Entscheidung im Tabellenkeller: TSV Gudow sichert Platz 14 – Lübecker steigen ab

Meister verabschiedet sich mit 10:2-Sieg aus der Kreisliga

Der TSV Gudow sichert sich Platz 14. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Lübeck – Die Saison in der Kreisliga Südost ist nun vorbei und die letzten Entscheidungen sind gefallen. Somit steht fest, wer den Gang in die Kreisklasse A antreten muss und wer sich in der Liga hält. Zudem gab es zahlreiche Tore, sodass nochmal einiges geboten wurde.

SG Reinfeld/Kronsforde – VfL Rethwisch 10:2 (4:0)

Ein letzter Tanz stand für die SG Reinfeld/Kronsforde in der Kreisliga Südost noch an, bevor man nach der Sommerpause den Gang in die Verbandsliga macht. Dementsprechend sollte es nochmal drei Punkte geben, auch damit man die zwei sieglosen Spiele in Folge vergessen lässt und mit einem noch positiveren Gefühl in die Saison geht. Zu Gast war der VfL Rethwisch, sodass es das Stormarn-Duell war, das zum Abschluss nochmal stieg. Personell setzte der Meister auf eine stark besetzte Elf inklusive Spielern, die in dieser Saison eher in der Rolle des Jokers oder aber Reservisten fungierten. Man wollte also nichts herschenken und führte bereits nach knapp 20 Minuten mit 3:0. Dennis Lie (12.), Luis Mickeleit (17.) und Mike Stringe (21.) machten früh alles klar. Rethwisch, bei denen es nach dem Winter eher dürftig lief, konnte der besten Offensive der Liga wenig entgegensetzen, sodass es zur Pause bereits 4:0 stand. Bengt Schulz (35.) legte nach. Im zweiten Durchgang machte die SG munter weiter, sodass es deutlich wurde. Stringe, Horn und Mickeleit erhöhten auf 7:0, sodass es eine echte Klatsche für den VfL wurde. Joker Cornelsen setzte mit einem Doppelpack zum 9:0 sogar noch einen drauf. Rethwisch kam kurz darauf allerdings durch Sebastian Puskeiler (87.) und Jonas Klaus (89.) zum 2:9, bevor es der eingewechselte Silviu-Gabriel Madsen (90.) zweistellig machte. Somit endete die Partie mit 10:2 und es hätten insgesamt noch einige Treffer mehr fallen können. Reinfeld haderte mit der Chancenverwertung, denn es wurden noch einige Möglichkeiten liegen gelassen. Dies sollte am Ende allerdings keinen großen Stellenwert mehr haben, denn der Saisonabschluss stand vor allem im Zeichen des Abschieds. Beide Mannschaften verabschiedeten Spieler, dabei trafen einige davon sogar nochmal.

Jakob Finnern (Reinfeld/Kronsforde): „Wir haben heute gegen Rethwisch zum letzten Mal in dieser Saison in der Kreisliga antreten dürfen. Wir gewinnen verdient und nehmen die Punkte noch einmal gerne mit. Viel entscheidender waren die emotionalen Momente, so standen vier Spieler ein letztes Mal für uns auf dem Platz, umso schöner, dass drei davon nochmal treffen konnten. Wir bedanken uns bei euch und freuen uns, euch regelmäßig weiterhin auf dem Sportplatz sehen zu dürfen. Vielen Dank und alles Gute an Bengt Schulz, Mike Stringe, Nick Gruner und Silviu Madsen.“

Malte Gerich (VfL Rethwisch): „Glückwunsch an Reinfeld zur Meisterschaft. Mehr als verdient steigen sie diese Saison auf. Das Ergebnis spielt heute absolut keine Rolle, keiner hat sich verletzt und Pussy hat noch ein Tor zum Abschied geschossen. Wir wünschen Reinfeld viel Erfolg in der Verbandsliga und sagen vielen Dank für die Kiste Bier.“

SV Azadi Lübeck II – TSV Eintracht Groß Grönau II 3:4 (0:2)

