schnell musste ein Feldspieler im Tor starten, denn Jan Mehlfeld stand kein gelernter Keeper zur Verfügung. Der Start ins Spiel hätte kaum schlechter verlaufen können. Nach drei Minuten führte Schlutup durch Mert Dogan (1.) und Mert Büyükdemir (3.) bereits mit 2:0. Es war der Horrorstart für Stockelsdorf, die allerdings zurückkamen. Sascha Koch (15.) verkürzte, doch nur kurz. Büyükdemir (20.) stellte den alten Abstand wieder her, doch Tim-Niklas Seeger (22.) antwortete prompt. Kurz vor der Pause fiel sogar der Ausgleich durch Julian Zimmermann (41.). Die erste Hälfte bot eine Menge Unterhaltung und bereits sechs Tore. Nach der Pause dauerte es zunächst etwas, doch dann traf Büyükdemir (66.) zum dritten Mal. Erneut ging der TSV in Führung, doch die Antwort folgte ebenfalls erneut. Thilo Wolff (74.), der im Sommer nach Sereetz wechselt, erzielte das 4:4. Der Schlusspunkt war dies allerdings noch nicht, denn kurz vor dem Ende gab es Elfmeter für den Tabellendritten. Büyükdemir (89.) trat an und machte den Heimsieg perfekt. Es war der Viererpack für den Torjäger, der nun bereits 24 Treffer erzielt hat.

Christian Clasen (TSV Schlutup): „Wahnsinnig viele Torchancen hüben wie drüben. Am Ende freuen wir uns, dass wir 5 Tore geschossen haben und „nur 4 kassiert haben“, allerdings sollten wir unser Glück nicht zu sehr herausfordern. Entscheidend ist aber, dass wir heute gewinnen konnten und somit weiterhin an unsere letzte Chance glauben können und dürfen. Nächste Woche geht es in Vorwerk weiter.“

Jan Mehlfeld (ATSV Stockelsdorf): „Sehr verrücktes Spiel. Ich glaube, für einen neutralen Zuschauer top, für Fans ein Auf und Ab der Emotionen. Mit einem Feldspieler im Tor und dem Start kann ich nur sagen: Respekt an die Truppe. Sie haben gezeigt, was für eine Moral in ihnen steckt. Das 2:0 verkürzen, dann nach dem 3:1, auch wenn danach glücklich, auf 3:2 zu stellen und dann eigentlich noch Chancen zu haben auf eine Halbzeitführung, spricht fürs Team. Auch wenn es am Ende wieder nicht reicht, war es heute ein positiver Lichtblick und ich bin mir sicher, in den nächsten Wochen belohnen wir uns.“

Lübeck 1876 – Eichholzer SV II 2:10 (1:5)

Nach dem TSV Schlutup wollte Lübeck 1876 nun mit dem Eichholzer SV II das nächste Team aus dem oberen Tabellendrittel ärgern. Es sollte allerdings eine ganz harte Aufgabe werden, denn der Aufsteiger blieb neun Spiele in Folge ungeschlagen. Dies sollte sich auch nach dem 25. Spieltag nicht ändern, denn die Zweitvertretung setzte ein dickes Ausrufezeichen. Die Anfangsphase gehörte zunächst dem Heimteam, das durch Furkan Yüksel (12.) in Führung ging. Anschließend wurden die Gäste stärker und spielten sich in einen Torrausch. Maik Germann (18.), Matthias Schock (26.), Tim Germann (35.), Marc-Michael Jech (38.) und Ole Rüdiger (44.) stellten zur Pause auf ein 5:1 für Eichholz, sodass die Messe früh gelesen war. Dies lag auch an einer Roten Karte mit Pausenpfiff für die 1876er. Nach dem Wiederbeginn machte die Mannschaft vom Pöbelberg munter weiter. Muhammed Özkaya (49.), Caspar Stark (52.) sowie erneut Jech (53.) und Özkaya (56.) stellten nach nicht einmal einer Stunde auf 9:1. Es war eine Machtdemonstration der Landesliga-Reserve, die voller Selbstvertrauen auftrat und selbst beim dritten Spiel innerhalb einer Woche nicht müde schien. Zwar gab es noch das zweite Gegentor durch Eren Yüksel (75.), doch den Schlusspunkt zum 10:2-Endstand setzte Maik Germann (82.). Es war ein Ergebnis, das sich sehen lassen kann. Eichholz hat sich für das Topspiel am kommenden Wochenende gegen Pansdorf II warmgeschossen und ist nun seit zehn Spielen unbesiegt. Lübeck 1876 dagegen erwischte einen rabenschwarzen Tag, den es schnell abzuschütteln gilt.

