Spitzenreiter macht großen Schritt – TSV Gudow entscheidet Kellerduell für sich

Monte-Kicker feiern zweiten Sieg in Folge und verschlimmern Azadi-Krise

Die SG Reinfeld/Kronsforde machte mit einem 2:1-Sieg einen großen Schritt in Richtung Meisterschaft. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Lübeck – Der 26. Spieltag in der Kreisliga Südost ist nun auch wieder Geschichte. Es war ein Wochenende, das wichtige, direkte Duelle bot. Dabei lag der Fokus sowohl im Aufstiegs- als auch Abstiegskampf. Neben dem packenden Topspiel zwischend dem Eichholzer SV II und TSV Pansdorf, gab es sieben weitere Partien.

SG Reinfeld/Kronsforde – SV Fortuna St. Jürgen 2:1 (2:0)

Der Spieltag am Bischofsteicher Weg war kein normaler. Es trafen nicht nur die SG Reinfeld/Kronsforde und der SV Fortuna St. Jürgen aufeinander, sondern es ging auch darum, Leben zu retten. Es war ein Stand der DKMS aufgebaut, wo man sich als Spender gegen Blutkrebs registrieren konnte. „Stäbchen rein – Spender sein“ war das Motto. Sportlich gab es nach dem Hinspiel vor knapp zwei Wochen das Wiedersehen zwischen dem Tabellenführer und der Mannschaft vom Kalkbrenner. Am Ostersamstag gab es einen 3:1-Erfolg der Reinfelder, wobei man sich ordentlich schwer tat. Dementsprechend war die SG auch gewarnt vor einem brandgefährlichen SV Fortuna St. Jürgen. Dieser war personell dünn besetzt, sodass nur zwei Spieler auf der Bank Platz nahmen. Zudem fehlte mit Paul Grewecke ein Schlüsselspieler im Team. Die SG startete schwungvoll und mit einer Menge Druck. Sie gingen direkt früh vorne drauf und kamen zu ersten Annäherungen. Mika Cornelsen zog über das Tor, Florian Horn köpfte knapp vorbei und auch Marcel Dankert erzeugte Gefahr. Zudem war es immer wieder Luis Mickeleit, der den Abschluss suchte und Torwart Moritz Rohde forderte. St. Jürgen lauerte auf Umschaltmomente, die der Tabellenführer in den ersten 20 Minuten allerdings ausnahmslos wegverteidigte. Nach etwas mehr als einer halben Stunde war es Mickeleit (33.), der aus der zweiten Reihe unbedrängt abzog und zur Führung traf. Drei Minuten später fiel allerdings der Ausgleich, doch der Jubel hielt nur kurz, denn zuvor lag ein Handspiel des vermeintlichen Torschützen Dominik Schaarschmidt vor.


Die Umschaltmomente der Gäste wurden mit zunehmender Dauer gefährlicher. Auf der anderen Seite wurde es allerdings ebenfalls brenzlig. So war der zweite Treffer nicht unverdient. Ein Eckball kam scharf an den zweiten Pfosten, wo Florian Horn (44.) nur noch den Ball aus kurzer Distanz reindrücken musste. Im zweiten Durchgang gab es weniger Höhepunkte, dennoch die ein oder andere Torchance. Klinke zog zwei Minuten nach Wiederbeginn am Tor vorbei. Nach einer Stunde fiel dann durch ein Distanzschusstor von Ahmed Ezzo (59.) der Anschlusstreffer. Das 2:1 brachte der Spitzenreiter allerdings über die Zeit, sodass der nächste Dreier eingefahren wurde. Ein Sieg fehlt nun nur noch, um den Meistertitel vorzeitig einzufahren. Am kommenden Wochenende könnte dies passieren, doch es braucht einen Dreier bei Lübeck 1876.

