Grandioser Endspurt der HSG Ostsee reicht nicht zum Klassenerhalt

Neustart in Regionalliga mit Ziel des sofortigen Wiederaufstiegs

HSG Ostsee verabschiedet sich von den treuen Fans
Foto: Daniel Haase-rabbit Photography
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Neustadt i.H. – In der 3. Liga Nord-Ost der Männer hat die HSG Ostsee Neustadt/Grömitz im Endspurt der Liga nicht mehr die notwendigen Punkte zum Klassenerhalt auf die Habenseite bringen können. Somit verabschiedete sich die Mannschaft nach acht Jahren in die Regionalliga Hamburg-Schleswig/Holstein und will dort den Anlauf zum direkten Wiederaufstieg starten. Neben der HSG (15:45 Punkte) traten die Sportfreunde Söhre von 1947 (14:46) und die Zweite des SC DHfK Leipzig (9:51) ebenfalls den Weg in die Regionalliga an.

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Am Ende reicht es für die HSG Ostsee nicht zum Klassenerhalt

Für die HSG Ostsee Neustadt/Grömitz begann die Saison nicht optimal, so lag die Mannschaft von Trainer Mirko Spieckermann mit 1:5 Punkten hinten. Dem unbequemen Landesderby beim TSV Altenholz (19:25) folgten gleich noch zwei neue Gesichter der Liga mit den Sportfreunden Söhre von 1947 (35:35) und EHV Aue (25:31). In den nächsten drei Heimspielen gab es zwei Siege gegen DHK Flensborg (38:31) und den SV DHfK Leipzig II (39:33). Dazwischen die Niederlagen gegen SC Magdeburg II (22:28) und HG Hamburg-Barmbek (33:39), was sich mit 5:9 Punkten und Platz 11 in der Tabelle noch vielversprechend ansah.
Es folge eine Durststrecke mit sechs Niederlagen und nur einer Punkteteilung beim 40:40 beim Oranienburger HC, bevor es mit dem 31:28 gegen die HSG Eider Harde mit 8:22 Punkten auf Platz 13, dem ersten Nichtabstiegsplatz, in die Weihnachtspause ging. Allerdings war die HSG zu diesem Zeitpunkt mit den beiden hinter ihnen liegenden Mannschaften, dem SF Söhre von 1947 und dem Oranienburger HC, punktgleich.
Das neue Jahr begann mit sechs Niederlagen in Folge und dem damit verbundenen Abrutschen auf den vorletzten Tabellenplatz. Nach dieser Niederlagenserie machte Trainer Spieckermann seinen Platz auf der Trainerbank frei und der bisherige Co-Trainer Finn Meiners fungierte als Cheftrainer. Nach dieser Maßnahme bäumte sich die Mannschaft auf, zeigte ein anderes Gesicht und brachte vier Punkte gegen die direkten Mitkonkurrenten um den Klassenerhalt, den SC DHfK Leipzig II (38:36) und den SV Plauen-Oberlosa (32:28), auf die Habenseite. Dieses hatte den Sprung auf den ersten Nichtsabstiegsplatz mit 12:34 Punkten zur Folge. Es folgten weitere 3:3 Punkte, was bei 15:37 Punkten weiterhin den Nichtabstiegsplatz bedeutete.
Als nächstes stand das Schicksalsspiel zuhause gegen den Oranienburger HC, der lediglich einen Punkt hinter HSG Ostsee rangierte, auf dem Plan. Im Hinspiel trennten sich beide Teams unentschieden, somit war dieses nicht nur ein Vier-Punkte-Spiel, sondern entschied gleichzeitig über den direkten Vergleich, der bei Punktgleichheit den Vorteil erbrachte. Mit der 25:27-Heimniederlage ging beides daneben. Nicht nur die zwei Punkte waren futsch, auch der direkte Vergleich. Statt den Vorsprung auf drei Punkte auszubauen, gab es den Rückschlag und einen Punkt Rückstand auf den direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt. Da nur noch drei schwerer Spiele gegen den Vizemeister Braunschweig sowie den HC Eintracht Hildesheim und die HSG Eider Harde aus der oberen Tabellenhälfte auf dem Programm standen, war der Klassenerhalt in fast unerreichbare Ferne gerückt. So stand bereits nach dem vorletzten Spieltag und der 26:39-Heimniederlage gegen den HC Eintracht Hildesheim fest, dass der Abstieg in die Regionalliga, nach acht Jahren 3. Liga, nicht mehr zu verhindern war.
Trotzdem richtete sich der Blick bereits wieder nach vorne. Intern setzten sich die Verantwortlichen bereits sehr frühzeitig damit auseinander und gehen somit selbstbewusst in die kommende Spielzeit, mit dem klaren Ziel des direkten Wiederaufstiegs. Allerdings muss die HSG Ostsee Neustadt/Grömitz in der neuen Spielzeit unter ganz anderen Voraussetzungen in der Regionalliga antreten. Waren sie in der 3. Liga der Underdog, der Jahr für Jahr um den Klassenerhalt kämpfte, wird die HSG Ostsee sicherlich zum Top-Favoriten auf die Meisterschaft in der Regionalliga zum Gejagten.

