
Lübeck – Die 150. Auflage des Lübecker Stadtderbys gehört schon wieder der Vergangenheit an. Am Sonntag lautete es zwischen dem VfB Lübeck und 1. FC Phönix Lübeck 3:1 (HL-SPORTS berichtete) vor der guten Kulisse von 5.214 Zuschauern (davon rund 170 im Gästebereich dem 1. FC zuzuordnen). Die Einschätzung des Ergebnisses fiel auf der anschließenden Pressekonferenz dann schon sehr unterschiedlich aus. Allen voran Phönix-Coach Christiano Adigo wurde emotional (HL-SPORTS berichtete). Nach einem Derby ist das vielleicht aber nicht so ganz ungewöhnlich…
Happy
Der 84. Derbysieg schmeckte natürlich den Grün-Weißen, auch Marvin Thiel, besonders gut: „Ich glaube der Sieg ist auch verdient. Wir sind ganz gut ins Spiel gekommen, fangen uns, dass muss man auch sagen, ein gut herausgespieltes Gegentor, haben aber nicht aufgesteckt und verdient gewonnen. Wir haben gezeigt, wer in der Stadt die Nummer eins ist“, so der VfB-Kapitän, der ergänzt: „Bei uns lag ganz klar die Prämisse auf dem Platz zu zeigen, was wir können, was wir wollen. Das hat man auch gesehen, dass haben wir ganz gut umgesetzt.“
Passte viel
Zufrieden war auch Sebastian Harms. „Ich bin total stolz. Wir kamen gut ins Spiel, dann geht Phönix in einen von denen guten Phase auch in Führung. Das nicht unverdient zu diesem Zeitpunkt. Wir machen zum Glück vor der Halbzeit noch den Ausgleich, waren in der zweiten Hälfte dann klar besser, haben wir die Zweikämpfe besser angenommen, bessere Lösungen über die Außen gefunden. Am Ende war der Sieg aufgrund der zweiten Halbzeit auch verdient.“
Umgangsform
Befremdlich fand der VfB-Sportvorstand allerdings die Umgangsform des 1. FC im Nachgang, war von der dort gezeigten kalten Schulter nach dem Abpfiff schon enttäuscht. „Vor dem Spiel wurde von anderer Seite von Vormachtstellung geredet, deswegen freuen wir uns, dass wir zeigen konnten, wer hier für den Moment wieder die Nummer 1 ist. Ich finde, gerade wenn man ein Derby verliert, zeigt sich auch immer die wahre Größe, indem man zum Beispiel dem Gewinner gratuliert. Das haben unsere Kontrahenten, gerade die, die da vorne vorweggehen, nicht geschafft. Das haben wir definitiv im Hinspiel besser gemacht. Von daher ist das jetzt in jeder Hinsicht eine große Genugtuung.“
Ohne Pause
An der Lohmühle geht es nahtlos weiter, ist keine Zeit um freizumachen. So bittet Guerino Capretti schon am Montag wieder zur ersten Einheit (in der Therme wird regeneriert) der Woche. Das, da es am Mittwochabend (19 Uhr) für Grün-Weiß schon wieder in der Regionalliga Nord weiter geht, der VfB im Nachholspiel beim SSV Jeddeloh gastiert.
VfB Lübeck die Woche:
Montag: Training (11 Uhr)
Dienstag: Training (11 Uhr)
Mittwoch: SSV Jeddeloh – VfB (19 Uhr)
Donnerstag: frei
Freitag: Training (11 Uhr)
Sonnabend: Training (11 Uhr)
Sonntag: HSC Hannover – VfB (15 Uhr)







