
Lübeck – Am Sonntag waren zwei Spitzenteams der Verbandsliga Süd am Start. Der Türkische SV setzte sich bei GW Siebenbäumen durch, bei den Gastgebern dürfte der Abstieg damit besiegelt sein. Der SV Hamberge musste sich sehr strecken, um bei der S.I.G. Elmenhorst einen knappen Sieg einzufahren.
Bei den Vereinen, die zwischenzeitlich mehrere Nachholspiele zu absolvieren hatten, merkte man den Kräfteverschleiß doch so langsam. Der SSV Güster, der bei Eintracht Groß Grönau zu Gast war, hatte nach der Pause nicht mehr die Kraft die schnellen Gegentore auszugleichen und die SG Elmenhorst/Tremsbüttel ging beim Büchen-Siebeneichener SV komplett unter. Die SG Oering-Seth lag gegen den SV Schackendorf früh zurück, verlor die Partie und dürfte auch nicht mehr vor dem Abstieg zu retten sein.
Die Stimmen nach den Spielen
Büchen-Siebeneichen – Elmenhorst/Tremsbüttel 8:0 (3:0)
Matthias Räck (Büchen-Siebeneichen): „Die ersten fünf bis zehn Minuten versuchte Elmenhorst uns zu pressen, was aber schnell verpuffte. Danach haben wir das Spiel komplett unter Kontrolle, machen drei Tore und danach betreiben wir leider nicht mehr so viel Aufwand und lassen Elmenhorst wieder ins Spiel kommen. In dieser Phase hatte Elmenhorst noch die eine oder andere Möglichkeit. Klare Ansage an die Mannschaft, wieder mehr zu investieren. Ich glaube, innerhalb von sieben bis acht Minuten machen wir drei weitere Tore. Am Ende springt ein 8:0 raus, was noch um zwei, drei Tore höher hätte ausfallen können. Sehr gute Leistung der Mannschaft. Was mich besonders freut: Tjorben Gaworski (18 Jahre alt) macht drei Tore. Viel Erfolg noch für Elmenhorst.“
Michal Ratajczak (Elmenhorst/Tremsbüttel): „Leider war das Spiel ein totaler Ausfall. Wir haben in keiner Phase richtig stattgefunden und es fehlte uns an allen Ecken und Enden. Für uns heißt das nun, das Spiel schnell aus den Köpfen zu bekommen, es gründlich zu analysieren und aufzuarbeiten. Unser Ziel ist es, am Mittwoch gegen Güster eine deutlich bessere Leistung zu zeigen. Wir alle erwarten eine klare Reaktion und werden alles dafür tun, um das Spiel erfolgreich zu gestalten. Glückwunsch an Büchen-Siebeneichen.“
SG Oering-Seth – SV Schackendorf 1:3 (0:3)
Gunnar Heisch (Oering-Seth): „Es war wieder, wie schon so oft in dieser Saison. Man nimmt sich viel vor und liegt in der ersten Minute schon 0:1 hinten. Aber die Reaktion der Mannschaft war okay. Man konnte die Partie, die zugegeben nicht auf Top-Niveau war, offen gestalten. Ein Fehler im Aufbau bescherte Schackendorf den zweiten Treffer. Kurz vor der Pause hatten wir eine riesige Chance auf den Anschlusstreffer. Leider konnte Yavanopas den eher schmeichelhaften Foulelfmeter nicht verwandeln. Stattdessen kassieren wir fast im direkten Anschluss den dritten Gegentreffer kurz vor der Pause! In der zweiten Halbzeit haben wir Schackendorf hoch und konsequent angelaufen. Mit Erfolg! Schackendorf rückte immer weiter in die eigene Hälfte und hatte im zweiten Durchgang kaum noch Spielanteile. Leider sprang für uns nur ein Treffer durch Philipp Krüger dabei raus. Durch die unzähligen Torchancen hätten wir das Spiel durchaus noch für uns entscheiden können, aber entweder waren wir nicht kaltschnäuzig genug oder wurden durch vermeintliche Abseitsstellungen am Torschuss gehindert. Am Schiedsrichtergespann lag es aber nicht, wenn wir so viele Chancen liegen lassen. Die wohl größte Chance hatte Van Baalen, der aus fünf Metern am leeren Tor vorbeischiebt. Das war aber sinnbildlich für unser Spiel. Schade, denn die Truppe hat wieder mal Moral gezeigt!“
GW Siebenbäumen – Türkischer SV 0:2 (0:1)
Ismail Öztürk (Türkischer SV): „Auf dem Papier wirkt das Spiel vielleicht einfach, aber Siebenbäumen verfügt über einige Spieler, die bereits höherklassig gespielt haben. Vor ein paar Tagen haben wir zudem erfahren, dass wir auf dem zweiten Platz spielen, da der eigentliche Platz von der Gemeinde gesperrt wurde. Die Platzverhältnisse waren insgesamt sehr schwierig, weshalb wir bewusst auf Sicherheit gespielt haben. Nach unserer 2:0-Führung lag der Fokus noch mehr darauf, das Ergebnis kontrolliert zu verwalten. Am Ende gilt wieder unser Motto: kommen, siegen und wieder gehen. Für uns spielt es keine Rolle, gegen wen wir antreten, wir wollen jedes Spiel gewinnen.“
