„Ein bitterer Moment“ für den FC St. Pauli – Kapitän „am Boden zerstört“

Irvine bleibt ein weiteres Jahr

Jackson Irvine (FC St. Pauli) geht nach dem Abpfiff unter Tränen in die Kabine. Foto: Lobeca/Cedric Siefker

Hamburg – Am heutigen Nachmittag endete die Bundesliga-Reise des FC St. Pauli. Eine 1:3-Niederlage gegen den VfL Wolfsburg besiegelte den Abstieg in die zweite Liga. Entsprechend enttäuschten zeigten sich Spieler und Trainer nach der Begegnung.

„Wäre ein ganz anderes Gefühl gewesen“

„Es ist schwierig, das Geschehene in Worte zu fassen. Das Spiel steht sinnbildlich für die ganze Saison, mit Ups und Downs. Wir hatten das Momentum nicht auf unserer Seite. Was die Gegentore anbelangt, haben wir schlecht verteidigt. Wir hatten Chancen und wenn wir vor der Pause das 1:1 machen, dann brennt hier die Hütte und dann wäre es, zusätzlich zur Information, dass Mainz mit 2:0 in Heidenheim führt, ein ganz anderes Gefühl gewesen, mit dem die Mannschaft in die Kabine geht“, stellte Cheftrainer Alexander Blessin klar.

„Habe eine andere Meinung“

„Du kommst dann wieder raus und erzielst den Ausgleich und wir waren gut drin. Es ist mühselig, darüber zu reden, ob es vor dem 1:2 ein Foul war oder nicht. Es wurde nicht als Foul gewertet, was man akzeptieren muss. Ich habe eine andere Meinung, wenn der Torwart gestört wird und ein Arm geblockt wird. Das hat uns in dem Moment gekillt. Danach war es schwierig, wir wussten, dass wir zwei Tore erzielen müssen. Wir haben alles reingeworfen, auch mit vielen langen Bällen und den zweiten Bällen“, so der Coach.

Für Blessin gehört zur Wahrheit allerdings dazu: „Am Ende muss man ehrlich sein: Wenn man am 34. Spieltag auf dem Platz steht, dann ist es so und dann muss man das akzeptieren. Die Fans tun mir sehr leid. Es tut weh, ich bin wahnsinnig enttäuscht. Es hat extrem viel Energie gekostet. Die Mannschaft hat heute alles versucht. Wir müssen es akzeptieren, das Leben geht trotzdem weiter. Es ist ein bitterer Moment für den Club und für uns.“

„Ich werde bleiben“

Kapitän Jackson Irvine zeigte sich nach Abpfiff „wirklich am Boden zerstört, dass unsere Bundesliga-Reise vorbei ist. Mit allen, die bleiben werden, werden wir hart arbeiten, um zurück zu diesem Level zu kommen. Mein Vertrag läuft noch ein Jahr, ich werde bleiben. Hier ist mein Zuhause, der Club ist etwas ganz Besonderes für mich. Wir können uns so glücklich schätzen, solche Fans zu haben, die uns trotz des Abstiegs überragend unterstützt haben. Das ist außergewöhnlich. Sie haben uns so viel Energie gegeben und uns immer gepusht. Es tut mir leid, dass wir nicht geliefert haben. Das heutige Spiel hat nicht über das Ende der Saison entschieden. Wenn du nach 34 Spieltagen da stehst, wo du stehst, dann hast du es verdient. 26 Punkte waren einfach nicht genug, um in dieser Liga zu bleiben. In den entscheidenden Momenten haben wir es nicht geschafft abzuliefern. Wir Spieler müssen dafür die Verantwortung übernehmen.“

Der 34. Spieltag

St. Pauli – Wolfsburg 1:3
Heidenheim – Mainz 0:2
Frankfurt – Stuttgart 2:2
Freiburg – Leipzig 4:1
Bremen – Dortmund 0:2
M.Gladbach – Hoffenheim 4:0
Union – Augsburg 4:0
Bayern – Köln 5:1
Leverkusen – Hamburg 1:1

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Die Tabelle

1.FC Bayern München34122 : 3689
2.Borussia Dortmund3470 : 3473
3.RB Leipzig3466 : 4765
4.VfB Stuttgart3471 : 4864
5.TSG Hoffenheim3465 : 5261
6.Bayer 04 Leverkusen3468 : 4759
7.Sport-Club Freiburg3451 : 5747
8.Eintracht Frankfurt3460 : 6543
9.FC Augsburg3445 : 6143
10.1. FSV Mainz 053444 : 5340
11.1. FC Union Berlin3444 : 5839
12.Borussia Mönchengladbach3442 : 5338
13.Hamburger SV3440 : 5438
14.1. FC Köln3449 : 6332
15.SV Werder Bremen3437 : 6032
16.VfL Wolfsburg3445 : 6929
17.1. FC Heidenheim 18463441 : 7226
18.FC St. Pauli3429 : 6026

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