Später K.o. in Köln: HSV schon fast gerettet – Restrisiko bleibt

Essen wahrt vor dem letzten Spieltag die Chance auf den Klassenerhalt

Annaleen Böhler (Hamburger SV). Foto: Lobeca/Ines Hähnel

Köln – Bitterer Rückschlag für den Hamburger SV im Abstiegskampf der Frauen-Bundesliga. Die Mannschaft von Trainer Rodolfo Esteban Cardoso verlor am Sonnabend beim 1. FC Köln durch ein spätes Gegentor mit 1:2 (0:1) und verpasste damit den vorzeitigen Klassenerhalt. Gleichzeitig darf die SGS Essen weiter hoffen.

Die 1. Halbzeit: Spätes Gegentor entscheidet Partie

Die Gastgeberinnen waren über weite Strecken die aktivere Mannschaft und gingen nach 30 Minuten verdient in Führung. Nach einem Ballgewinn im Strafraum legte Stolze quer auf Lydia Andrade, die nur noch einschieben musste. Bereits zuvor hatte Köln gute Möglichkeiten ausgelassen. Andrade (24.) scheiterte nach einem langen Solo noch an HSV-Torhüterin Paulick, später setzte Bremer (39.) einen Abschluss aus kurzer Distanz über den Kasten. Der HSV hielt zunächst dagegen, kam offensiv aber nur selten gefährlich vor das Kölner Tor.

Nach der Pause: Böhler trifft zum Ausgleich

Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie lange zerfahren. Cardoso reagierte früh mit Wechseln und brachte unter anderem Büchele und Kardesler. In der 83. Minute fiel schließlich der Ausgleich: Eine Freistoßflanke von Büchele segelte bis an den zweiten Pfosten, wo Annaleen Böhler per Kopf zum 1:1 traf. Mit diesem Ergebnis wäre der HSV gerettet gewesen. Doch tief in der Nachspielzeit schlug Köln noch einmal zu. Bremer setzte sich auf der linken Seite durch und legte in die Mitte auf Dora Zeller (97.), die den Ball aus kurzer Distanz unter die Latte setzte.

Entscheidung vertagt

Damit bleibt der Abstiegskampf vor dem letzten Spieltag offen. Der HSV steht mit 18 Punkten weiterhin auf Rang zwölf, hat aber nur drei Zähler Vorsprung auf die SGS Essen.

Essen hatte bereits am Freitag mit 0:3 beim 1. FC Nürnberg verloren und bleibt bei 15 Punkten. Da die SGS am letzten Spieltag noch auf Freiburg trifft und der HSV zuhause gegen Bayern München antreten muss, ist rechnerisch weiter alles offen. Die Tordifferenz spricht allerdings für die Rothosen. Die liegt bei elf zu Gunsten der Hamburgerinnen.

Jena kann mit aktuell elf Punkten ebenfalls noch maximal auf 14 Zähler kommen und hat damit keine Chance mehr, den HSV einzuholen. Der direkte Abstiegsplatz 14 steht für Carl Zeiss damit bereits fest.

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Köln – Hamburg 2:1
Freiburg – Wolfsburg 2:4
München – Frankfurt 2:0
Bremen – Jena (So.)
Berlin – Hoffenheim
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Der 26. Spieltag (17.5.2026)

Essen – Freiburg (14 Uhr)
Frankfurt – Berlin
Hamburg – München
Hoffenheim – Leipzig
Jena – Köln
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