Am Koggenweg ging es um nicht mehr viel. Während der SV Azadi Lübeck II, für den es seit Wochen schon sportlich weder Ambitionen nach oben noch Abstiegssorgen gab, zuletzt wenig Grund zum Jubeln hatte, stieg der TSV Eintracht Groß Grönau II bereits mit einem Bein ab. Die Niederlage im Nachholspiel gegen Gudow sorgte dafür, dass nur noch eine theoretische Chance auf den Verbleib in der Kreisliga vor dem Endspurt bleiben sollte, doch dazu musste gewonnen und ein deutlicher Tor-Rückstand aufgeholt werden. Daher nahm man bereits am Mittwochabend den Abstieg hin und ging völlig befreit ins Finale der Saison. Dort zeigte die Eintracht ein ähnliches Bild wie in den ersten 30 Minuten gegen Gudow, als man eine gute Leistung bot. Kilian Gretzinger (10.) und Yannek Mut (21.) sorgten für die 2:0-Pausenführung des vor dem Spiel Tabellenletzten. Luca Bartilla (61.) erhöhte auf 3:0, doch erneut verlor die Eintracht den Faden. Binnen zehn Minuten holte Azadi auf, sodass Karwan Rashid (72.) sowie Doppelpacker Rogesh Sherzad (76./82.) auf 3:3 stellten. So schnell war die eigentlich komfortable Führung wieder dahin, doch Mut (89.) traf zum zweiten Mal und machte doch noch den Sieg der Grönauer perfekt.

Alexander Wollmer (Groß Grönau II): „Sieg zum Abschluss. Das ist für den Übergang in die Sommerpause gut. Ich wünsche allen eine angenehme Sommerpause. Wir sind erst einmal weg.“

ATSV Stockelsdorf – SV Viktoria 08 2:1 (1:0)

Nach vier Siegen in Serie wollte der ATSV Stockelsdorf zum Abschluss der Saison nochmal einen weiteren Dreier einfahren. Eine Saison mit Höhen und Tiefen sollte ein positives Ende finden. Da hatte allerdings der SV Viktoria 08 etwas gegen, denn dieser wollte eine ebenfalls insgesamt eher enttäuschende Saison ebenfalls mit einem guten Gefühl beenden. Personell sah es sehr durchwachsen aus beim Team von Timur Akgün, das auf einige Stammspieler wie Torjäger Lönne Christiansen verzichten musste. Auf der Bank nahmen beide Trainer sowie ein A-Jugendspieler Platz. Insgesamt hatte Viktoria das Chancenplus, sodass die Pausenführung durch Max Hinz (10.) verdient war. Dennoch ärgerte man sich, dass diese nicht ausgebaut wurde, denn erneut haderte 08 mit der Chancenverwertung. Nach dem Seitenwechsel kamen die Hausherren durch einen Elfmeter von Kevin Uwe Son (58.) zum Ausgleich. Im Anschluss ließ Viktoria mehrfach den Sieg liegen, doch auch der ATSV verbuchte Möglichkeiten, ehe der Treffer in den Schlussminuten durch Felix Reder (88.) fiel. Somit beendet die Heimmannschaft die Saison mit dem fünften Dreier in Serie.

Timur Akgün (SV Viktoria 08): „Dezimiert sind wir angetreten, hatten die beiden Trainer auf der Bank plus Hilfe aus der A-Jugend, Dritten und Zweiten. Dafür haben wir es Stockelsdorf wirklich das Leben ziemlich schwergemacht. Wir können in der ersten Halbzeit nicht nur mit 1:0 in Führung gehen und in der zweiten Hälfte fangen wir uns leider einen Elfmeter, der völlig berechtigt ist, und am Ende lässt die Kraft ein wenig nach und so fangen wir uns das 1:2. So müssen wir leider mit einer Niederlage nach Hause fahren, aber über 90 Minuten hat sich die Mannschaft wirklich sehr konzentriert auf dieses Spiel eingelassen und den Sieg teilweise mehrfach auf dem Fuß gehabt, konnten diesen aber nicht verwerten. Natürlich hatte Stockelsdorf auch ihre Chancen, allerdings nicht ganz so viele ausgespielt wie wir, daher ist es insgesamt ein bisschen ärgerlich. Wir wünschen ihnen und auch allen anderen Mannschaften eine schöne Sommerpause.“