Jan Fischer (Reinfeld/Kronsforde): „Das war heute ein klarer Arbeitssieg gegen eine moralisch starke Fortuna St. Jürgen. Auf einem sehr schwierigen und zerfahrenen Platz war nur bedingt schöner Fußball möglich. Entscheidend war, dass wir diszipliniert standen, viel Kampf zeigten und unsere Chancen genutzt haben. Für die Mannschaft war es ein wichtiger Schritt, sich nach einem solchen Spiel trotz der schwierigen Bedingungen die drei Punkte zu holen. Viel Erfolg an den Gegner für die restliche Saison.“

Andre Meese (Fortuna): „Wir verlieren erneut äußerst knapp gegen den kommenden Meister innerhalb von zwei Wochen. Die Leistung der Mannschaft hätte einen Punkt absolut verdient, aber Reinfeld hat nach sehr viel Kontrolle in der ersten Halbzeit und einer verdienten Pausenführung in der zweiten Halbzeit alles reingeworfen, um die knappe Führung über die Spielzeit zu retten. Zwar fahren wir ohne Punkte nach Hause gegen eine individuell stark besetzte Mannschaft, können aber erneut mit erhobenem Kopf den Platz verlassen und auf eine sehr engagierte und mannschaftliche Geschlossenheit zurückschauen. Mit dieser Einstellung wollen und müssen wir die letzten Partien angehen, um diese dann wieder erfolgreich zu gestalten.“

ATSV Stockelsdorf – VfL Rethwisch 3:2 (1:0)

Nach einem harten Auftaktprogramm ins neue Jahr, in dem es nur einen Punkt gab, wollte der ATSV Stockelsdorf am Sonnabend endlich den ersten Dreier in 2026 einfahren. Zu Gast war der VfL Rethwisch, der mit einem Heimsieg gegen den SV Azadi Lübeck II zuletzt den Klassenerhalt so gut wie gesichert hat. Die Stormarner kamen ebenfalls schleppend aus der Winterpause, haben sich mittlerweile aber wieder gefangen. Im Team von Malte Gerich saß mit Gerrit Schubring einer der Schlüsselspieler zunächst nur auf der Bank. Dennoch machte man es gut. Stockelsdorf war spielbestimmend, während Rethwisch dagegenhielt und auf die Umschaltmomente wartete. Christopher Willuhn (19.) brachte den VfL nach solch einem in Führung. Insgesamt hätte man den ein oder anderen Angriff durchaus besser ausspielen können, doch auf der anderen Seite rettete Torwart Maximilian Chylla auch mehrfach. So ging es mit einem 0:1 in die Pause. Im zweiten Durchgang sollten sich die Gastgeber endlich belohnen. Jan-Hendrik Froh (60.) glich zunächst aus und sorgte 16 Minuten später sogar für die Führung (76.). Nach einigen verspielten Führungen in den Vorwochen war man es diesmal selbst, der die Partie drehte. Doch ein Eigentor sorgte für das 2:2. Bitter für die Mannschaft von Jan Mehlfeld, die allerdings trotz der nicht einfachen Wochen zuletzt eine starke Moral zeigte. Hinzu kam ein an diesem Nachmittag überragender Froh, der nur zwei Minuten nach dem Eigentor von Felix Reder die erneute Führung herstellte (83.). Darauf fand Rethwisch keine Antwort mehr, sodass der erste Dreier des ATSV Stockelsdorf in trockenen Tüchern war.

Jan Mehlfeld (ATSV Stockelsdorf): „Am Ende sind die drei Punkte verdient. Wir hatten deutlich mehr Spielanteile, Rethwisch verteidigt gut. Nach einem Konter gehen sie in Führung, danach scheitern wir öfter am Keeper. Nach der Pause gehen wir in Führung, machen leider ein Eigentor, zeigen aber Moral und gehen nochmal in Führung und gewinnen so. Rethwisch weiterhin viel Erfolg.“

Malte Gerich (VfL Rethwisch): „Wir haben auf beiden Seiten ein sehr faires Spiel gesehen, sowohl auf dem Platz als auch zwischen den Trainerbänken. Es war alles fair und respektvoll miteinander. Aus meiner Sicht wäre ein Unentschieden das etwas gerechtere Ergebnis gewesen, ansonsten kann ich nur sagen, dass eine Person auf dem Platz das Spiel in eine Richtung gedrückt hat – sei es jedes 50/50-Ding, das gegen uns entschieden wurde, ein glasklarer Elfmeter, der nicht gegeben wurde, und dann willkürliche Kartenverteilungen auf dem Platz als auch gegen die Trainerbank. Ein sehr fragwürdiger Auftritt. Ich möchte nochmal Glückwünsche an Stodo richten und viel Erfolg euch noch.“

