„Da gibt es eine Kiste als Prämie“ – Saisonfinale in der Kreisliga

Wer gewinnt den Kampf um Platz 14?

Am Roten Hahn steigt das Derby zwischen Kücknitz und Travemünde. Foto: Niklas Runne
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Lübeck – Nun ist es soweit, der letzte Spieltag der Kreisliga Südost steht vor der Tür und es gibt noch die ein oder andere Entscheidung, die aussteht. Vor allem im Tabellenkeller herrscht große Spannung, denn drei Mannschaften schielen noch auf Platz 14, der durchaus zum Klassenerhalt reichen könnte. Dies bedeutet allerdings auch gleichzeitig, dass für zwei Teams definitiv am Sonnabend das Kapitel Kreisliga enden wird. Im oberen Tabellendrittel sind bereits die Plätze fast alle vergeben, dennoch hat der TSV Travemünde im direkten Duell die Chance, mit einem Derbysieg den Rivalen TSV Kücknitz zu überholen.

SG Reinfeld/Kronsforde – VfL Rethwisch (Sa., 12 Uhr)

Es gibt eine Ausnahme am 30. Spieltag, denn während sieben von acht Spielen parallel um 15 Uhr am Sonnabend stattfinden, rollt in Reinfeld bereits ab 12 Uhr der Ball. Der Meister bittet zum letzten Tanz in der Kreisliga, bevor es ab Sommer dann in die Verbandsliga geht und zu Gast ist der VfL Rethwisch. Somit kommt es noch einmal zum Stormarn-Duell, bei dem es sportlich für beide Mannschaften allerdings um kaum noch etwas geht. Reinfeld möchte sich nach zuletzt zwei sieglosen Spielen sicherlich mit einem Dreier verabschieden und vor allem auf dem heimischen Platz den Anhängern nochmal einen Grund zum Feiern geben, bevor man sich in die Sommerpause verabschiedet. Jakob Finnern, Co-Trainer der SG sagte zum Abschluss: „Im letzten Spiel dieser Saison wollen wir natürlich nochmal drei Punkte holen und so einen würdigen Saisonabschluss für diese tolle Saison hinlegen. Die Spiele gegen Rethwisch sind allerdings immer schwer, deshalb wissen wir, dass wir auch hier wieder Vollgas geben müssen.“ Der VfL Rethwisch, der sich in der Rückrunde schwertat und daher auf dem vorletzten Platz der Rückrundentabelle steht, möchte zum Abschluss gerne nochmal eine Überraschung landen, bevor Cheftrainer Malte Gerich das Zepter an den neuen Mann Till Knifka weitergibt. Gerich sagte vor dem letzten Spiel: „Letztes Spiel einer schwierigen Saison und wir wollen einfach nur Spaß machen. Wir spielen bei dem verdienten Meister der Liga, der sicherlich auch sein letztes Spiel der Saison gewinnen will.“

SV Azadi Lübeck II – TSV Eintracht Groß Grönau II (Sa., 15 Uhr)

Der SV Azadi Lübeck II war bereits am Donnerstagabend im Rahmen des Kreispokals der unteren Mannschaften gefordert. Gegen den absoluten Top-Favoriten 1.FC Phönix Lübeck II zeigte der Kreisligaaufsteiger einen ganz starken Auftritt. Mit mannschaftlicher Geschlossenheit und Kompaktheit war es ein ganz anderes Gesicht als in den jüngsten Wochen, das die Mannen vom Koggenweg zeigten. Die vielen sieglosen Spiele wurden komplett abgeschüttelt und so machte man es dem Oberligisten richtig schwer. Zwar gab es trotz 1:0-Führung eine knappe 1:2-Niederlage, doch der Ausgleich wäre aufgrund vieler Chancen hochverdient gewesen. Nun gilt der Blick allerdings dem Kreisligaalltag und mit dem TSV Eintracht Groß Grönau II gastiert eine Mannschaft, der man in dieser Saison nun bereits zum dritten Mal begegnet. In der Liga und im Pokal gab es jeweils Siege für Azadi, nun möchte die Eintracht eine enttäuschende Saison mit einem Erfolg beenden. Theoretisch gibt es dabei für Groß Grönau auch noch eine Chance, auf Platz 14 zu springen, doch das letztlich entscheidende Torverhältnis ist 20 Tore schlechter als das des TSV Gudow, sodass es nahezu unmöglich sein wird, die Lauenburger zu überholen. Dabei hätte man dies bereits am Mittwochabend im Nachholspiel tun können, doch nach einer guten ersten Hälfte gegen den direkten Konkurrenten, in der man sogar mit 1:0 führte, verlor die Mannschaft von Alexander Wollmer komplett den Faden und verlor am Ende verdient mit 1:4. Dies war die womöglich letzte Chance, sodass der Trainer selbst bereits nach dem Abpfiff gegenüber HL-SPORTS das Kapitel Kreisliga abhakte. Vor dem kommenden Spiel in Buntekuh sagt der Cheftrainer, der mit in die Kreisklasse A gehen wird: „Wir werden es natürlich vernünftig zu Ende spielen. Ich denke, für beide Mannschaften ist es jetzt ein bisschen Totentanz, Hauptsache 90 Minuten nochmal irgendwie Spaß haben.“