Eintr. Groß Grönau – SSV Güster 3:0 (0:0)
Philipp Polzin (Groß Grönau): „Was für eine Teamleistung. Jeder Einzelne hat seinen Teil beigetragen – egal ob auf dem Platz, von der Bank oder auf den Rängen. Alle haben mindestens 100 Prozent gegeben und genau das hat am Ende den Unterschied gemacht. Verdienter Sieg. Die Stimmung nach dem Spiel war einfach überragend – genau daran wollen wir anknüpfen. Wenn wir weiterhin so auftreten, ist definitiv noch einiges möglich.“
Knud Kapschitzki (Güster): „Das fünfte Spiel in 16 Tagen, wir sind auf. Die Jungs haben es gut gemacht. Dann legen wir uns ein Ei zum 0:1 und das ist es gegen Grönau auf dem kleinen Kunstrasen schwer. Dann kriegen wir recht schnell noch ein zweites Gegentor, ein Eigentor und dann nochmal reinzukommen ist schwierig. Die Schiris geben eine Rote Karte, die nicht sein muss. Wir werden jetzt die 48 Stunden, die wir bekommen, nutzen, um uns auf das nächste Spiel vorzubereiten. Und dann sind wir froh, wenn dann Mitte Mai die Saison zu Ende ist und wir uns auskurieren können.“
S.I.G. Elmenhorst – SV Hamberge 2:3 (1:1)
Bastian Olböter (Elmenhorst): „Ein gutes und intensives Spiel von beiden Mannschaften. Ich denke, wir gehen mit einem gerechten Unentschieden in die Kabine. Nach der Halbzeit überstehen wir die Druckphase von Hamberge gut und können nach einem Ball auf Mohr in der 52. Minute in Führung gehen. Wahrscheinlich sieht es die gegnerische Mannschaft anders, aber ein aus unserer Sicht klares Foul wird vor dem 2:2 nicht gegeben und wir bekommen dann den Ausgleich. Vor dem 2:3 vergessen wir beim Rausrücken einen Spieler, und der macht ihn dann auch schön rein. Leider hatten wir das Glück nicht auf unserer Seite, dass noch einmal ein Standard oder eine Flanke den Weg ins Tor finden sollte. Hamberge hat es wirklich gut gemacht, aber ich denke, über ein Unentschieden hätten sich beide Mannschaften auch nicht beschweren dürfen.“
Kambiz Tafazoli (Hamberge): „In Elmenhorst zu gewinnen, ist alles andere als einfach. Deshalb freuen wir uns sehr über den Sieg. Wir sind gut ins Spiel gekommen und durch Til Weidemann in Führung gegangen. Danach haben uns zu viele individuelle Fehler aus dem Konzept gebracht, sodass Elmenhorst ausgleichen konnte und sogar die Chance auf die Führung noch vor der Halbzeit hatte. Nach dem Seitenwechsel wollten wir mehr Präsenz und Druck entwickeln, aber wir leisten uns erneut einen Patzer, sodass Elmenhorst mit 2:1 in Führung geht. Trotzdem bleiben wir dran, gleichen aus und drehen das Spiel. Den Siegtreffer erzielt Basti Beth fulminant per Fallrückzieher und beschert uns drei Punkte.“
Der 26. Spieltag
VfL Oldesloe – FC Ahrensburg 1:2
SV Azadî Lübeck – MTV Ahrensbök 6:2
Sereetzer SV – TSV Trittau 1:2
Büchen-Siebeneichen – Elmenhorst/Tremsbüttel 8:0
SG Oering-Seth – SV Schackendorf 1:3
GW Siebenbäumen – Türkischer SV 0:2
Eintr. Groß Grönau – SSV Güster 3:0
S.I.G. Elmenhorst – SV Hamberge 2:3
Die Tabelle
| 1. | SV Azadi Lübeck | 25 | 142 : 35 | 70 |
| 2. | Türkischer SV | 25 | 86 : 36 | 58 |
| 3. | SV Hamberge | 26 | 75 : 40 | 58 |
| 4. | TSV Trittau | 25 | 74 : 37 | 55 |
| 5. | S.I.G. Elmenhorst | 25 | 69 : 60 | 42 |
| 6. | FC Ahrensburg | 26 | 70 : 64 | 39 |
| 7. | Eintr. Groß Grönau | 26 | 65 : 74 | 37 |
| 8. | Büchen-Siebeneichen | 26 | 58 : 67 | 36 |
| 9. | SSV Güster | 24 | 47 : 50 | 35 |
| 10. | SV Schackendorf | 25 | 66 : 68 | 33 |
| 11. | Sereetzer SV | 25 | 57 : 69 | 27 |
| 12. | MTV Ahrensbök | 25 | 54 : 89 | 25 |
| 13. | Elmenhorst/Tremsbüttel | 24 | 41 : 75 | 24 |
| 14. | VfL Oldesloe | 26 | 40 : 78 | 16 |
| 15. | GW Siebenbäumen | 26 | 39 : 77 | 15 |
| 16. | SG Oering-Seth | 25 | 37 : 101 | 12 |
Bildquellen
- tüsv_schönwald: Lobeca/Vivian Pfaff
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