VfL Vorwerk – TSV Schlutup 1:4 (1:1)

Nach dem 0:6 in der Vorwoche beim TSV Pansdorf II stand für Kellerkind VfL Vorwerk eine weitere schwierige Aufgabe an. Mit dem TSV Schlutup war ein Anwärter auf den Aufstieg zu Gast, der in der Vorwoche in einem wilden Schlagabtausch den ATSV Stockelsdorf bezwang. Vor dem Spiel sprach VfL-Coach Benjamin Schramm davon, dass das Spiel bei 0:0 beginnt und es dies zu verteidigen galt. Somit war ein Tabellenvorletzter zu erwarten, der sehr kompakt und tief stehen würde. Die Schlutuper kamen schließlich mit einer Menge Offensivpower, denn allein Stürmer Mert Büyükdemir traf in der Vorwoche viermal. Der erste Treffer des Spiels fiel an diesem jungen Abend allerdings für die Vorwerker. Ramadan Al Selaivany (25.) überraschte den Favoriten mit dem frühen Rückstand. Das 1:0 sollte nun möglichst lange gehalten werden, doch kurz vor der Pause traf Schlutup. Tim Blociszescki (41.) glich aus. Mit der ersten Hälfte konnte Schlutup, das an diesem Tag von Niklas Nehlsen gecoacht wurde, nicht zufrieden sein. Leon Staniec und Lars Steinhauer kamen zur zweiten Hälfte ins Spiel, doch es blieb dabei, dass die Gäste zu wenig gegen die kompakten Vorwerker kreierten. Bis in die Schlussphase stand es 1:1, doch dann schwanden die Kräfte bei den Gastgebern. Schlutup nutzte dies aus und ging durch Kapitän Lage (81.) in Führung. Der Gegner war geknackt, doch in derselben Minute sah ein Schlutuper die Gelb-Rote Karte. Zu zehnt galt es, die Führung über die Ziellinie zu bringen, doch ein Doppelschlag machte alles klar. Lars Steinhauer (83.) und Mert Büyükdemir (86.) stellten auf 4:1, was auch der Endstand war. Es war ein hartes Stück Arbeit, in dem der VfL Vorwerk den klaren Favoriten vor große Herausforderungen stellte und zu einer Menge Geduld zwang. Schlutup feierte einen weiteren Sieg, wodurch der Rückstand auf Platz zwei um zwei Zähler verkleinert wurde.

Benjamin Schramm (VfL Vorwerk): „80 vernünftige Minuten haben am Ende wieder nicht gereicht. Wir haben im Gegensatz zur Vorwoche eine andere Präsenz gehabt, waren bissig. Diesen Einsatz müssen wir auch in die nächsten Endspiele übernehmen.“

TSV Gudow – Eintracht Groß Grönau II 3:0 (2:0)

Abstiegskampf pur gab es am Sonnabend am Segrahner Berg. Der TSV Gudow empfing den TSV Eintracht Groß Grönau II, und es sollte ein richtig heißer Tanz werden. Die Voraussetzungen waren sehr unterschiedlich, denn während Gudow als Schlusslicht ins Spiel ging und in den vergangenen Wochen gute Ergebnisse eingefahren hat, sah es bei der Eintracht ganz anders aus. Groß Grönau II verlor alle Spiele nach der Winterpause, sodass die Konkurrenz der Mannschaft von Alexander Wollmer immer mehr auf die Pelle rückte. Der Vorsprung war dünn, und mit einem Sieg des TSV gegen die Zweitvertretung sollte der Abstand auf einen Punkt schmelzen. Die Bedeutung des Spiels war also allen Beteiligten klar. In der Anfangsphase kam Gudow bereits zu Torchancen. Die Eintracht meldete sich allerdings ebenfalls an, sodass Jan Ulrich gefordert war. Nach einer Viertelstunde ging der TSV dann in Führung durch Lennart Els (16.). Der Jubel war groß, doch die Lauenburger machten weiter. Lennart Burmeister (19.) erhöhte und ebnete den Weg für einen ganz wichtigen Dreier. Im Anschluss stand die Heimmannschaft stabil und ließ wenig zu. Vorne fehlte oftmals die Ungenauigkeit, um eventuell noch vor der Pause das dritte Tor zu erzielen. Im zweiten Durchgang war es ein ähnliches Bild. Hendrik Burmeister verzweifelte am Aluminium, doch Julian Schlicht (75.) machte alles klar. Es war die Vorentscheidung, auch wenn Groß Grönau in der Schlussphase noch zu Chancen kam. Somit rückt Gudow bis auf einen Punkt an den Gegner ran und darf vom Klassenerhalt träumen.