ATSV Stockelsdorf – SV Viktoria 08 (Sa., 15 Uhr)

Der ATSV Stockelsdorf und SV Viktoria 08 wurden beide vor der Saison deutlich höher in der Tabelle eingeschätzt, als sie nun diese beenden werden. Stockelsdorf musste bis vor wenigen Wochen noch zittern, bevor ein starker Schlussspurt den zwölften Tabellenplatz sicherte. Vier Siege in Serie bei 21 erzielten Toren zeigten nochmal, welch hohe Qualität im Kader der Mannschaft von Jan Mehlfeld steckt und was vielleicht sogar möglich gewesen wäre. Das Maximum rausgeholt hat man auch auf der Falkenwiese nicht. Platz acht ist die Realität vor dem letzten Spieltag und das große Manko in den vergangenen Monaten war klar die Konstanz. Diese fehlte, was sich auch in den vergangenen Wochen widerspiegelte. So zeigte man starke Auftritte gegen Travemünde, Breitenfelde und zuletzt Azadi II, die allesamt mit drei Punkten belohnt wurden, doch gleichzeitig gab es auch Spiele wie gegen Vorwerk oder Groß Grönau II, in denen man vermeintliche Pflichtaufgaben nicht erfüllte. Nun treffen die beiden Mannschaften zum Abschluss aufeinander. Die Heimelf kann dabei in der Tabelle weder klettern noch abrutschen, doch ist dennoch, wie der Trainer verriet, hochmotiviert: „Letztes Spiel der Saison, hier gilt es drum, einfach einen positiven Abschluss mit in die Pause zu nehmen und Spaß zu haben. Dafür werden wir am Samstag nochmal alles reinwerfen.“ Viktoria könnte mit dem siebtplatzierten Breitenfelde gleichziehen, doch das Torverhältnis spricht deutlich gegen die Lübecker. Ihr Trainer, Timur Akgün sagte: „Freuen uns sehr auf den letzten Spieltag, weil es das letzte Spiel ist.“

VfL Vorwerk – SG Breitenfelde/Mölln (Sa., 15 Uhr)

Der VfL Vorwerk muss am Sonnabend gewinnen, denn sonst endet das Kapitel Kreisliga. Durch den Sieg des TSV Gudow am Mittwochabend rutschte man auf den 15. Platz ab und steht nun enorm unter Druck. Ein Dreier ist Pflicht und gleichzeitig darf Gudow nicht in Eichholz punkten. Denn ein Zähler der Lauenburger würde schon dafür sorgen, dass Vorwerk nur noch in den Punkten gleichziehen kann, doch das Torverhältnis spricht deutlich gegen die Lübecker. Egal, was parallel an der Guerickestraße passiert, braucht es einen eigenen Dreier. Der Gegner ist die SG Breitenfelde/Mölln, die als Tabellensiebter klarer Favorit ist. In dieser Saison haben sich die Lauenburger als ein enorm unbequemer Gegner präsentiert, der es schaffte, selbst die Spitzenteams vor große Herausforderungen zu stellen. Gegen die Kellerkinder sah es allerdings etwas anders aus, denn dort mühte man sich durchaus. So lag man gegen Groß Grönau II mehrfach zurück und gegen Gudow gab es nur ein Remis. Hoffnung macht Vorwerk auch die aktuelle Form der Lauenburger, denn die SG holte nur zwei Siege aus sieben Spielen. Zuletzt sah es zudem personell überhaupt nicht gut aus. Das Saisonende kommt der Mannschaft von Arne Riewe daher nun durchaus entgegen: „Auf geht’s ins letzte Saisonspiel. Stark dezimiert aus verschiedensten Gründen geht es nach Vorwerk, für die es noch um alles geht. Dementsprechend erwarte ich eine hungrige und kampfbetonte Partie.“

Eichholzer SV II – TSV Gudow (Sa., 15 Uhr)

