HSV: Notfall überschattet Heimspiel

Union trifft nach der Pause – 0:1 vor 8.666 Zuschauern im Volksparkstadion

Nach dem Spiel ist Magou Doucoure (Hamburger SV) zusammengebrochen und wurde noch auf dem Platz medizinisch versorgt. Die Ordner schirmen das Geschehen mit Decken und Fahnen ab. Foto: Lobeca/Wolf Gebhardt

Hamburg – Der Hamburger SV hat am 24. Spieltag der Frauen-Bundesliga eine Heimniederlage hinnehmen müssen. Gegen den 1. FC Union Berlin unterlagen die Rothosen am Freitag mit 0:1 (0:0). Den Treffer des Tages erzielte Tysiak. Überschattet wurde die Partie von einem medizinischen Notfall um HSV-Verteidigerin Magou Doucoure nach dem Abpfiff.

Die 1. Halbzeit: Viele Chancen, kein Tor

Im Vergleich zum 1:0-Erfolg in Nürnberg veränderte Cheftrainer Rodolfo Cardoso seine Startelf auf drei Positionen: Croatto, Büchele und Hillebrand rückten in die Anfangsformation. Die Hamburgerinnen starteten engagiert, taten sich zunächst aber schwer, klare Chancen herauszuspielen. Nach rund einer Viertelstunde wurde der HSV erstmals gefährlich: Meyer kam nach einer Ecke zum Kopfball, anschließend blieb auch der Nachschuss von Hillebrand ohne Erfolg. Wenig später verhinderte Union-Torhüterin Bösl mit einem starken Reflex gegen Meyer (18.) den Rückstand. Auf der Gegenseite jubelten die Gäste in der 21. Minute kurzzeitig, doch der Treffer von Kamber wurde wegen eines Fouls aberkannt. Die größte Möglichkeit der ersten Halbzeit hatte der HSV in der 28. Minute: Ein Freistoß von Büchele prallte an den Innenpfosten, auch mehrere Nachschüsse fanden nicht den Weg ins Tor. Danach verflachte die Partie, sodass es torlos in die Pause ging.

Nach der Pause: Tysiak entscheidet die Partie

Nach dem Seitenwechsel hatten die Hamburgerinnen direkt die nächste gute Chance, als Hillebrand (51.) den Ball knapp am Pfosten vorbeisetzte. Im weiteren Verlauf übernahm Union mehr Kontrolle und kam durch Hipp (58.) zu einer Möglichkeit, die Paulick stark parierte. Kurz darauf fiel der entscheidende Treffer: Nach einem Abschluss von Hipp reagierte Tysiak (60.) im Strafraum am schnellsten und drückte den Ball zum 1:0 über die Linie. Der HSV versuchte in der Folge, zurückzukommen. Bartz (70.) traf per Freistoß die Latte, Linberg verfehlte das Tor nur knapp. In der Schlussphase hatte Kardesler (86.) die große Ausgleichschance, scheiterte jedoch am Pfosten. Auch in der Nachspielzeit blieb der Ausgleich aus.

Medizinischer Notfall nach Abpfiff

Nach dem Schlusspfiff rückte das Ergebnis in den Hintergrund. HSV-Verteidigerin Magou Doucoure brach auf dem Spielfeld zusammen und musste medizinisch versorgt werden. Beim Abtransport war die 25-Jährige wieder ansprechbar und stabil und wurde anschließend zur weiteren Untersuchung ins Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf gebracht.

HSV-Vorstand Eric Huwer sagte: „Wir sind alle immer noch geschockt angesichts dieses Vorfalls. In solchen Momenten merkt man, was am wichtigsten ist. Die Gesundheit der Spielerinnen ist das Einzige, was zählt – alles andere ist heute egal.“ Weiter erklärte er: „Die Kolleginnen und Kollegen haben sofort reagiert und alles Menschenmögliche getan. Wir sind erleichtert, dass die ersten Rückmeldungen vorsichtig positiv sind. Wir drücken alle Daumen, denken an Magou und hoffen, dass sie schnell wieder auf die Beine kommt.“

Sportlich eng

Es bleibt für die Rothosen in der Tabelle ein Zittern. Der Blick geht nun am Sonntag zur Partie SGS Essen gegen Bayer Leverkusen. Die Gastgeberinnen stehen nur drei Punkte hinter Hamburg. Zwei Spieltage folgen nach dem Wochenende noch.

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Der 24. Spieltag (1.–6.5.2026)

Hamburg – Berlin 0:1
Köln – Bremen (Sa., 13 Uhr)
Wolfsburg – Leipzig (15 Uhr)
Essen – Leverkusen (So., 14 Uhr)
Jena – Freiburg (16 Uhr)
Frankfurt – Nürnberg (Mo., 18 Uhr)
München – Hoffenheim (Mi., 18 Uhr)

Die Tabelle

1.FC Bayern München2386 : 867
2.VfL Wolfsburg2362 : 3349
3.Eintracht Frankfurt2357 : 3845
4.TSG Hoffenheim2345 : 2941
5.Bayer 04 Leverkusen2338 : 3240
6.SV Werder Bremen2332 : 3237
7.SC Freiburg2336 : 4030
8.1. FC Union Berlin2440 : 4530
9.1. FC Köln2328 : 3628
10.RB Leipzig2336 : 4227
11.1. FC Nürnberg2328 : 5419
12.Hamburger SV2425 : 5418
13.SGS Essen2321 : 5515
14.FC Carl Zeiss Jena2321 : 5711
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