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VfB Lübeck

Marcel Schaper (TSV Gudow): „Glückwunsch an meine Jungs zum total verdienten Heimsieg. Wir kommen gut rein, haben gleich zwei Chancen, die wir noch nicht nutzen. Dann taucht Grönau vorm Tor auf, aber Ulle hält. Nach 15 Minuten nutzen wir dann mit Lennart und Lennart unsere nächsten Chancen und gehen verdient in Führung. Defensiv stehen wir gut, sind vorne dann aber zu ungenau. In Halbzeit zwei ähnliches Bild, Bommel hat ein Privatduell mit dem Aluminium. Die Erlösung bringt Julian mit einem schönen Schlenzer zum 3:0 in der 75. Danach lassen wir Grönau nochmal zu Chancen kommen, aber Toms Kopf und der Pfosten retten die Null. Im Kampf um den Relegationsplatz ist es richtig schön eng und wir freuen uns auf die nächsten Spiele.“

Alexander Wollmer (Groß Grönau II): „Erwähnen muss man mal das Schiri-Gespann, das mit seiner klaren Kommunikation für eine sichere Spielleitung gesorgt hat. Zu erwähnen ist dann, dass uns schon 25 Spieler für die kommende Saison zugesagt haben. Davon auch einige externe Neuzugänge.“

Der TSV Gudow feierte im Kellerduell den zweiten Saisonsieg. Foto: TSV Gudow/o.H.

SV Viktoria 08 – SG Breitenfelde/Mölln 2:1 (0:0)

Der SV Viktoria 08 ist in richtig guter Form. Drei Siege aus vier Spielen waren die Ausbeute vor dem Spiel gegen die SG Breitenfelde/Mölln, sodass man nochmal einige Plätze gutmacht. Der Gegner kam ebenfalls mit Selbstvertrauen, auch wenn es gegen St. Jürgen durch zwei Gegentore in der Nachspielzeit eine 3:4-Niederlage gab. Es war die einzige Niederlage in den vergangenen sechs Spielen. Das Spiel auf der Falkenwiese versprach also durchaus Spannung. Auf beiden Seiten stand jeweils ein Spieler im Fokus, der zuletzt richtig gut in Form war. Bei den Lübeckern war Lönne Christiansen kaum zu stoppen und zeigte, dass er der Unterschiedsspieler in seiner Mannschaft ist. Breitenfelde hatte mit Marvin Edler einen Stürmer, der in den vergangenen Wochen richtig gut drauf war und in drei Spielen dreimal traf. Beide sollten am Sonntagnachmittag in der Startelf stehen. Viktoria war hochmotiviert, denn das Hinspiel verlor die Mannschaft von Timur Akgün mit 0:7. Von Beginn an waren die Lübecker im Spiel und legten ein hohes Tempo an den Tag. Das Chancenplus war auf Seiten der Hausherren, doch der Treffer ließ noch auf sich warten. So ging es mit 0:0 in die Halbzeit. Nach dem Seitenwechsel war erneut Viktoria wacher und ging diesmal schnell in Führung. Lönne Christiansen (47.) traf und ebnete den Weg zum nächsten Heimsieg. Nach etwas mehr als einer Stunde erhöhte Adrian Heinz (63.) zum verdienten 2:0. In der Schlussphase ruhte sich Viktoria etwas zu sehr auf der Führung aus, sodass Philipp Reimann (86.) verkürzte. Der Ausgleich blieb allerdings aus, sodass die Akgün-Elf den Trend fortsetzt und die drei Punkte auf der Falkenwiese behält. Für die Mannschaft aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg war es die zweite Niederlage in Folge.