Der TSV Gudow hat im Kampf um Platz 14 seit dem vergangenen Mittwoch die beste Ausgangslage der drei Kellerteams. Ein 4:1-Sieg gegen Groß Grönau II ließ die Lauenburger in der Tabelle klettern und den VfL Vorwerk überholen. Somit reicht ein Punkt, um den Platz zu sichern, denn das Torverhältnis spricht klar für Gudow. Mit dem Eichholzer SV II wartet allerdings ein Gegner, der einen Lauf hat. Nach der Winterpause verlor der Aufsteiger noch kein einziges Spiel und ist daher seit mittlerweile 14 Spielen ungeschlagen. Trainer Stephan Lindhoff sagt vor dem Spiel: „Letztes Heimspiel diese Saison am Pöbelberg. Wir wollen uns bei unseren treuen Fans am Samstag im besten Fall mit einem Heimsieg verabschieden. Für Gudow geht es nach dem Sieg am Mittwochabend um alles. Der Klassenerhalt ist zum Greifen nah. Hut ab vor der Leistung des TSV in den letzten Spielen. Wir wollen und werden jedoch nichts verschenken. Es werden leider ein paar wichtige Spieler nicht dabei sein können, trotzdem wissen wir, um was es in dem Spiel geht. Wir wollen die Saison mit 15 ungeschlagenen Spielen abschließen. Ich kann jetzt schon gar nicht in Worte fassen, wie stolz ich auf die Mannschaft für die gezeigten Leistungen diese Saison bin. Eine echte Einheit auf und neben dem Platz, wo sich jeder einzelne Woche für Woche reinhängt. Danke schonmal an meine Mannschaft für eine unglaubliche Saison.“

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Die Ausgangslage spricht trotz einer starken Rückrunde und zuletzt zwei Siegen am Stück des TSV Gudow klar für Eichholz. Dennoch glaubt man am Segrahner Berg an die Überraschung: „Wir haben auch einen Punkt in Gudow geholt“, macht Trainer Marcel Schaper Mut, denn dies war damals der erste überhaupt in dieser Saison. „Wir haben es in der eigenen Hand, alle anderen müssen gewinnen. Groß Grönau ist mit dem 1:4 am Mittwoch raus, weil sie uns mit dem Torverhältnis nicht mehr holen werden. Breitenfelde fährt nach Vorwerk und da gibt es eine Kiste als Prämie für Breitenfelde und dann gucken wir mal, was am Ende rauskommt“, sagt der Cheftrainer über die Ausgangslage vor dem letzten Spiel. Gelingt dem TSV am Pöbelberg erneut die Leidenschaft und Geschlossenheit aus den letzten Wochen, dann könnte es bei der Landesliga-Reserve durchaus etwas Zählbares geben.

TSV Kücknitz – TSV Travemünde (Sa., 15 Uhr)

Am Roten Hahn kommt es nochmal zu einem ganz besonderen Saisonfinale. Das Derby gegen den TSV Travemünde steht an und auch wenn es sportlich um nicht mehr allzu viel geht, sind beide Teams heiß. Der TSV Kücknitz möchte sich im oberen Tabellendrittel halten, denn im schlechtesten Fall könnte man noch bis auf Platz sieben abrutschen. Das Hinspiel an der Ivendorfer Landstraße zeigte zudem bereits, welchen Wert dieses Duell hat, sodass es keineswegs ein letztes Saisonspiel wird, in dem die Spielzeit nur gemütlich ausgetrudelt wird. Damals gewann Kücknitz mit 3:1 und fügte den Monte-Kickern die erste Heimniederlage zu. Die Sportanlage war gut besucht, beide Fanlager unterstützten ihr Team lautstark und machten sich auch optisch bemerkbar. Auf dem Platz ging es ebenfalls ganz heiß her, sodass es elf Gelbe und zwei Gelb-Rote Karten gab. Vor dem Rückspiel sagt Oliver Krause, Co-Trainer der Kücknitzer „Am Samstag haben wir unsere Freunde und Nachbarn vom TSV Travemünde zu Gast am Roten Hahn. Wir wollen unbedingt vor Travemünde bleiben und eine gute Saison mit einem Sieg beenden. Denke aber auch das Travemünde das gleiche Ziel hat und so wird das Derby noch einmal spannend werden. Unsere Fangemeinde wird wieder alles geben und gemeinsam hoffentlich die drei Punkte am Roten Hahn behalten „Auf geht’s Kücknitzer Jungs“ Der TSV Travemünde ist nach den vergangenen Wochen leicht favorisiert, denn die Monte-Kicker holten 13 von 15 Punkten und erzielten dabei sogar 22 Tore. Der Gegner gewann nur zwei der vergangenen sechs Partien, doch das Programm hatte es auch in sich. Spannung ist am Sonnabend garantiert und die Gäste sind hochmotiviert. Torwart Robin Fehrs sagte: „Wir schauen auf jeden Fall mit großer Spannung auf das Spiel am Sonnabend, denn wir haben einiges gutzumachen. Wir können tatsächlich Kücknitz mit einem Sieg überholen und werden alles daran setzen, um das dann auch zu tun.“

