
Norderstedt – Der FC Eintracht Norderstedt darf in der Regionalliga Nord einmal durchatmen. Am gestrigen Sonntag feierten die Segeberger zuhause einen 3:1-Sieg gegen den FSV Schöningen. Damit sind es vorübergehend vier Punkte Abstand auf die letzten drei Plätze in der Tabelle, die allesamt gleich viele Zähler auf dem Konto zu verzeichnen haben.
Glück und Pech zugleich
Den ersten Treffer durften die Anhänger der Eintracht nach weniger als 20 Minuten bejubeln. Nachdem Camacho auf der linken Seite im Strafraum freigespielt wurde, gab er am Torwart vorbei in die Mitte, wo Kapitän Jonas Behounek (19.) nur noch einschieben musste. Doch davon ließen sich die Gäste nicht beirren und suchten umgehend nach der Antwort – scheiterten allerdings am Querbalken sowie an FCE-Keeper Petzsch. Zuvor glücklich davongekommen, kam dann ein wenig Pech bei den Hausherren dazu, denn für Kummerfeld ging es nach einer halben Stunde verletzungsbedingt nicht weiter. Mit dem 1:0 ging es in die Kabinen.
Jubel auch um Rückkehrer
Nach dem Seitenwechsel hatte der FSV direkt das erste Wort: Philipp Harant (46.) traf kurz nach Wiederbeginn aus der Distanz zum Ausgleich. Eine starke Phase der Gäste mündete in einem erneuten Lattentreffer durch Harant (64.). In der Folge kämpfte sich Norderstedt zurück ins Spiel – auch dank guter Unterstützung von den Rängen. Dort durfte eine knappe Viertelstunde vor Schluss dann gejubelt werden. Ein geblockter Schuss von Behounek landete vor den Füßen von Melvin Zimmer (77.), der aus kurzer Distanz wuchtig vollstreckte – die Führung für die Eintracht, die auch den Schlusspunkt setzen sollte. Ohene Köhl (88.) fasste sich aus 20 Metern ein Herz und wurde mit einem abgefälschten Schuss ins Netz belohnt. Der FCE feierte nicht nur einen 3:1-Sieg, sondern auch die Comebacks Malik Yago und Kapitän Moritz Frahm, die nach langer Verletzungspause beide in der Schlussphase mitwirkten.
„Hatten heute das Quäntchen Glück“
„Wir hatten heute das Quäntchen Glück, was wir in den anderen Spielen nicht hatten wie der Lattenschuss in der ersten Halbzeit oder der Lattenkopfball gegen uns“, gab Eintracht-Coach Jörn Großkopf zu. „Das 3:1 von Ohene wäre in den anderen Spielen wahrscheinlich nicht reingegangen. Wir sind mächtig stolz auf die Jungs und freuen uns einfach für die Truppe, für die Jungs, die sich aufgerieben haben. Nach den verlorenen Punkten gegen Jeddeloh, Werder Bremen und den HSV genießen wir das heute mal und dann machen wir weiter und so halten wir auch die Klasse.“
Der 30. Spieltag
Hannover II – Drochtersen/Assel 1:2
SV Meppen – Flensburg 2:1
Altona 93 – BW Lohne 3:2
SSV Jeddeloh – HSC Hannover 4:0
VfB Lübeck – Phönix 3:1
Werder Bremen II – Bremer SV 1:2
Norderstedt – Schöningen 3:1
Oldenburg – FC St. Pauli II 4:1
Hamburger SV II – Emden 0:2
Die Tabelle
| 1. | SV Meppen | 30 | 91 : 29 | 74 |
| 2. | SV Drochtersen/Assel | 29 | 74 : 40 | 64 |
| 3. | VfB Oldenburg | 28 | 75 : 33 | 62 |
| 4. | SSV Jeddeloh | 29 | 71 : 35 | 60 |
| 5. | Hannover 96 II | 29 | 53 : 42 | 44 |
| 6. | Bremer SV | 29 | 43 : 34 | 44 |
| 7. | Hamburger SV II | 30 | 50 : 45 | 43 |
| 8. | 1. FC Phönix Lübeck | 29 | 39 : 37 | 41 |
| 9. | VfB Lübeck | 28 | 47 : 53 | 40 |
| 10. | Kickers Emden | 29 | 49 : 45 | 38 |
| 11. | SC Weiche Flensburg 08 | 29 | 58 : 59 | 36 |
| 12. | SV Werder Bremen II | 30 | 49 : 62 | 34 |
| 13. | FSV Schöningen | 29 | 48 : 66 | 33 |
| 14. | Eintracht Norderstedt | 30 | 44 : 68 | 26 |
| 15. | HSC Hannover | 29 | 34 : 78 | 24 |
| 16. | FC St. Pauli II | 28 | 33 : 61 | 22 |
| 17. | Blau-Weiß Lohne | 30 | 32 : 63 | 22 |
| 18. | Altona 93 | 29 | 39 : 79 | 22 |
Bildquellen
- Siegtreffer Köhl: Lobeca/Ralf Homburg
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