Timur Akgün (SV Viktoria 08): „Von Beginn an war es ein kämpferisch und taktisch gutes Spiel beider Mannschaften. Nur haben wir uns deutlich mehr Chancen ausgearbeitet und versäumen so die frühe Führung. So steht es zur Halbzeit remis. Zur zweiten Halbzeit sind wir direkt da und machen das 1:0. Als wir dann erhöhen, scheint das Spiel entschieden, lassen aber gegen Ende nach und machen es nochmal unnötig spannend. Der Sieg geht dennoch in Ordnung. Julian Meyerrose und Ben Auerbach alles Gute für die Zukunft, die heute aus beruflichen Gründen ihr letztes Spiel bzw. das letzte Mal die Falkenwiese besucht haben. Danke euch beiden für die schöne und menschlich tolle Zeit.“

Arne Riewe (SG Breitenfelde/Mölln): „Wenn du erst die letzten 10 Minuten investierst, gewinnst du kein Spiel. Viktoria hat von Minute eins an ein hohes Tempo an den Tag gelegt, bei dem wir gut mitgehalten haben, uns aber dennoch durcheinanderbringen lassen. In der zweiten Halbzeit pennen wir direkt und fangen uns nach einem Freistoß das 1:0. Das 2:0 fällt dann, weil wir etwas mutiger sein wollen, in den Räumen aber schläfrig wirken. Wir verspielen den Ball und Viktoria macht es überragend. Zehn Minuten vor Schluss investieren wir mehr, sind mutiger nach vorne und machen den Anschluss. Am Ende reicht das natürlich nicht mehr. Glückwunsch an Viktoria und danke an das Top-Gespann.“

TSV Kücknitz – Lübeck 1876 3:1 (1:0)

Am Roten Hahn ging es für den TSV Kücknitz und Lübeck 1876 um nicht mehr viel. Beide Mannschaften werden die Saison im Mittelfeld der Kreisliga Südost beenden, wobei der TSV um die Top Fünf kämpft. Die Aufstiegsplätze sind zu weit weg und der Vorsprung nach unten riesig, sodass rechnerisch nichts mehr anbrennen kann. Dennoch wollten beide Teams im „kleinen“ Lübeck-Derby den Dreier mitnehmen. Lübeck 1876 hatte nach einer 2:10-Klatsche noch etwas wiedergutzumachen, musste dabei allerdings auf einige Spieler verzichten. So fehlte unter anderem Jonas Jacobsen, eine der wichtigsten Stützen im Team. Das Hinspiel gewannen die 76er mit 4:2, wobei man nach einer halben Stunde mit 2:0 führte. Diesmal stand es nach 30 Minuten noch torlos. Kücknitz war besser im Spiel und verpasste im ersten Drittel bereits in Führung zu gehen. Luis Burow (35.) traf anschließend zum verdienten 1:0, womit es in die Pause ging. Lübeck 1876 war mit dem knappen Rückstand gut bedient und brauchte eine deutliche Leistungssteigerung. Diese gab es auch, wobei die klaren Chancen der Gäste ausblieben. Kücknitz war weiterhin spielbestimmend, Burow (75.) erhöhte, womit man auf Kurs in Richtung Heimsieg war. Die Entscheidung sollte dies allerdings noch nicht sein, denn ein Distanzschusstor von Jan Baras (83.) brachte Spannung ins Spiel. Sie warfen alles rein, wodurch sich die Konterchance für die Gastgeber ergab. Leon Haselbach (93.) machte alles klar, sodass der Derbysieg für die Mannschaft von Mirco Groß eingetütet wurde.

Oliver Krause (TSV Kücknitz): „Heute war Lübeck 76 zum kleinen Derby zu Gast am Roten Hahn. In einem eher mittelmäßigen Kreisligaspiel waren wir die bessere Mannschaft mit der besseren Spielanlage. Dadurch gehen wir verdient in Führung, verpassen es aber schon zur Halbzeit, alles klar zu machen. Wenn wir da konsequenter wären, hätte es auch schon 3:0 zur Halbzeit stehen können. Nach der Pause kam 76 etwas besser ins Spiel, ohne aber wirklich gefährlich zu werden. Wir behielten das Spiel weitestgehend im Griff und erzielen verdient das 2:0. Durch einen Fernschuss fiel plötzlich der Anschlusstreffer zum 1:2 und wir machen es unnötig wieder spannend. Lübeck 76 warf jetzt alles nach vorne und wir konnten noch einen Konter zum hochverdienten 3:1-Endstand abschließen. Wir wünschen Lübeck 76 noch weiter viel Erfolg für die restlichen Spiele und bedanken uns wieder bei unserer Fangemeinde für die super Unterstützung.“