Lübeck 1876 – TSV Schlutup (Sa., 15 Uhr)

An der Travemünder Allee geht es um nicht mehr viel am Sonnabend. Seit dem vergangenen Wochenende steht bereits fest, dass der TSV Schlutup den zweiten Platz nicht mehr erreichen kann und in ein weiteres Kreisliga-Jahr gehen wird. Dementsprechend gilt es, die Saison noch einmal mit einem Sieg zu beenden, bevor es ab Sommer dann einen neuen Anlauf gibt. Christian Clasen sagt: „Letzter Spieltag, es geht um die goldene Ananas. Wir reisen mit einem sehr dezimierten Kader zu 76. Zehn Spieler werden beim Spiel nicht dabei sein können. Trotzdem wollen wir versuchen, uns für das Hinspiel zu revanchieren.“ Dort verlor Schlutup trotz 2:0-Führung mit 2:4 und verlor den zweiten Platz aus den Augen. Lübeck 1876 hat seitdem allerdings kaum etwas Zählbares einfahren können. Nur ein Punkt aus sechs Spielen sowie 26 Gegentreffer war die Ausbeute aus den vergangenen Wochen. Daher möchte die Mannschaft von Uwe Buchholz die Saison unbedingt mit einem Sieg beenden.

SV Fortuna St. Jürgen – TSV Pansdorf II (Sa., 15 Uhr)

Am Kalkbrenner möchte der SV Fortuna St. Jürgen seine Heimsaison noch einmal mit einem Ausrufezeichen beenden. Der Vizemeister TSV Pansdorf II ist zu Gast und diesen möchte man ärgern. Im Hinspiel machte man es diesem bereits enorm schwer, sodass man durchaus eine Chance sieht, auch wenn die Ostholsteiner nun schon seit 17 Spielen ungeschlagen sind und überhaupt nur zweimal verloren. Die Favoritenrolle ist also klar, doch St. Jürgen hat es bereits einigen Top-Teams richtig schwer gemacht. Nikolay Frech sagte vor dem Spiel gegen den feststehenden Vizemeister: „Am Samstag treffen wir im letzten Spiel dieser Saison auf die Reserve von Pansdorf. Das Hinspiel war sehr umkämpft und die Niederlage hatte einen faden Beigeschmack. Pansdorf hat ein sehr intaktes Team und steht verdient auf dem zweiten Platz, trotz dessen wollen wir das letzte Heimspiel natürlich gewinnen.“ Die drei Punkte möchte auch die Mannschaft von Steven Tion haben, denn mit einem positiven Gefühl zum Abschluss soll es in die Aufstiegsspiele gehen. Der Coach sagte vor dem Spiel: „Letztes Spiel der regulären Saison, für uns gilt es, die Abläufe nochmal zu verbessern. Auch wenn das Spiel sportlich eine untergeordnete Rolle hat, so wollen wir unsere Serie nicht reißen lassen und unseren Drive für das Pokalfinale und die Aufstiegsspiele aufrechterhalten und verbessern. Wir wollen unbedingt punkten zum Abschluss, wohl wissend, was Fortuna für ein starker Gegner ist.“

Der 30. Spieltag

SG Reinfeld/Kronsforde – VfL Rethwisch (Sa. 12 Uhr)
SV Azadi II – Groß Grönau II (15 Uhr)
ATSV Stockelsdorf – SV Viktoria 08
VfL Vorwerk – SG Breitenfelde/Mölln
Eichholzer SV II – TSV Gudow
TSV Kücknitz – TSV Travemünde
Lüebck 1876 – TSV Schlutup
Fortuna St. Jürgen – TSV Pansdorf

1.Reinfeld/​Kronsforde29113 : 3876
2.TSV Pansdorf II2976 : 2571
3.TSV Schlutup29103 : 4864
4.Eichholzer SV II2993 : 5158
5.TSV Kücknitz2982 : 6749
6.TSV Travemünde2968 : 4248
7.Breitenfelde/​Mölln2979 : 5046
8.SV Viktoria2965 : 7343
9.Lübeck 18762964 : 7738
10.SV Azadi Lübeck II2983 : 8435
11.SV Fortuna St. Jürgen2960 : 6135
12.ATSV Stockelsdorf2983 : 9731
13.VfL Rethwisch2946 : 8224
14.TSV Gudow2934 : 9116
15.VfL Vorwerk2934 : 12014
16.Groß Grönau II2943 : 12013


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