Geschäftsführer Johann Plate, der den direkten Wiederaufstieg fest im Blick hat, zeigte sich zuversichtlich. „Auf dieses Szenario waren wir jedoch vorbereitet und haben frühzeitig die Weichen gestellt. Wir verfügen über zahlreiche Spieler mit hoher Qualität, die sich zu 100 Prozent mit dem Verein identifizieren und nun gemeinsam den Wiederaufstieg anstreben. Für uns ist klar: Wir sind bereit für die kommende Saison – und das nicht zuletzt dank unserer zahlreichen Sponsoren, die zum großen Teil den eingeschlagenen Weg mitgehen und uns auch in der Regionalliga die Treue halten.“

Alle Spiele der HSG Ostsee N/G

Hinrunde   
Heim GastErgebnis
TSV AltenholzHSG Ostsee N/G25:19
HSG Ostsee N/GSF Söhre von 194735:35
EHV AueHSG Ostsee N/G31:25
HSG Ostsee N/GDHK Flensborg38:31
HSG Ostsee N/GSC Magdeburg II22:28
HG HH-BarmbekHSG Ostsee N/G39:33
HSG Ostsee N/GSC DHfK Leipzig II39:33
SV Plauen-OberlosaHSG Ostsee N/G34:31
HSG Ostsee N/GFüchse Berlin II29:30
HC Empor RostockHSG Ostsee N/G43:30
HSG Ostsee N/GStralsunder HV34:37
Oranienburger HCHSG Ostsee N/G40:40
HSG Ostsee N/GMTV Braunschweig31:35
HC Eintr. Hildesh.HSG Ostsee N/G38:28
HSG Ostsee N/GHSG Eider Harde31:28
Rückrunde   
SF Söhre von 1947HSG Ostsee N/G37:30
HSG Ostsee N/GEHV Aue31:43
DHK FlensborgHSG Ostsee N/G37:33
SC Magdeburg IIHSG Ostsee N/G40:35
HSG Ostsee N/GTSV Altenholz25:30
HSG Ostsee N/GHG HH-Barmbek28:34
SC DHfK Leipzig IIHSG Ostsee N/G36:38
HSG Ostsee N/GSV Plauen-Oberlosa32:28
Füchse Berlin IIHSG Ostsee N/G34:31
HSG Ostsee N/GHC Empor Rostock33:33
Stralsunder HVHSG Ostsee N/G31:32
HSG Ostsee N/GOranienburger HC25:27
MTV BraunschweigHSG Ostsee N/G34:32
HSG Ostsee N/GHC Eintr. Hildesh.26:39
HSG Eider HardeHSG Ostsee N/G39:30

Die Abschlusstabelle der 3. Liga Nord-Ost

1EHV Aue49:111032:857 175
2MTV Braunschweig47:13976:851 125
3Füchse Berlin II46:14982:903 79
4TSV Altenholz44:16931:864 67
5HC Eintr. Hildesh.43:171005:843 162
6HC Empor Rostock40:20951:882 69
7SC Magdeburg II35:251050:999 51
8HSG Eider Harde31:29957:940 17
9Stralsunder HV27:33938:955 -17
10DHK Flensborg22:38948:1017 -69
11HG HH-Barmbek21:39905:1022 -117
12Oranienburger HC19:41842:944 -102
13SV Plauen-Oberlosa18:42928:1008 -80
14HSG Ostsee N/G15:45926:1029 -103
15SF Söhre von 194714:46882:984 -102
16SC DHfK Leipzig II9:51931:1086 -155

Bildquellen

  • HSG Ostsee: Daniel Haase-rabbit Photography
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