Jan Mehlfeld (ATSV Stockelsdorf): „Glücklicher Sieger heute. Erkämpft über die letzten Wochen. Mit fünf Siegen in Folge ist es natürlich schön, in die Pause zu gehen und lässt die durchschnittliche Saison positiv enden.“

SV Fortuna St. Jürgen – TSV Pansdorf II 1:3 (1:1)

Für den TSV Pansdorf II könnte das Auswärtsspiel am Kalkbrenner womöglich das letzte Kreisligaspiel gewesen sein. Der Vizemeister geht in die Aufstiegsspiele und hofft auf den Aufstieg in die Verbandsliga. Dafür wollte man nochmal einen Dreier zum Abschluss einfahren, um die Serie von vor dem Spiel 19 ungeschlagenen Partien auszubauen und mit in die Relegation zu nehmen. Es wartete allerdings ein Gegner, der ebenfalls hochmotiviert war und noch eine Rechnung mit der Zweitvertretung offen hatte. Im Hinspiel hatte Fortuna St. Jürgen nur knapp mit 2:3 verloren und haderte mit den Entscheidungen des Schiedsrichters. Eine diskutable Rote Karte für Dominik Schaarschmidt ließ die Lübecker fassungslos zurück. Im Rückspiel agierte Schaarschmidt als einzige Spitze und war hochmotiviert. Pansdorf rotierte etwas, sodass einige Joker nun von Beginn an ran durften. Fortuna hatte Ballbesitzvorteile und ließ den Ball gut laufen, doch Torgefahr blieb noch aus. Stattdessen war es Tim Rosenlöcher (25.), der die Gäste mit der ersten klaren Chance in Führung brachte. Insgesamt war es eine chancenarme Partie, in der St. Jürgen nach dem Gegentreffer etwas den Zugriff verlor. Dennoch kam man in der Schlussphase des ersten Durchgangs durch Johannes Mack (44.) zum Ausgleich. Somit stand zur Pause wieder alles auf Null, doch die Mannschaft von Andre Meese war nach dem Seitenwechsel noch nicht so richtig da. Jan-Lukas Maack (48.) brachte den Vizemeister erneut in Führung. Die Hausherren kamen im Anschluss zur Chance auf den Ausgleich, doch das Aluminium rettete die Führung des TSV. Dieser zog mit dem 3:1 durch Morten Wittorf (60.) den Fortunen den Stecker, sodass die Serie fortgesetzt wird und man einen weiteren Dreier einfuhr. Weitere Treffer wären möglich gewesen, doch diese blieben aus.

Andre Meese (Fortuna): „In einem weitestgehend chancenarmen Spiel sind wir gut ins Spiel gekommen und konnten den Ball zunächst gut in den eigenen Reihen laufen lassen, ohne dabei gefährlich zu sein. Mit der ersten Chance geht Pansdorf dann in Führung und wir verlieren etwas den Faden, kommen aber dennoch kurz vor der Halbzeit zum Ausgleich. Aus der Kabine kommen wir dann leider etwas zu schläfrig und kassieren nach einer Ecke den erneuten Rückstand. Selber scheitern wir an der Latte und nach dem 1:3 war das Spiel dann durch und beide Teams lassen die Saison austrudeln. Wir wünschen allen Teams eine erholsame Pause und freuen uns schon auf die neue Saison.“

Steven Tion (TSV Pansdorf II): „Völlig verdienter Sieg zum Abschluss der Punktspiele. Am Ende müssen wir zwei, drei Tore mehr machen. Wir freuen uns auf das Pokalfinale und die Bonusspiele. Dem Spieler von Fortuna wünsche ich gute Besserung.“

TSV Kücknitz – TSV Travemünde 1:2 (0:1)

