
Lübeck – Mit einem Wort: grandios! Storm FC hat bewiesen, dass man ein sehr gutes Event noch besser machen kann und nicht nur Handball beim VfL Lübeck-Schwartau die Hansehalle zur „Hansehölle“ werden lässt. Volle Halle, Mega-Stimmung, Blut, Schweiß und viel Adrenalin: Die Storm Fighting Championships Volume 2 am vergangenen Sonnabend waren ein voller Erfolg und dürften fast alles bisher Dagewesene an Kampfsportveranstaltungen in Lübeck in den Schatten stellen. Nur der K1-Europameistertitel von Heiko Reinhardt vor 15 Jahren suchte bisher seinesgleichen.
Heiko Reinhardt feiert doppelt
15 Kämpfe, keiner davon langweilig, ließen das Publikum mitfiebern. Direkt nach dem Einlass durfte Reinhardt wieder in die Ecke – dieses Mal allerdings nicht als Kämpfer, sondern als Trainer. Jesper Struß gab sein Heimdebüt vor einer bereits sehr gut gefüllten Halle. Lautstark unterstützt wurde er von rund 100 Fans des VfB Lübeck, die schon 2011 seinen Coach zum Titel supporteten. Eine Stimmung wie gegenüber im Stadion an der Lohmühle ließ das Event also stark starten. Reinhardts Schützling gewann schließlich nach Punkten gegen den Hamburger Paul Pahlke und machte seinem Coach ein tolles Geschenk zu dessen 45. Geburtstag vom Freitag zuvor. Da wurde auf jeden Fall gefeiert!
Wiechmann lässt Luka los
Die nächste Granate zündete Andreas Wiechmann, der Luka Gacanovic in den Ring ließ. Der Kämpfer von Combat Sports Lübeck zeigte eine bestechende Leistung gegen den übermotivierten Selim Khodja (Ummah Fight Club Hamburg), der es nicht über die volle Distanz schaffte. Der Lokalmatador blieb cool und schickte seinen Kontrahenten mit einem technischen K.o. auf den Ringboden. Gacanovic war ebenfalls mit einer großen Fanbase im Rücken vertreten, die ihren Mann zurecht bejubelte.
Bürgermeister und Stadt-Prominenz am Start
Auch die vielen anderen Kämpfe hielten, was sie versprachen: Hansehölle pur! Adrenalin lag in der Luft. Bürgermeister Jan Lindenau – Schirmherr der Veranstaltung – sowie viel Prominenz aus Politik und Stadtgeschehen waren ebenso begeistert wie die über 2.000 Fans. Das Highlight folgte kurz vor Mitternacht.
Lübecker kickt sich zum Titel
Zemaray Afzali betrat den Catwalk und kämpfte im Weltergewicht der International Kickboxing Federation (IKBF) gegen Suren Bejanyan aus Oppenheim. Der 24-jährige Lübecker, ebenfalls aus dem Wiechmann-Stall (Combat Sports), zeigte eine Klasse-Leistung. Der Fight ging über die vollen fünf Runden, und am Ende wurde Afzalis Traum wahr: Deutscher Meister!
„Ich wollte ein bisschen Show für die Leute“
„Jetzt zittern meine beiden Beine“, sagte der Lübecker danach gegenüber HL-SPORTS. Dabei lachte er glücklich und ließ sich mit seinen Sponsoren, Freunden und Fans fotografieren. Afzali wollte dem Publikum etwas bieten und sagte über sein Ausrutschen in der dritten Runde: „Mein Gegner wollte nicht arbeiten und ich wollte ein bisschen Show für die Leute machen. Ich habe ein bisschen mit ihm gespielt. Ich wollte fünf Runden bis zum Ende mit ihm kämpfen.“
Afzali will Europameister werden
Über die prall gefüllte Hansehalle sagte der neue Champion: „Das war ein geiles Publikum, einfach krass.“ Und die Party? Afzali: „Wenn meine Cousinen es erlauben, dann gehe ich.“ Der 24-Jährige verriet zudem: „Ich habe den Titel in Lübeck gewonnen, und als Nächstes will ich Europameister werden.“ Und das am liebsten wieder in seiner Heimatstadt.
Volume 3 kommt
Afzali ist also auf den Spuren von Reinhardt – im kommenden Jahr bei der dritten Auflage der Storm Fighting Championships. Dann sollte die Hansehalle definitiv bis zum letzten Platz gefüllt sein. Dieses Event hat es auf jeden Fall verdient.
Mehr zum Kampfsportevent des Jahres gibt es am Montagvormittag bei RADIO LÜBECK und natürlich bei HL-SPORTS.






