
Lübeck – Der SV Hamberge empfing am Sonnabendnachmittag in der Verbandsliga Süd die SG Oering-Seth und gewann die Partie am Ende deutlich. Für Hamberge waren Marc Hattenbach (3.), Sadok-Amin Amara (32., 87.), Bastian Beth (37.) und Tobias Behrens (67., EM) bei einem Eigentor der Gäste (85.) erfolgreich, für Oering-Seth trafen Konstantin van Baalen (25.) und Niklas Nagel (39.). Während die Gastgeber durch den Erfolg vorerst wieder auf Platz 2 vorrückten, stehen die Gäste als erster Absteiger fest. Der MTV Ahrensbök hatte den Büchen-Siebeneichener SV zu Gast. Jannik Gerlach brachte den MTV in der 64. Minute in Führung, die Manuel Bollongino ausglich (80.). Ahrensbök konnte sich nicht entscheidend vom Relegationsplatz absetzen, muss weiter zittern.
Die Stimmen nach den Spielen
SV Hamberge – SG Oering-Seth 6:2 (3:2)
Kambiz Tafazoli (Hamberge): „Wir sind gut in die Partie gestartet und gehen folgerichtig mit 1:0 in Führung. In dieser Phase hatten wir auch die Möglichkeit, direkt nachzulegen, nutzen diese Chancen aber nicht konsequent genug. Der Gegner kommt dann mit seiner ersten richtigen Gelegenheit zum 1:1-Ausgleich. Wir hatten die Mannschaft darauf vorbereitet, trotzdem muss man anerkennen, dass sie die Situation gut ausgespielt haben. Im Anschluss reagieren wir aber gut, erzielen das 2:1 und erhöhen auf 3:1. Leider leisten wir uns dann erneut eine Unaufmerksamkeit und kassieren noch vor der Pause das 3:2, was natürlich ärgerlich ist, weil wir uns das Leben damit selbst wieder schwer machen. Nach dem Seitenwechsel bekommen wir die große Chance vom Punkt, aber Basti Beth trifft nur das Lattenkreuz. Insgesamt hatten wir dennoch über weite Strecken eine gute Spielkontrolle. Beide Teams haben versucht, nach vorne Lösungen zu finden, wir waren dabei insgesamt effektiver und erzielen drei Treffer. Am Ende nehmen wir die drei Punkte mit, was heute das Entscheidende ist. Jetzt gilt der Fokus den letzten drei Spielen, in denen wir weiter konsequent auftreten wollen.“
Harjas Ahluwalia (Oering-Seth): „Glückwunsch an Azadî zum verdienten Titel, Glückwunsch an Hamberge zum Sieg. Das Ergebnis spiegelt in meinen Augen den Spielverlauf aber nicht wider. Mal wieder kassieren wir ein frühes Gegentor, weil wir die Konzentration nicht auf den Platz bekommen, mal wieder müssen wir noch mehr tun und einem Rückstand hinterherlaufen und mal wieder machen die Jungs das gut und zeigen eine Reaktion. Auch nach zwei fragwürdigen Elfmeterentscheidungen gegen uns raffen wir uns noch mal auf, versuchen spielerisch den Weg nach vorne zu suchen was uns auch gelingt. Auch in Halbzeit zwei halten wir an unserem Vorhaben fest und setzen diesen zum Teil gut um. Die Höhe der Niederlage resultiert am Ende aus der Situation heraus, dass der Schiedsrichter uns den kompletten Spass nimmt und einfach nur noch Lust hat, Karten gegen uns zu verteilen. Wichtig zu betonen ist jedoch, dass wir unsere Niederlagen und den gesamten Saisonverlauf nicht auf Schiedsrichterleistungen schieben, sondern selbst dafür grade stehen müssen, aber heute haben es drei Leute geschafft, einer gut spielenden Mannschaft die Lust zu nehmen. Respekt wird immer gefordert und muss dann auch gegeben werden, diese Werte hat der Schiri schon mit seiner Tonart vermissen lassen. Konsequente Pfiffe und Karten gegen uns. Entweder mochte dieser uns gar nicht oder ist großer Hamberge-Fan. Mit so einem Auftreten auf dem Platz, wollte heute nur einer im Rampenlicht stehen. Glückwunsch auch dazu. Viel Erfolg Hamberge für den Rest der Saison.“
MTV Ahrensbök – Büchen-Siebeneichen 1:1 (0:0)
Jan-Hendrik Alpen (Ahrensbök): „Am Ende ist das 1:1 ein gerechtes Ergebnis. Wenn wir unsere Chancen konsequenter genutzt hätten, hätten wir den Platz auch als Sieger verlassen können. Dass Büchen-Siebeneichen dann nach einem Standard ausgleicht, passt irgendwie auch zum Spielverlauf. Insgesamt haben wir defensiv wenig zugelassen und können mit unserer Leistung zufrieden sein. Trotzdem wissen wir auch, dass wir uns in so einem Spiel keinen einzigen Prozentpunkt weniger erlauben dürfen – sonst werden wir direkt bestraft.“
Matthias Räck (Büchen-Siebeneichen): „Erste Halbzeit hatte Ahrensbök mehr vom Spiel. Es gab aber auch nur eine große Chance, ein Tor zu erzielen. Wir waren zwar da, aber nicht so ehrgeizig auf Tore wie in den letzten sieben Spielen. Zweite lief da schon ganz anders. Wir haben das Spiel im Griff, machen aber unsere Chancen nicht rein. Wie lautet der Spruch: Wenn man seine Chancen nicht nutzt, klingelt es hinten. Trotzdem haben wir weiter gearbeitet und den absolut verdienten Ausgleich gemacht. Insgesamt war es ein nicht so tolles Verbandsliga-Spiel.“
Der 27. Spieltag (24. – 26.4.)
FC Ahrensburg – GW Siebenbäumen 2:0
SV Hamberge – SG Oering-Seth 6:2
MTV Ahrensbök – Büchen-Siebeneichen 1:1
SSV Güster – S.I.G. Elmenhorst (So., 14 Uhr)
SV Schackendorf – VfL Oldesloe (15 Uhr)
Elmenhorst/Tremsbüttel – Eintr. Groß Grönau
TSV Trittau – SV Azadî Lübeck
Türkischer SV – Sereetzer SV (17 Uhr)
Die Tabelle
| 1. | SV Azadi Lübeck | 26 | 146 : 35 | 73 |
| 2. | SV Hamberge | 27 | 81 : 42 | 61 |
| 3. | Türkischer SV | 26 | 87 : 38 | 58 |
| 4. | TSV Trittau | 25 | 74 : 37 | 55 |
| 5. | FC Ahrensburg | 27 | 72 : 64 | 42 |
| 6. | S.I.G. Elmenhorst | 26 | 69 : 64 | 42 |
| 7. | SSV Güster | 25 | 54 : 55 | 38 |
| 8. | Eintr. Groß Grönau | 26 | 65 : 74 | 37 |
| 9. | Büchen-Siebeneichen | 27 | 59 : 68 | 37 |
| 10. | SV Schackendorf | 26 | 68 : 69 | 36 |
| 11. | Sereetzer SV | 25 | 57 : 69 | 27 |
| 12. | MTV Ahrensbök | 26 | 55 : 90 | 26 |
| 13. | Elmenhorst/Tremsbüttel | 25 | 46 : 82 | 24 |
| 14. | VfL Oldesloe | 26 | 40 : 78 | 16 |
| 15. | GW Siebenbäumen | 27 | 39 : 79 | 15 |
| 16. | SG Oering-Seth | 26 | 39 : 107 | 12 |