Uwe Buchholz (Lübeck 1876): „Das war heute ein gebrauchter Tag. Wir hatten unter der Woche mit einer Grippewelle zu kämpfen und heute Morgen hat sich auch noch unser Keeper mit Fieber abgemeldet. Dafür ist dann Matze aus der Alten Herren eingesprungen. Vielen Dank, dass er sich kurzfristig bereit erklärt hat. Wir waren die ersten 20 Minuten gut im Spiel, sind hoch angelaufen und gehen verdient mit 1:0 in Führung. Dann bekommst du einfache Standardgegentore und liegst zur Halbzeit mit 1:5 hinten. Dazu kommt noch eine zu harte rote Karte, da war das Spiel dann durch. Am Ende steht eine harte 2:10-Klatsche. Jetzt heißt es Wunden lecken, Köpfe frei kriegen und in der nächsten Woche gegen Kücknitz besser machen.“

Stephan Lindhoff (Eichholzer SV II): „Die ersten 15 Minuten gehörten klar 1876. Man merkte uns die schweren Beine aus dieser Woche noch an. Mit dem Elfmeter zum 1:1 waren wir aber voll da und spielten uns bis zur Halbzeit in einen Rausch, wo uns alles gelang. Aufgrund der roten Karte kurz vor der Pause war das Spiel quasi entschieden. Nach der Pause trafen wir noch fünfmal und vergoldeten die Woche mit dem dritten Sieg. Lübeck 1876 für die restlichen Spiele weiterhin viel Erfolg.“

TSV Gudow – SV Viktoria 08 0:2 (0:2)

Der TSV Gudow zeigte in den vergangenen Wochen einige Auftritte, die durchaus Mut machten. Die Leistungen stimmten oft und auch die Anzahl an eingefahrenen Punkten hat sich vermehrt. Es braucht allerdings noch mehr, um die Klasse zu halten, weshalb man sich gegen den SV Viktoria 08 viel vornahm. Es sollte für die Lübecker kein Selbstgänger werden, sodass Trainer Timur Akgün im Vorfeld seine Mannschaft vor Gudow warnte. Das Schlusslicht hielt mit viel Körperlichkeit dagegen, während Viktoria das Spiel klar bestimmte. Bereits früh traf Daniel Scheuermann (7.) zur Führung. Gudow kam im ersten Durchgang zu einer guten Chance, bei der 08-Keeper Johann Gerlach den Ball mit dem Gesicht abwehrte. Die Treffer fielen allerdings auf der anderen Seite, so war es Jan Spoddig (43.) zum 2:0. Dies war gleichzeitig auch der Endstand, wobei es noch Chancen auf beiden Seiten gab. Gudow wurde einmal richtig gefährlich, als Florian Hasan in höchster Not auf der Linie rettete.

