
Hamburg – Der Hamburger SV hat sein letztes Heimspiel der Bundesliga-Saison 2025/2026 gewonnen. Die bereits geretteten Rothosen setzten sich am Sonntag mit 3:2 (1:1) gegen den SC Freiburg durch. Die Gäste aus dem Breisgau, die unter der Woche erstmals das Finale der Europa League erreicht hatten, verpassten damit die vorzeitige Qualifikation für die Conference League.
Marktwert wird steigen
Vor 57.000 Zuschauern im Volksparkstadion war es zugleich eine Abschiedsparty, denn Luka Vuskovic wird den HSV mit angrenzend hoher Wahrscheinlichkeit verlassen. Die Leihe des Kroaten endet und sein Marktwert dürfte nach der Weltmeisterschaft auf mindestens 60 Millionen Euro wachsen. Tottenham Hotspur, wo der 19-Jährige unter Vertrag steht, wird ihn vermutlich nicht für nen Appel und nen Keks an der Elbe wohnen lassen. Bok, Luka! Bei vielen Fans flossen Tränen wegen des Publikumslieblings.
Die 1. Halbzeit: Jatta bringt HSV in Führung
Die Partie begann zunächst ohne große Höhepunkte. Freiburg presste früh, der HSV agierte aus einem tiefen Block heraus und versuchte kontrolliert aufzubauen. Nach 14 Minuten gingen die Hamburger in Führung. Stange setzte sich auf der rechten Seite durch, seine Hereingabe wurde unglücklich abgefälscht und landete bei Grönbaek. Der legte quer durch den Strafraum, Lokonga ließ clever durch und Balery Jatta schob vom rechten Fünfereck zum 1:0 ein. Die Antwort der Gäste ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Beste schickte Kübler auf rechts steil, dessen Flanke verwertete Igor Matanovic (16.) im Zentrum mit einem satten Abschluss zum 1:1. Danach entwickelte sich eine ausgeglichene Begegnung. Fabio Vieira traf mit einem Distanzschuss den rechten Pfosten (19.), auf der Gegenseite verzog Matanovic (39.) volley. Kurz vor der Pause kontrollierte der HSV zwar zunehmend das Spiel, klare Chancen blieben aber selten.
Nach der Pause: Vuskovic und Balde sorgen für Entscheidung
Nach dem Seitenwechsel wurde der HSV gefährlicher. Königsdörffer (32.) verpasste nach schöner Kombination knapp die erneute Führung. In der 64. Minute war es dann soweit: Luka Vuskovic (64.) verwandelte einen direkten Freistoß aus zentraler Position. Der Ball wurde dabei noch leicht abgefälscht und schlug unhaltbar zum 2:1 ein. Nur drei Minuten später legte der HSV nach. Nach einem Tiefenpass entwischte Fabio Balde (67.) der Freiburger Defensive, setzte sich gegen Matthias Ginter durch und traf aus elf Metern zum 3:1 ins kurze Eck. Die Gastgeber kontrollierten die Partie danach weitgehend, während Freiburg die Belastung der vergangenen Tage anzumerken war. Dennoch wurde es kurz vor Schluss noch einmal spannend. Nach einer Ecke von Vincenzo Grifo köpfte Igor Matanovic (87.) zum 2:3-Anschluss ein. In der Nachspielzeit vergab Philippe die große Chance zur Entscheidung, als er frei vor Noah Atubolu scheiterte. Wenig später war Schluss und der HSV durfte den gelungenen Heimabschluss feiern.
„Ich möchte Danke sagen“
Hamburgs Coach Merlin Polzin sagte auf der Pressekonferenz: „Es ist kein Geheimnis, dass einem die Freiburger mit ihrem Spiel alles abverlangen. Wie die Jungs das heute gelöst haben – gerade nach dem Erreichen des großen Ziels – ist aller Ehren wert. Wir haben dem Team vor dem Spiel klargemacht, dass nicht der erste Eindruck zählt, sondern dass sich die Menschen an den letzten erinnern werden. Deshalb war es uns ein großes Anliegen, ein gutes Spiel zu machen. Das haben die Jungs auf dem Platz und die Menschen im Stadion gemacht. Ich möchte Danke sagen an alle, die bis zum heutigen Spieltag unterstützt haben: in erster Linie Loic, weil wir es immer gemeinsam machen, und dann natürlich das gesamte Trainerteam und den Staff sowie die Mannschaft. Dazu kommen alle Personen auf der Geschäftsstelle rund um Eric und Claus, die alle dazu beigetragen haben, dass wir solche Momente wie heute erleben dürfen. Wir wünschen dem SC maximalen Erfolg. Sie spielen eine tolle Saison, im europäischen Wettbewerb herausragend. Wir drücken die Daumen, dass es am Ende etwas zu feiern gibt.“
Kiezlicker vor großem Finale
Der HSV hatte den Klassenerhalt schon vor der Partie sicher. Stadtrivale FC St. Pauli dagegen steht seit Sonntagabend auf dem letzten Tabellenplatz der Bundesliga. Es geht für die Kiezkicker in der kommenden Woche um alles. Der direkte Konkurrent VfL Wolfsburg kommt ans Millerntor. Zudem gewann der schon totgesagt 1. FC Heidenheim in Köln. St. Pauli und Heidenheim haben die gleiche Tordifferenz, die Wölfe haben sind drei Tore besser. Alle stehen bei 26 Punkten. Das Abstiegs-Finale am kommenden Sonnabend könnte nicht spannender sein. Der FCH hat es mit Mainz 05 zu tun.
Der 33. Spieltag (8.–10.5.2026)
Dortmund – Frankfurt 3:2
Leipzig – St. Pauli 2:1
Stuttgart – Leverkusen 3:1
Augsburg – Mönchengladbach 3:1
Hoffenheim – Bremen 1:0
Wolfsburg – München 0:1
Hamburg – Freiburg 3:2
Köln – Heidenheim 1:3
Mainz – Berlin 1:3
Die Tabelle
| 1. | FC Bayern München | 33 | 117 : 35 | 86 |
| 2. | Borussia Dortmund | 33 | 68 : 34 | 70 |
| 3. | RB Leipzig | 33 | 65 : 43 | 65 |
| 4. | VfB Stuttgart | 33 | 69 : 47 | 61 |
| 5. | TSG Hoffenheim | 33 | 65 : 48 | 61 |
| 6. | Bayer 04 Leverkusen | 33 | 67 : 46 | 58 |
| 7. | Sport-Club Freiburg | 33 | 47 : 56 | 44 |
| 8. | Eintracht Frankfurt | 33 | 59 : 63 | 43 |
| 9. | FC Augsburg | 33 | 45 : 57 | 43 |
| 10. | 1. FSV Mainz 05 | 33 | 42 : 53 | 37 |
| 11. | Hamburger SV | 33 | 39 : 53 | 37 |
| 12. | 1. FC Union Berlin | 33 | 40 : 58 | 36 |
| 13. | Bor. Mönchengladbach | 33 | 38 : 53 | 35 |
| 14. | 1. FC Köln | 33 | 48 : 58 | 32 |
| 15. | SV Werder Bremen | 33 | 37 : 58 | 32 |
| 16. | VfL Wolfsburg | 33 | 42 : 68 | 26 |
| 17. | 1. FC Heidenheim | 33 | 41 : 70 | 26 |
| 18. | FC St. Pauli | 33 | 28 : 57 | 26 |