Am Roten Hahn stand zum Saisonabschluss noch einmal ein ganz besonderes Spiel an. Der TSV Kücknitz empfing im Derby den TSV Travemünde. Die Mannschaften waren daher beide hochmotiviert und wollten unbedingt den Dreier zum Abschluss. „Monte“ nahm sich vor, den Gegner in der Tabelle noch zu überholen und gleichzeitig die 1:3-Hinspielniederlage wieder gutzumachen. Die aktuelle Form sprach dabei für die seit fünf Spielen ungeschlagenen Gäste, die nach zwischenzeitlichem Tief zurück in die Erfolgsspur fanden. Kücknitz wollte sich allerdings bei ihrer wieder in großer Zahl vertretenen Fangemeinde bedanken und die Saison nochmal mit einem Dreier gegen den Rivalen beenden. Travemünde kam allerdings besser rein und ging durch Lennard Prüßmann (12.) in Führung. Für den Angreifer, dem in der Vorwoche noch das Glück im Abschluss fehlte, war es sein elftes Saisontor. Kurz darauf schwächte sich Kücknitz selbst, denn es gab eine Gelb-Rote Karte für Tyler Groß. Somit musste das Team von Mirco Groß in Unterzahl agieren, doch nur bis zur Nachspielzeit der ersten Hälfte. Dann sah auf der Gegenseite der Torschütze die Rote Karte, sodass es mit zehn gegen zehn in den zweiten Durchgang ging. Bereits im Hinspiel wurde der Schiedsrichter ordentlich gefordert, denn dort gab es elf Gelbe und zwei Gelb-Rote Karten und diesmal sollte es erneut zahlreiche Karten geben. Die Monte-Kicker verpassten es, die Führung auszubauen, und ließen erneut gute Möglichkeiten ungenutzt. Dennoch erhöhten sie durch Jan Luca Behnke (74.). Es war sein Tor zum Abschied, denn zur neuen Saison schließt er sich Lübeck 1876 an. In der Nachspielzeit verkürzte Nevio Gosch (94.) noch einmal zum 1:2, doch Spannung kam keine mehr auf. Dies lag auch daran, dass nur kurz darauf sowohl Sean Cekim als auch Kevin Bohnsack die Rote Karte sahen. Somit fand ein Derby, in dem es insgesamt vier Platzverweise, drei auf Seiten der Kücknitzer gab, ein unschönes Ende.

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Oliver Krause (TSV Kücknitz): „In einem hitzigen, aber nie unfairen Derby gewinnt Travemünde am Ende nicht unverdient. Glückwunsch dazu. Wir bekommen einen langen Ball nicht verteidigt und liegen schnell mit 1:0 hinten. Kurz danach kassieren wir eine Gelb-Rote Karte. Danach waren wir spielbestimmend, ohne uns aber richtig gefährliche Situationen herauszuspielen. Kurz vor der Pause bekommt Travemündes Stürmer eine zweifelhafte Rote Karte. Mit dem Rückstand ging es in die Halbzeit. Nach der Pause das gleiche Bild: Wir waren am Drücker und genau in diese Phase spielen wir einen fatalen Rückpass genau in den Lauf eines Travemünder Spielers, der diesen dann eiskalt verwertet. Wir kommen zwar noch mal ran, aber zu einem Punktgewinn reicht es dann leider nicht mehr. Glückwunsch an Travemünde zum Sieg. Heute waren sie einfach effektiver. Vielen Dank wieder an unsere herausragende Fangemeinde. Wir wünschen allen eine erholsame Pause.“

Christian Jetz (TSV Travemünde): „Verdienter Derbysieger, am Ende vielleicht ein Tor zu wenig gemacht. Schön, dass wir die Hinspielniederlage vergessen machen konnten und unsere Serie in die Sommerpause mitnehmen konnten.“

Lübeck 1876 – TSV Schlutup 0:4 (0:2)

