
Dresden – Holstein Kiel war vor dem letzten Spieltag der 2. Bundesliga bereits sicher gerettet, während Gegner Dresden noch um den Klassenerhalt kämpfen musste. Schließlich hatte Dynamo diesen nach dem 2:1-Heimsieg über die Störche sicher – auch, weil die Konkurrenz entsprechend Punkte liegen ließ.
Vincent Vermeij (14./36.) war es, der die Sachsen mit seinem Doppelpack auf die Siegerstraße schoss. Kurz vor der Pause bekam die KSV vom Punkt die Gelegenheit zum Anschluss, doch Bernhardsson (45.) scheiterte am stark parierenden Schreiber. Phil Harres (81.) machte es kurz vor Schluss mit einem satten Schuss aus der Drehung in den Winkel nochmal spannend, es blieb am Ende jedoch bei der Kieler Niederlage.
„Bin trotzdem sehr stolz“
„Erstmal Glückwunsch an Dresden zum Klassenerhalt. Das war am Ende natürlich das große Ziel für Dynamo. Trotzdem haben wir heute alles versucht, um das Spiel zu gewinnen. Die Jungs haben investiert, gekämpft und wollten unbedingt als Sieger vom Platz gehen. Dass uns das nicht gelungen ist, ist natürlich enttäuschend, aber ich bin trotzdem sehr stolz auf die Mannschaft“, sagte Holstein-Coach Tim Walter nach der Partie.
„Die Jungs haben auch in den vergangenen beiden Wochen noch einmal alles reingeworfen, obwohl der Klassenerhalt für uns bereits gesichert war. Dass dann vielleicht die letzte mentale Frische fehlt, ist irgendwo auch menschlich. Heute kassieren wir wieder ein Gegentor nach einer Standardsituation, was einfach zeigt, dass in solchen Momenten manchmal ein bisschen die letzte Konsequenz fehlt. Das passiert sicher nicht absichtlich, ist aber in der Situation vielleicht auch verständlich“, erklärte der Trainer. „Trotzdem haben wir weiter nach vorne gespielt, wollten Tore erzielen und haben sogar noch einen Elfmeter verschossen. Deshalb ist die Niederlage heute natürlich unglücklich für uns. Insgesamt überwiegt aber ganz klar der Stolz darauf, dass wir unser großes Ziel, den Klassenerhalt, frühzeitig erreicht haben.“
Hannover schlägt sich selbst
Die ganz große Ladung Spannung und Drama gab es derweil auf den anderen Plätzen. Im Aufstiegsrennen sicherte sich die SV Elversberg mit einem klaren 3:0-Erfolg gegen Schlusslicht Münster vor heimischer Kulisse den Gang in die Bundesliga, wo die Saarländer in der kommenden Saison unter anderem auf den Hamburger SV treffen. Dahinter genügte Hannover 96 eigentlich ein Sieg zuhause gegen Nürnberg, um die Chance in der Relegation zu bekommen. In einem wilden Spiel kamen die Niedersachsen allerdings nicht über ein 3:3 hinaus. So stand die Tür offen für den SC Paderborn, der durch ein 2:0 in Darmstadt auf Rang drei kletterte.
Ein Tor macht den Unterschied
Auch der zweite Absteiger war vor dem Spieltag noch nicht geklärt. Bielefeld katapultierte sich durch ein fulminantes 6:1 gegen Hertha BSC ans rettende Ufer, während Braunschweig bei Meister Schalke mit 0:1 unterlag. Doch die Eintracht profitierte am Ende vom Ergebnis in Fürth. Die SpVgg schob sich durch ein 3:0 gegen Düsseldorf auf den Relegationsplatz – vorbei an der Fortuna, die damit kommenden Saison in der 3. Liga spielt. Ein einziger Treffer für F95 hätte alles gedreht und das Kleeblatt nach unten geschickt.
Der 34. Spieltag
Elversberg – Münster 3:0
Magdeburg – Kaiserslautern 0:1
Karlsruhe – Bochum 1:2
Hannover – Nürnberg 3:3
Darmstadt – Paderborn 0:2
Fürth – Düsseldorf 3:0
Schalke – Braunschweig 1:0
Bielefeld – Hertha 6:1
Dresden – Kiel 2:1
Die Tabelle
| 1. | FC Schalke 04 | 34 | 50 : 31 | 70 |
| 2. | SV Elversberg | 34 | 64 : 39 | 62 |
| 3. | SC Paderborn 07 | 34 | 59 : 45 | 62 |
| 4. | Hannover 96 | 34 | 60 : 44 | 60 |
| 5. | SV Darmstadt 98 | 34 | 57 : 45 | 52 |
| 6. | 1. FC Kaiserslautern | 34 | 52 : 47 | 52 |
| 7. | Hertha BSC | 34 | 47 : 44 | 51 |
| 8. | 1. FC Nürnberg | 34 | 47 : 45 | 46 |
| 9. | VfL Bochum 1848 | 34 | 49 : 47 | 44 |
| 10. | Karlsruher SC | 34 | 53 : 64 | 44 |
| 11. | SG Dynamo Dresden | 34 | 54 : 53 | 41 |
| 12. | Holstein Kiel | 34 | 44 : 48 | 41 |
| 13. | DSC Arminia Bielefeld | 34 | 53 : 51 | 39 |
| 14. | 1. FC Magdeburg | 34 | 52 : 58 | 39 |
| 15. | Eintracht Braunschweig | 34 | 36 : 54 | 37 |
| 16. | SpVgg Greuther Fürth | 34 | 49 : 68 | 37 |
| 17. | Fortuna Düsseldorf | 34 | 33 : 53 | 37 |
| 18. | SC Preußen Münster | 34 | 38 : 61 | 30 |






