HSV dreht in Frankfurt auf – Klassenerhalt am Sonntag schon perfekt?

Hamburger reagieren auf Rückstand und feiern wichtigen Auswärtssieg

Fabio Vieira (Hamburger SV). Foto: Fabio Vieira

Frankfurt – Der Hamburger SV hat im Abstiegskampf der Bundesliga ein wichtiges Ausrufezeichen gesetzt. Bei Eintracht Frankfurt drehten die Rothosen das Ergebnis einer umkämpften Partie und gewannen am Ende verdient mit 2:1 (0:0). Nach dem Schlusspfiff lagen sich die Spieler in den Armen – der Klassenerhalt ist damit zum Greifen nah. St. Pauli und Wolfsburg müssten die verbleibenden drei Saisonspiele gewinnen sowie das Torverhältnis aufholen. Am Sonntag könnte der HSV also bereits auf der Couch feiern.

Die 1. Halbzeit: HSV mit Vorteilen, aber ohne Tor

Die Gäste aus Hamburg kamen besser in die Partie und setzten früh erste Akzente. Bereits in der Anfangsphase wurde Vieira (5.) im Strafraum geblockt, wenig später hatte Glatzel (6.) eine gute Abschlusschance. Insgesamt war der HSV die aktivere Mannschaft, ohne jedoch zwingend zu werden. Die beste Möglichkeit der ersten Halbzeit gehörte ebenfalls den Rothosen: Vieira (26.) zog aus rund 20 Metern ab, traf jedoch nur die Oberkante der Latte. Frankfurt tat sich lange schwer, kam aber in der Schlussphase zu Chancen. Uzun (38., 39.) scheiterte zweimal an Heuer Fernandes, Burkardt (43.) setzte einen Kopfball knapp über das Tor. So ging es torlos in die Kabinen.

Nach der Pause: Grönbaek und Vieira sorgen für Jubel

Die zweite Halbzeit begann denkbar schlecht für die Hamburger. Nach einem Ballverlust schaltete Frankfurt schnell um und ging durch Can Uzun (48.) mit 1:0 in Führung. Doch der HSV reagierte stark: Nur drei Minuten später glich Albert Grönbaek (51.) nach Omaris Flanke zum 1:1 aus. Die Partie wurde nun offener, beide Teams suchten den Weg nach vorne. Hamburg nutzte seine Chancen konsequenter: Fabio Vieira (59.) traf nach einem präzisen Zuspiel von Grönbaek zur 2:1-Führung. In der Folge drängte Frankfurt auf den Ausgleich, doch der HSV verteidigte konzentriert. Uzun (93.) scheiterte mit einem Volley an Heuer Fernandes, weitere Angriffe der Eintracht verpufften. In der hitzigen Schlussphase sah Rasmus Kristensen noch die Gelb-Rote Karte in der zwölften Minute der Nachspielzeit, ehe der Schlusspfiff den umkämpften Auswärtssieg besiegelte. Der HSV belohnte sich damit für einen engagierten Auftritt und machte einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt.

„Es ist ein ganz besonderer Moment“

HSV-Trainer Merlin Polzin sagte auf der Pressekonferenz: „Es ist ein ganz besonderer Moment heute, nach sieben Jahren in der 2. Liga hier so wichtige Punkte zu holen. Ich bin als Trainer glücklich mit der Leistung der Mannschaft und dem Ergebnis. Wir hatten keinerlei Zweifel, dass wir hier bestehen können. Wenn man gegen Frankfurt nur verteidigt, wird es schwierig. Deshalb haben wir uns vorgenommen, viel über das Positionsspiel und Rotationsbewegungen zu kommen. Wir wollten den Ball auch unbedingt halten. Nach dem Ausfall von Miro Muheim und William Mikelbrencis wollten wir eine Lösung finden, die unserem Spiel guttut. So ist die Idee mit Albert Grönbaek zustande gekommen. Er hat es gut umgesetzt. Wir sind sehr glücklich, weil sich all die Trainingsarbeit in den letzten Wochen und Monaten bezahlt macht. Es sind die Momente, wenn du vor der Kurve stehst und siehst, wie sich die Jungs freuen. Jeder hat sein Päckchen zu tragen, aber setzt den HSV an die vorderste Stelle. Jetzt wollen wir uns gut vorbereiten, damit wir als Aufsteiger unseren Fans ein schönes letztes Heimspiel liefern können.“

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Der 32. Spieltag (2.–3.5.2026)

München – Heidenheim 3:3
Frankfurt – Hamburg 1:2
Bremen – Augsburg 1:3
Berlin – Köln 2:2
Hoffenheim – Stuttgart 3:3
Leverkusen – Leipzig
St. Pauli – Mainz (So., 15.30 Uhr)
Mönchengladbach – Dortmund (17.30 Uhr)
Freiburg – Wolfsburg (19.30 Uhr)

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