Marcel Schaper (TSV Gudow): „Glückwunsch an Viktoria. Wir kommen nach der spielfreien Woche leider gar nicht rein und spielen eine schlechte erste Hälfte. In der zweiten Halbzeit stellen wir um und sind viel besser drin, nutzen aber die Chance in der 70. Minute nicht, das Ganze nochmal anzuzünden. Jetzt geht es darum, zwei intensive Einheiten hinzulegen und bereit für Grönau zu sein.“

Timur Akgün (SV Viktoria 08): „Uns war von Beginn an klar, dass Gudow sehr körperbetont spielen würde. So gab es viele Nicklichkeiten und kleinere Fouls gegen uns, aber das haben wir kämpferisch angenommen, dagegengehalten. Über die kompletten 90 Minuten waren wir das spielbestimmende Team mit mehr Ballbesitz und zwei geschossenen Toren. Hätte auch mehr sein können. Dennoch hat es Gudow uns nicht so einfach gemacht, wie es klingt. So hatten sie je Halbzeit eine Riesenchance. Die erste wehrt Johann Gerlach im Tor toll ab und in der zweiten Halbzeit rettete Florian Hasan vor der Linie. In der letzten Konsequenz haben wir uns viele Chancen ausgearbeitet, den Gegner fern von unserem Tor gehalten und verdient gewonnen. Gute Leistung meiner Mannschaft und Gudow weiterhin viel Glück in der Saison.“

VfL Rethwisch – SV Azadi Lübeck II 4:2 (4:1)

Der VfL Rethwisch untermauerte am Sonntagnachmittag seine Heimstärke. Der Großteil der in dieser Saison eingefahrenen Punkte wurde am Buchrader Weg eingefahren und so sollte dies auch nach diesem Spieltag deutlich werden. Zu Gast war der SV Azadi Lübeck II, der im neuen Jahr bereits einigen Spitzenteams das Leben schwer gemacht hat, doch nun selbst der Favorit war. Dabei erwischte die Mannschaft von Omar Yassin und Awar Rashid keinen guten Tag. Nach nicht einmal zehn Minuten sorgte Gerrit Schubing (8.) für die frühe Führung der Stormarner. Es war ein guter Beginn für die Mannschaft von Trainer Malte Gerich. Sie machten weiter und zeigten wieder einmal, dass sie eine der unangenehmsten Heimmannschaften der Kreisliga Südost sind. Rene Bossert (28./36.) schraubte auf 3:0, was ein eindrucksvoller Zwischenstand für den VfL war. Azadi war nicht wirklich im Spiel, verkürzte aber durch Adam Ogonowski (39.) auf 1:3. Dies sollte allerdings noch nicht der Pausenstand sein, denn das letzte Wort hatte Rethwisch. Bossert (42.) machte seinen lupenreinen Hattrick innerhalb von 14 Minuten perfekt und schoss sein Team ein großes Stück in Richtung ersten Heimsieg nach der Winterpause. Im zweiten Durchgang war eigentlich eine schwungvolle Mannschaft aus Lübeck zu erwarten, die versuchen würde, nochmal ranzukommen, doch so richtig viel Spannung brachte der Aufsteiger nicht mehr auf. Zwar traf Torjäger Ramezan Hassan (50.) kurz nach Wiederbeginn zum 2:4, doch dabei sollte es auch bleiben. Anschließend verteidigte Rethwisch nämlich alles weg und behielt die drei Punkte auf der Sportanlage. Somit sollte der Klassenerhalt bei 14 Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz in trockenen Tüchern sein. Azadi Lübeck II wird die Spielzeit im Mittelfeld der Tabelle ausklingen lassen.

Malte Gerich (VfL Rethwisch): „Es war über weite Strecken ein starker Auftritt von der Mannschaft. Wir haben sehr gut den Ball laufen lassen und so auch unsere Tore gut rausgespielt. Mehr als ein verdienter Sieg, welchen sich die Mannschaft auch mehr als verdient hat.“

Der 25. Spieltag

SG Reinfeld/Kronsforde – TSV Kücknitz 6:1
TSV Pansdorf II – VfL Vorwerk 6:0
Fortuna St. Jürgen – SG Breitenfelde/Mölln 4:3
TSV Travemünde – Eintr. Groß Grönau II 5:1
TSV Schlutup – ATSV Stockelsdorf 5:4
TSV Gudow – SV Viktoria 08 0:2
Lübeck 1876 – Eichholzer SV II 2:10
VfL Rethwisch – SV Azadi Lübeck II 4:2

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