HSV kämpft vergeblich: „So frei wirst du wahrscheinlich nicht mehr kommen“

Abstiegskampf bleibt nach Niederlage gegen TSG Hoffenheim im Volkspark ein Thema

Bakery Jatta (HSV). Foto: Lobeca/Vivian Pfaff

Hamburg – Der Hamburger SV hat im Kampf um den Klassenerhalt in der Bundesliga einen weiteren Rückschlag hinnehmen müssen. Gegen die TSG Hoffenheim unterlagen die Rothosen am Sonnabend mit 1:2 (1:2) und bleiben damit auch im sechsten Spiel in Folge ohne Sieg. Während der HSV bei 31 Punkten stagniert und weiter zittert, festigen die Gäste ihre Ambitionen im oberen Tabellendrittel.

Die 1. Halbzeit: Nur Gelb für Baumann

Der HSV startete engagiert und setzte erste Akzente, ohne jedoch zwingend zu werden. Hoffenheim nutzte die erste klare Gelegenheit eiskalt: Fisnik Asllani (18.) traf nach einer Flanke unbedrängt zur Führung. Die Rothosen reagierten, wurden aktiver und kamen zum Ausgleich. Nach einem Fehler der Gäste wurde Robert Glatzel (34.) im Strafraum von Torwart Baumann zu Fall gebracht, der dafür von Schiedsrichter Robert Schröder nur mit Gelb bedacht wurde. Der Hamburger Angreifer trat selbst an und verwandelte den fälligen Elfmeter zum Ausgleich. In einer ausgeglichenen Phase schlug die TSG kurz vor der Pause erneut zu. Tim Lemperle (45.) nutzte eine unübersichtliche Szene im Strafraum und stellte auf 2:1.

Nach der Pause: Jatta vergibt Mega-Chance

Im zweiten Durchgang tat sich der HSV schwer, gegen die ballsicheren Gäste klare Chancen zu kreieren. Dagegen kontrollierte der Aspirant auf die Teilnahme zur Champions League weite Strecken der Partie und ließ den Ball sicher durch die eigenen Reihen laufen. Die größte Möglichkeit zum Ausgleich vergaben die Hamburger in der Schlussphase: Jatta (74.) setzte einen Kopfball völlig freistehend über das Tor. Sein Trainer konnte es nicht glauben und fiel auf die Knie. Insgesamt fehlte dem HSV die Durchschlagskraft im letzten Drittel. In den letzten Minuten warf der Aufsteiger noch einmal alles nach vorne, kam jedoch kaum noch gefährlich zum Abschluss. Die Hoffenheimer verteidigten kompakt und brachten den knappen Vorsprung über die Zeit.

„Das ist ein Teil unseres Prozesses“

Hamburgs Trainer Merlin Polzin sagte danach auf der Pressekonferenz: „Glückwunsch an Christian und die TSG zum Sieg. Uns war es als HSV wichtig, wieder eine Leistung zu zeigen, die viel damit zu tun hat, wie wir diese Saison und unser Ziel grundsätzlich angehen – sprich: Wir wollten wieder aggressiv und unangenehm verteidigen und für enge Abstände und Klarheit stehen. Wir wollten mit dem Stadion ein Feuer entfachen, um es auch einem Champions-League-Aspiranten wie Hoffenheim schwer zu machen, die Punkte mitzunehmen. Das ist definitiv aufgegangen. Unsere Mannschaft hat bis zum Ende nicht aufgesteckt und sehr variabel agiert – und das alles gegen eine Mannschaft, die eine herausragende Saison spielt. Diese Leistung hat mir definitiv ein gutes Gefühl und Zuversicht für die nächsten Wochen gegeben. Was wir kritisch anmerken müssen, trotz der Leistungssteigerung, ist, dass du am Ende in beiden Boxen besser agieren musst. Wir wollen nichts schönreden, wenn wir am Ende keine Punkte holen: Beide Gegentore lassen sich trotz der Qualität des Gegners besser verteidigen. Zugleich musst du bei den klaren Chancen, die sich dir bieten, einfach zuschlagen – denn so frei wirst du wahrscheinlich nicht mehr kommen. Doch das ist ein Teil unseres Prozesses. Diesem werden wir weiter vertrauen, weil er uns dahin gebracht hat, wo wir jetzt stehen. Wir müssen uns einmal schütteln, abhaken und uns dann gut auf Frankfurt vorbereiten.“

Bedeutung für den HSV

Die Niederlage bedeutet für den HSV weiterhin 31 Punkte und fünf Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz. Im Abstiegskampf bleibt die Situation angespannt. Von Mönchengladbach (11.) bis zu Wolfsburg (17.) sind es nur sieben Punkte Unterschied. Heidenheim ergriff nach dem Heimsieg über St. Pauli den letzten Strohhalm. Die Kiezkicker dagegen müssen am Sonntag auf einen Ausrutscher von Bremen in Stuttgart hoffen.

Der 31. Spieltag (24.–26.4.2026)

Leipzig – Berlin3:1
Mainz – München 3:4
Wolfsburg – Mönchengladbach 0:0
Augsburg – Frankfurt 1:1
Heidenheim – St. Pauli 2:0
Köln – Leverkusen 1:2
Hamburg – Hoffenheim 1:2
Stuttgart – Bremen (So., 15.30 Uhr)
Dortmund – Freiburg (17.30 Uhr)Die Tabelle

Anzeige
VfB Lübeck
Anzeige
AOK
Anzeige
Anzeige
AOK
Anzeige

Schaffen der HSV und St. Pauli den Klassenerhalt in der Bundesliga?

View Results

Wird geladen ... Wird geladen ...
Gefällt Dir unsere journalistische Arbeit?

Dann unterstütze uns hier mit einem kleinen Beitrag. Danke.

- Anzeige -

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein