
Lübeck – Der Eichholzer SV hat nach der jahrelangen Dominanz des TSV Siems im Kreispokal zuletzt zwei Pokalsiege in Folge geholt und schielt in diesem Jahr auf das Triple. Als einziges Oberliga-Team in Lübeck war die Mannschaft von Hanifi Demir sicherlich der klare Favorit, der Weg ins Finale führte durch klare Siege von 9:0 über Landesligist SV Viktoria 08 und 6:0 über Kreisligist SG Dornbreite/Moisling. Im schwierigeren zweiten Oberliga-Jahr zeigte das Team auch weiterhin ihre Stärke, musste zuletzt ein wenig den Kontakt zur Spitzengruppe abreißen lassen. Rang 5 ist aber weiterhin ein hervorragendes Ergebnis. Vor allem das 27-Tore-Sturmduo Chiara-Sophie Silberstorff und Anna Josepha Nunold gilt es im Finale am morgigen Feiertag zu stoppen. Demir blickt aufs Spiel: „Als amtierender Pokalsieger geht man oft als Favorit ins Finale. Für uns ist wichtig, dass wir unsere Tugenden wieder auf den Platz bringen. Dementsprechend werden wir alles dafür tun, gemeinsam mit den Männern das Double zu holen und zwei Pokalsiege zu feiern.“
Kein Underdog im Finale
Erstmals in der Vereinsgeschichte steht der VfB Lübeck im Finale der Frauen. Im ersten eigenständigen Jahr erkämpfte sich die Mannschaft von Trainer Tino Spörk nach Siegen über Landesligist Fortuna St. Jürgen (5:4 nach Elfmeterschießen) und Kreisligist TSV Siems (9:0) ins Finale. Angesichts des Kaders kann man nicht von einem krassen Außenseiter reden. Der Neuling liefert sich als Tabellenführer der Kreisklasse A ein Fernduell mit der Reserve des Eichholzer SV um die Meisterschaft, hat derzeit 12 Treffer Vorsprung. Insbesondere Lisa Bergmann steuerte dabei 23 von 72 Treffern bei. Das letzte Mal, als ein Neuling den Kreispokal holte, war 2011, als die FSG United Lübeck im Finale den FC Dornbreite schlug. Gibt es in diesem Jahr einen neuen Titelträger? Dazu Vorstandsmitglied Tobias Redlich: „Wer uns in dieser Saison begleitet hat weiß, dass wir uns bestmöglich und akribisch auf dieses Spiel vorbereitet haben. Wir haben bereits bewiesen, dass wir gegen Teams aus höheren Ligen gewinnen können und wollen es nun noch einmal schaffen. Nach zwei starken Vize-Titeln in der Halle wollen wir diese Premierensaison mit dem Pokalsieg und nächste Woche dann noch mit der Meisterschaft krönen. Aber unabhängig vom Ausgang möchte ich betonen, dass ich jetzt schon unglaublich stolz auf unser Team bin und mich sehr auf die Zukunft freue. Wir haben viel vor und die Planungen für die neue Saison laufen bereits auf Hochtouren, aber nun gilt der volle Fokus dem Finale.“ Spörk ergänzt: „Wir freuen uns riesig auf das Kreispokal-Finale! Klar, der Eichholzer SV geht als Titelverteidiger und Oberligist als Favorit ins Spiel – das weiß jeder. Aber gerade im Pokal werden oft ganz eigene Geschichten geschrieben. Ich glaube fest daran, dass unsere Mädels alles geben und mit Leidenschaft kämpfen werden, um die große Pokal-Überraschung zu schaffen.“
Urich-Transfer sorgte für Missstimmung
Bereits Wochen im Voraus sorgte eine Personalie für Unruhe. Lea-Sophie Urich informierte den Eichholzer SV, dass sie zur kommenden Saison zum VfB Lübeck wechselt. Nach Informationen von HL-SPORTS besteht derzeit keine Einigkeit über eine Vereinsfreigabe. Urich ist bereits vorzeitig in Eichholz ausgeschieden. Für das Pokalfinale ist Urich jedenfalls für den VfB spielberechtigt, ebenso wie Ex-Siemserin Sophie Hagedorn, die nach ihrer Zeit in der Regionalliga in Henstedt-Ulzburg eine Pause eingelegt hat. Es könnte also auf uns neben dem Feld emotionaler werden, als es bei den letzten Finalspielen der Fall war. Darauf muss sich der Unparteiische, Niklas Breiling vom TSV Travemünde, einstellen. Mit über 14 Jahren bringt er ausreichend Erfahrung mit, pfeift aktuell in der Herren Kreisliga. Anstoß ist um 13.30 Uhr auf der Sportanlage Palinger Weg vom TSV Schlutup.