Uwe Buchholz (Lübeck 1876): „Heute im Derby gegen Kücknitz haben wir in der ersten Halbzeit nicht stattgefunden. Kücknitz geht verdient mit einem 1:0 in die Pause. In Hälfte zwei sind wir präsenter, gewinnen mehr zweite Bälle, aber richtig torgefährlich werden wir nicht. Kücknitz macht dann ein glückliches 2:0. Wir können durch ein Traumtor von Baras verkürzen, haben kurz vorm Ende eine gute Gelegenheit zum 2:2 leider nicht genutzt, fangen dann mit dem Schlusspfiff das 1:3. Glückwunsch an Kücknitz, aufgrund der ersten Halbzeit ein verdienter Sieg.“

SV Azadi Lübeck II – TSV Travemünde 3:5 (1:1)

Sowohl der SV Azadi Lübeck II als auch der TSV Travemünde zeigten im neuen Jahr eher durchwachsene Auftritte in der Kreisliga Südost. Die Zweitvertretung gewann vor dem Spiel am Sonntag nur eines von sechs Ligaspielen und befindet sich in der Tabelle somit im freien Fall. Viele Ausfälle hatte das Trainerteam um Omar Yassin und Awar Rashid zu verkraften, die zuletzt nicht kompensiert werden konnten. Auf der Gegenseite war es ein ähnliches Bild. Der TSV Travemünde gewann den Jahresauftakt gegen Rethwisch, blieb im Anschluss aber sechs Spiele sieglos. Personell sah es richtig düster aus für Christian Jetz, der die Startelf mehrfach mit Spielern der Zweiten auffüllen musste. Gegen Groß Grönau II kehrten einige Akteure zurück und damit auch der Erfolg. Es gab einen 5:1-Erfolg, den Schwung davon wollte man mit ins nächste Spiel nehmen. Früh musste man allerdings einen Schock hinnehmen, denn Alican Kaya (6.) brachte nach wenigen Minuten die Heimmannschaft in Führung. Anschließend passierte lange Zeit wenig, doch mit dem Pausenpfiff war es Pascal Schönknecht (44.), der für den Ausgleich sorgte. Dies war der Pausenstand. Zur zweiten Hälfte wechselten beide Seiten. Azadi brachte mit Rogesh Sherzad und Cesur Kaya frische Offensivkräfte ins Spiel, auf der anderen Seite kam Aleksandar Zlatev für Plaumann. Wie bereits in der ersten Hälfte sollte es erneut ein frühes Tor geben, diesmal allerdings für die Monte-Kicker. John Liehr (48.) besorgte die Führung, doch erneut Kaya (57.) glich aus. Es war ein Schlagabtausch, doch die Gäste legten durch einen Doppelschlag erneut vor. Die Prüßmann-Brüder Louis und Lennard (66./68.) stellten auf 4:2. Torjäger Ramzan Hassan (70.) verkürzte, doch mit Anbruch der Nachspielzeit schnürte Louis Prüßmann (90.) den Doppelpack zum 5:2-Endstand. Die Monte-Kicker feierten den zweiten Dreier in Folge und beendeten die Auswärtssieglosserie. Azadi kommt nicht aus dem Formtief heraus und kassiert einfach zu viele Gegentreffer.

Christian Jetz (TSV Travemünde): „Wir freuen uns, dass wir verdient gewinnen konnten, auch mal vorne gut getroffen haben und ein paar Einsatzminuten verteilen konnten. Wir schauen mal, dass wir den Schwung in die nächsten Spiele mitnehmen.“

Der 26. Spieltag im Überblick

SG Reinfeld/Kronsforde – Fortuna St. Jürgen 2:1
Eichholzer SV II – TSV Pansdorf II 1:1
ATSV Stockelsdorf – VfL Rethwisch 3:2
VfL Vorwerk – TSV Schlutup 1:4
TSV Gudow – Groß Grönau II 3:0
Viktoria 08 – Breitenfelde/Mölln 2:1
TSV Kücknitz – Lübeck 1876 3:1
SV Azadi Lübeck II – TSV Travemünde 3:5

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