F.C. Hansa Rostock: Gewonnen und trotzdem verloren – Zeugenaussage nach schwerem Unglück

Fan kracht von Tribüne und ist im kritischen Zustand

Hansa-Fans im Block. Foto: Lobeca

Rostock – Fast hätte es doch noch das Ostsee-Wunder im Saarland gegeben, doch am Ende landete der F.C. Hansa Rostock auf Platz fünf in der 3. Liga (HL-SPORTS berichtete). Rund um den Seitenwechsel keimte Hoffnung auf. Die Konkurrenten Rot-Weiss Essen lag zurück, glich allerdings vor der Pause auf und der MSV Duisburg kassierte kurz nach Wiederanpfiff einen Gegentreffer, berappelte sich erst eine Viertelstunde vor Schluss und spielte Unentschieden. Hansa geriet nach einem komfortablen 2:0-Vorsprung sogar in Rückstand, drehte das Ergebnis jedoch wie die Essener, die am Ende über Rang drei jubelten und nun die Aufstiegsrelegation gegen Greuther Fürth spielen. Die Kogge lief dahinter ein. Drei Punkte fehlten am Ende, denn die Tordifferenz sprach für die Mecklenburger. Daniel Brinkmann wird wissen, welchen Sieg er aus der Hand gab.

Mann stürzt nach Pyro-Abschuss in die Tiefe

Doch dieser ganze Sport geriet im Ludwigsparkstadion kurz vor Spielende sowieso in den Hintergrund. Ein Rostocker Anhänger stürzte von der Tribüne und verletzte sich schwer – vermutlich am Kopf, wie die “Saarbrücker Zeitung“ weiß. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Seitdem ist nur bekannt, dass der Mann noch am Sonnabend operiert wurde und sein Zustand kritisch sei. Zwischenzeitlich Todesmeldungen in den Sozialen Medien wurden von der Polizei dementiert. Auch der FCH wies diese Infos zurück, schrieb: „Kämpf weiter.“ Nach einem vorerst letzten Update soll der Verunglückte in Lebensgefahr schweben.

Wie konnte das passieren?

Nach Medieninformationen kam es zehn Minuten vor Ende der Partie zu einem Beschuss von Leuchtspurmunition aus dem Hansa-Block in den Familien- und Kinderblock der Gastgeber. Daraufhin kam es vermutlich zu Pöbeleien zwischen beiden Fanlagern. Ein Rostock-Anhänger steig auf einen Zaun und stützte etwa zwölf Meter in die Tiefe.

„Ich hab’s ja auch gesehen“

Saarbrückens Philip Fahrner will den Vorfall gesehen haben, meinte zu “BILD“: „Ich habe genau da hingeschaut, als er heruntergeflogen ist. Der ist hochgeklettert und dann hat ihn jemand herunter geschubst. So habe ich es gesehen und dann ist er nach hinten geflogen. Es war dann schwer danach, sich voll zu konzentrieren, denn ich hab’s ja auch gesehen. Dann habe ich immer wieder hingeguckt, und die haben eine Plane darüber gemacht. Mir war es schon klar, dass es da um Leben und Tod geht.“

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

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  • Hansa: Lobeca
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