Es war ein Spiel um die goldene Ananas, das an der Travemünder Allee zum Saisonabschluss zwischen Lübeck 1876 und dem TSV Schlutup stattfand. Für beide Mannschaften ging es sportlich nicht mehr um viel. Während sich die Hausherren bereits seit Wochen mit einer Endplatzierung im Tabellenniemandsland zufriedengeben müssen, platzte der Traum des Aufstiegs für Schlutup am vergangenen Wochenende durch die Vizemeisterschaft Pansdorfs. Somit stand der Saisonabschluss im Zeichen des Abschieds, denn einige Spieler liefen zum letzten Mal für ihr Team auf. Dennoch wollte der TSV sich mit einem Sieg aus der Saison verabschieden und die Niederlage aus dem Hinspiel wiedergutmachen. Dies war nämlich die einzige nach dem Winter, die allerdings im Kampf um Platz zwei große Folgen hatte. Damals wurde eine eigene 2:0-Führung noch aus der Hand gegeben, doch diesmal ließen sie nichts anbrennen. Daniel Pfaff (17./41.) legte mit einem Doppelpack zur Pause vor. Im zweiten Durchgang gab es dann für einige Spieler auf beiden Seiten besondere Momente, denn diese wurden entweder ausgewechselt oder durften nochmal Minuten sammeln. So kamen bei Schlutup noch Miguel Dwenger, Jan Remmers oder Niklas Nehlsen. Auf der anderen Seite waren es Torben Wendt, Cihan Kilic oder auch Jonas Jacobsen. Nachdem Mert Dogan (78.) zum dritten Gästetreffer traf, sollte es noch einmal einen besonderen Moment für den Kapitän der Schlutuper geben. Alexander Lage (83.) traf zum 4:0 und verließ direkt im Anschluss den Platz. Es war das letzte Spiel des Angreifers, das mit 4:0 siegreich gestaltet wurde.

Christian Clasen (TSV Schlutup): „Zum Abschluss gewinnen wir verdient bei Lübeck 1876. Es ging darum, die Saison vernünftig abzuschließen und das haben wir gemacht. Wir bedanken uns bei allen, die uns jetzt im Sommer verlassen und wünschen allen viel Glück im neuen Verein oder in der Ü32.“

Eichholzer SV II – TSV Gudow 4:0 (2:0)

Am Pöbelberg ging es durchaus noch um etwas. Der Aufsteiger Eichholzer SV II wollte seine Serie fortsetzen und eine starke Saison mit dem vierten Platz siegreich beenden. Zu Gast war der TSV Gudow und für diesen ging es um noch mehr. Nach dem 4:1-Sieg unter der Woche gegen Groß Grönau II haben sich die Lauenburger im Kampf um den Klassenerhalt die beste Ausgangslage verschafft und den 14. Platz somit in der eigenen Hand. Ein Punkt würde genügen, um den drittletzten Platz zu sichern, doch die Aufgabe sollte enorm schwer werden. Im Falle einer Niederlage wäre allerdings ebenfalls Hoffnung da, denn Vorwerk müsste parallel gegen die SG Breitenfelde/Mölln gewinnen. Dazu rief Gudow-Coach Marcel Schaper im Vorfeld eine Kiste Bier als Prämie für die SG aus. Der Blick des TSV, während man also zu Gast an der Guerickestraße war, ging durchaus auch ins Teichstadion. Eichholz war personell stark ersatzgeschwächt, sodass Trainer Stephan Lindhoff nur ein kleiner Kader zur Verfügung stand. Dennoch sollte die Heimmannschaft einen deutlich besseren Auftritt hinlegen als im Hinspiel, wo Gudow durch ein 1:1 seinen ersten Punkt in dieser Saison holte. Mohammad Özkaya verwandelte einen Elfmeter (27.) zur Führung und nur zwei Minuten später legte dieser nach. Somit ging es mit dem 2:0 in die Pause und nach dem Seitenwechsel erhöhte David Meier (64.). Dies war die Vorentscheidung, doch der Spielstand aus Vorwerk sickerte längst durch. Der deutliche Rückstand des Konkurrenten sollte der Mannschaft vom Segrahner Berg Sicherheit geben, dass trotz eigenen Spielstands der 14. Platz so gut wie sicher war. Es gab noch einen vierten Gegentreffer durch den eingewechselten Altherren-Keeper Kevin Pour (75.). Dieser machte den 4:0-Sieg der Eichholzer perfekt. Der Aufsteiger beendet die Saison auf Platz vier, während Gudow als Tabellenvierzehnter vom Klassenerhalt träumen darf. Es wird wohl reichen, auch wenn es noch nicht zu hundertprozentig sicher ist. Egal, wie es am Ende kommt, ist dieses Comeback der Schaper-Elf unglaublich.

