Gerettetes Stockelsdorf gastiert bei Lübeck 1876 – Schlutup muss dreifach punkten

Nachholspiele in der Kreisliga Südost

In der Kreisliga Südost stehen unter der Woche zwei Nachholspiele an. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Lübeck – In der Kreisliga Südost stehen in dieser Woche zwei Nachholspiele auf dem Programm. Dabei treffen zwei Mannschaften, die den Klassenerhalt mittlerweile sicher haben, auf Teams aus der oberen Tabellenhälfte. So gastiert der ATSV Stockelsdorf am heutigen Dienstagabend bei Lübeck 1876. Am Folgetag steigt im Kreis Stormarn das Duell zwischen dem VfL Rethwisch und dem TSV Schlutup, wo erneut drei Punkte für das Spitzenteam Pflicht sind.

Lübeck 1876 – ATSV Stockelsdorf (Di., 19.30 Uhr)

Lübeck 1876 hat sich in den vergangenen Wochen ziemlich schwergetan. Es gab nur einen Punkt aus vier Spielen, zudem 17 Gegentreffer aus drei Spielen. Am vergangenen Sonnabend rettete man sich tief in der Nachspielzeit einen Punkt, der aufgrund der zweiten Hälfte, wo man einen verbesserten Auftritt hinlegte, nicht unverdient war. So beendete man zumindest die Niederlagenserie. Dennoch steht die Mannschaft von Uwe Buchholz nur auf dem neunten Platz, was vor allem an insgesamt schon 13 verlorenen Spielen liegt. Dies sind zu viele für eine Mannschaft, die mit einer solch hohen individuellen Qualität gespickt ist. Zuletzt sah es personell sowieso sehr dürftig aus, so fehlten unter anderem Jonas Jacobsen und Norman Bierle. Beide sind wichtige Stützen im Team und auch auf der Torhüterposition musste oftmals improvisiert werden. Nun möchte man im Nachholspiel allerdings dieses Formtief hinter sich lassen und wieder dreifach punkten. Zu Gast an der Travemünder Allee ist eine Mannschaft, die im Jahr 2026 ebenfalls nicht so richtig in Fahrt kam, doch am vergangenen Wochenende ein Statement setzte.

Der ATSV Stockelsdorf reist an und somit der Tabellendreizehnte. Mit nur zwei Siegen aus elf Rückrundenspielen geriet die Mannschaft von Jan Mehlfeld noch einmal richtig ins Zittern, sodass die Abstiegsplätze immer näher rückten. Umso wichtiger war es, dass man im Kellerduell zuletzt die Nerven behielt. Der formstarke TSV Gudow war zu Gast und ging sogar früh in Führung. Stockelsdorf zeigte allerdings eine starke Moral und führte noch vor der Pause mit 4:1. Im zweiten Durchgang gab es direkt das zweite Gegentor, doch auch davon ließ man sich nicht aus dem Konzept bringen. Stattdessen schraubten sie das Ergebnis in die Höhe und gewannen mit 9:2. Es war ein Ausrufezeichen im Abstiegskampf, das gleichzeitig den Klassenerhalt bedeutete. Mit jeweils drei Toren waren Tjark Sölter und Ivan Dervejanko die beiden Unterschiedsspieler, sodass sich die individuelle Qualität Stodos durchsetzte. Nun soll nachgelegt werden, damit man eine insgesamt enttäuschende Saison zumindest noch auf dem zwölften Platz beenden kann. Rethwisch soll hinter sich gelassen werden, doch dazu braucht es den Dreier. Im Hinspiel zeigte Stockelsdorf eine starke Moral, kam spät zum Ausgleich, verlor jedoch durch einen Last-Minute-Elfmeter dann doch noch. Nun soll die Revanche gelingen.

Uwe Buchholz (Lübeck 1876): „Nachdem wir uns gegen Fortuna auf Grund einer guten kämpferischen zweiten Halbzeit einen Punkt sichern konnten, steht am Dienstag schon das Nachholspiel gegen Stodo an. Vielen Dank nochmal an Stockelsdorf für die unkomplizierte Verlegung. Mal schauen, was für eine Startelf wir diesmal präsentieren können.“

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VfB Lübeck

Jan Mehlfeld (ATSV Stockelsdorf): „Auch wenn wir jetzt durch sind, wollen wir die letzten Partien der Saison nochmal positiv gestalten und noch so viele Punkte wie möglich holen.“

VfL Rethwisch – TSV Schlutup (Mi., 20 Uhr)

Nur einen Sieg feierte der VfL Rethwisch im Jahr 2026. Man kommt nicht in Fahrt und musste beinahe nochmal richtig zittern. Nur drei Siege feierten die Stormarner in zwölf Rückrundenspielen, davon zwei noch vor dem Winter. Mit der 0:1-Niederlage gegen den VfL Vorwerk, wo man auf heimischem Platz eine lange doppelte Überzahl nicht nutzen konnte und sich letztlich geschlagen geben musste, erlebte die Elf vom Buchrader Weg vor zwei Wochen den Tiefpunkt in dieser Saison. Die Reaktion war eine 0:4-Niederlage gegen den Eichholzer SV II, wo man chancenlos war. Es läuft aktuell einfach nicht, dennoch ist das Punktepolster mit zehn Punkten Vorsprung auf den 14. Platz bei drei verbleibenden Spielen dick genug, damit man sich keine Sorgen mehr machen muss. Die Saison wird also nun austrudeln, dennoch möchte man zum Ende gerne nochmal das Gesicht zeigen, das ihnen diesen Vorsprung brachte. Es sollen nochmal Punkte her und dies am besten Mittwochabend. Dann spielt man allerdings nicht auf der heimischen Sportanlage, sondern weicht nach Siebenbäumen aus.

Dann kommt mit dem TSV Schlutup eine Mannschaft, die derzeit noch ein Ziel vor Augen hat. Der Aufstieg wurde in der gesamten Saison anvisiert, doch die Ausgangslage drei Spiele vor dem Ende spricht kaum noch für die Lübecker. Mit 60 Punkten steht Schlutup derzeit acht Zähler hinter Pansdorf II, die auf Platz zwei stehen. Mit einem Sieg im Nachholspiel würde dieser Rückstand zumindest auf fünf Punkte verkleinert werden, doch selbst dies wird nur noch schwer einzuholen sein. Ein Sieg ist daher Pflicht am Mittwochabend um 20 Uhr, denn sonst ist die Vizemeisterschaft sowie die Qualifizierung für die Aufstiegsrelegation entschieden. Die Aufgabe wird allerdings nicht einfach für Schlutup. Der VfL hat in dieser Saison schon oft genug gezeigt, dass sie vor allem auf dem heimischen Platz enorm schwer zu schlagen sind. Die Mannschaft vom Palinger Weg unterlag allerdings selbst auch erst einmal in der Fremde. Dies war beim Meister Reinfeld/Kronsforde. Zuletzt setzte sich die Mannschaft von Christian Clasen mit 4:1 in Kücknitz durch, wobei man nach der Pause sehr müde wirkte. Einzig Joker Alexander Lage, der im Sommer zum Ratzeburger SV wechselt, traf nochmal doppelt. Ansonsten war es ein Auftritt des Tabellendritten, der ausreichend war. Der Gegner konnte nach der frühen Führung kaum etwas entgegensetzen. In Rethwisch soll nun der zweite Sieg in Folge her. Bereits im Hinspiel gewann der TSV mit 6:0, unter anderem dank des dreifachen Mert Büyükdemir.

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