Lübeck – Der Tatsache geschuldet, das Anfang der Spielzeit 2025/2026 sich der neue Kader des VfB Lübeck zahlenmäßig noch überschaubar darstellte, fand sich Pierre Becken plötzlich auch auf dem Spielfeld wieder, absolvierte in der Regionalliga Nord als Innenverteidiger ein paar Spiele, kam auch im DFB-Pokal – wo er zum 1:2 auf der Lohmühle gegen Darmstadt 98 traf – zum Einsatz. Letztlich bremste ein beim Landespokalspiel beim FC Kilia Kiel erlittener Kreuzbandriss den inzwischen 38-jährigen Co-Trainer der Grün-Weißen dann komplett aus. Es folgte eine OP, eine Reha mit Auf und Abs, eine gewisse Leidenszeit und unlängst eine weitere OP.
Unvorstellbar
„Wenn du so als Co-Trainer in die Saison startest, als Spieler eigentlich gar nicht eingeplant bist, dann in der Vorbereitung siehst es läuft auf dem Platz auch ganz gut für dich, man merkt wie beim Spiel gegen Darmstadt es macht richtig Spaß die Jungs zu führen, dann ist es natürlich eine Nummer, die dann in Kiel passiert ist. So etwas kann man sich eigentlich gar nicht ausdenken, so eine Verletzung, die ich so in der Schwere auch nie so gehabt habe in meiner Kariere, die dich dann so rausreißt. Das war schon krass, zeigt dir dann erst einmal, was du sonst hast, die Wertschätzung deiner Gesundheit. Das ich so lange ausfalle hat natürlich auch sehr wehgetan, weil ich schon gemerkt habe, wäre ich weiter dabei gewesen, dann hätte ich vielleicht auch auf dem Platz Einfluss nehmen können.“
Steigerung
Rein aus sportlicher Sicht bewertet Becken die zu Ende gegangene Spielzeit in der Regionalliga Nord (11. Platz) so: „Wir sind in der Saison glaube echt nach vorne gekommen mit den Jungs. Gerade in der Rückrunde, da waren nicht mehr viele Spiele, wo du Punkte abgeben hast, die du zurecht abgeben hast. Den Kader hatten wir dann echt vielleicht ein bisschen zu spät zusammen in der Sommerpause. Das auch aufgrund der finanziellen Bedingungen, die wir haben. So konnten wir den einen oder anderen Spieler nicht gleich dazunehmen, weil der nicht fit war. Das hatten wir in der Rückrunde nicht mehr, deshalb war die Punktausbeute da auch besser.“
Schwere Zeit
Und wie schaut es gesundheitlich aktuell aus und mit Urlaub? Becken sagt dazu: „Der Körper weiß eigentlich nicht so richtig was Sache ist seit neun Monaten. Ich habe nach dem Kreuzbandriss zuletzt ja auch noch eine epigastrische Hernie gehabt, so etwas wie einen Leistenbruch in der Bauchmuskulatur. So etwas bekommt man durch Bauchmuskeltraining, hat man mal, wurde aber operiert. Ich habe mir vorgenommen zunächst noch unsere U21 bei den Aufstiegsspielen zur Oberliga zu unterstützen. Danach weiß ich noch gar nicht so, wohin es geht im Urlaub.“
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Bildquellen
- VfB Lübeck: Lobeca/Felix Schlikis