Stephan Lindhoff (Eichholz): „Wahnsinn was für eine Saison hinter uns liegt. Souveräner 4:0 Sieg im letzten Spiel gegen eine super sympathische Mannschaft aus Gudow.“

Marcel Schaper (TSV Gudow): „Wir waren tot im Winter – niemand hatte uns auf dem Zettel! Danke an Eichholz fürs Freibier und der SG für den Sieg gegen Vorwerk. Schöne Sommerpause an alle.“

VfL Vorwerk – SG Breitenfelde/Mölln 1:7 (0:6)

Der VfL Vorwerk stand am letzten Spieltag enorm unter Druck. Man hatte den 14. Platz nicht mehr in der eigenen Hand und musste daher nach Eichholz schauen, wo der TSV Gudow aus Sicht der Lübecker nicht punkten durfte. Selbst zählten nur drei Punkte, doch mit der SG Breitenfelde/Mölln war ein starker Gegner zu Gast. Dieser tat sich in den vergangenen Wochen allerdings schwer, vor allem wegen der personellen Situation. Viele Spieler fehlten, so auch beim Abschluss in Lübeck. Nichtsdestotrotz waren die Lauenburger von Beginn an spielbestimmend und hatten alles im Griff. Zudem zeigte sich die Riewe-Elf eiskalt. So brachte Philipp Reimann (7.) die SG in Führung und das zweite Tor folgte prompt. Pascal Jensen (14.) erhöhte und im Anschluss spielten sie sich in einen Rausch. Erneut Reimann (20.) sowie Finn Sult (30.), Marvin Elder (36.) und Julius Quost (44.) stellten noch vor der Pause auf 6:0. Somit war die Partie bereits zur Pause entschieden und dem VfL früh klar, dass man den Abstieg wohl nicht mehr verhindern kann. Nach dem Seitenwechsel verflachte die Partie, sodass nur noch jeweils ein Tor auf beiden Seiten fiel. Jensen (65.) stellte auf 7:0, bevor Ömer Ünsal (70.) den Ehrentreffer erzielte. Somit gab es einen deutlichen Sieg für die Lauenburger, der den Abstieg der Vorwerker in die Kreisklasse A besiegelte.

Benjamin Schramm (Vorwerk): „Am Ende gibt es nur das Statement, dass wir es sportlich nicht geschafft haben, die Klasse zu halten, und damit ist alles gesagt… Wir hatten genug Möglichkeiten in der Saison, die nötigen Punkte zu sammeln. Das hat aus diversen Gründen nicht funktioniert.“

Arne Riewe (Breitenfelde/Mölln): „Deutliche erste Halbzeit und eine absolut runtergefahrene zweite Halbzeit. In Halbzeit eins dominieren wir in allen Belangen und spielen zielstrebig nach vorne. Aus neun Torschüssen belohnen wir uns mit sechs Buden. In der zweiten Halbzeit dann der Klassiker: Ein schlaues Pferd springt nicht höher, als es muss. Genau so liefen dann auch die zweiten 45 Minuten ab. Alles in allem muss aber auch mal eine Halbzeit reichen. Viel Erfolg und alles Gute für Vorwerk in der nächsten Saison. Die Jungs waren super sympathisch. Vielen Dank auch an das Gespann für die starke Spielleitung.“

Der 30. Spieltag

SG Reinfeld/Kronsforde – VfL Rethwisch 10:2
Fortuna St. Jürgen – TSV Pansdorf II 1:3
SV Azadi II – Groß Grönau II 3:4
ATSV Stockelsdorf – SV Viktoria 08 2:1
VfL Vorwerk – Breitenfelde/Mölln 1:7
Eichholzer SV II – TSV Gudow 4:0
TSV Kücknitz – TSV Travemünde 1:2
Lübeck 1876 – TSV Schlutup 0:4

1.Reinfeld/​Kronsforde30123 : 4079
2.TSV Pansdorf II3079 : 2674
3.TSV Schlutup30107 : 4867
4.Eichholzer SV II3097 : 5161
5.TSV Travemünde3070 : 4351
6.Breitenfelde/​Mölln3086 : 5149
7.TSV Kücknitz3083 : 6949
8.SV Viktoria3066 : 7543
9.Lübeck 18763064 : 8138
10.SV Azadi Lübeck II3086 : 8835
11.Fortuna St. Jürgen3061 : 6435
12.ATSV Stockelsdorf3085 : 9834
13.VfL Rethwisch3048 : 9224
14.TSV Gudow3034 : 9516
15.Groß Grönau II3047 : 12316
16.VfL Vorwerk3035 : 12714


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