Lübeck – Mit Manuel Farrona Pulido hat sich nach der Spielzeit 2025/2026 ein echter Führungsspieler verabschiedet, ein äußerst verdienter und erfahrener Spieler vom VfB Lübeck dazu. Der offensive Außenspieler wechselte im Sommer 2022 an die Lohmühle und war u.a. Teil der Mannschaft, die 2023 den Aufstieg in die 3. Liga feiern konnte. Insgesamt stand der ehemalige Juniorennationalspieler Deutschlands in 27 Pflichtspielen der Saison 2025/2026 auf dem Platz und erzielte dabei sieben Tore. Pulido stand in den vier Jahren für technische Qualität, Kreativität, Erfahrung und auch für Emotionen. Nun ist das Thema Grün-Weiß beendet für den gebürtigen Kaltenkirchener, der mit dem VfB Lübeck auch im Landespokal Schleswig-Holstein den Pott holte.
Schon bitter
Der Routinier ist definitiv schon traurig über seinen Abschied: „Das ist wie, als würde dir jemand etwas ganz Wichtiges nehmen, so einen persönlichen Gegenstand. Für mich war das beim VfB Lübeck eine besondere Zeit. Ich bin gerne hier gewesen, hätte das auch gerne fortgesetzt – auch unter anderen Bedingungen. Aber jetzt ist es wie es ist, es geht anscheinend nicht von Seiten des Vereins. Was soll ich da machen?“ Der Offensivmann spart auch mit Kritik nicht. „Ich bin sehr, sehr traurig, auch von der Art und Weise enttäuscht, wie das passiert ist. Aber so ist halt das Geschäft.“
Im Herzen
Was bleibt hängen von guten Zeiten an der Lohmühle? Pulido sagt: „Ein geiler Aufstieg, ich habe geile Leute kennengelernt. Die Fans haben uns immer toll unterstützt, auch wenn es mit kleinen Emotionen verbunden war. Aber das ist alles in Ordnung, ich kenne das ja auch. Ich nehme viel Erfahrung mit, war vier Jahre meines Lebens in Lübeck, mein Sohn ist hier groß geworden. Lübeck wird immer in meinem Herzen sein.“
Zukunft
Gibt es einen Plan B? „Ne, aber ich bin zu fit, um jetzt aufzuhören. Das ist auch kein Ende, dass sich ein Fußballer wünscht. Mich persönlich macht es traurig, dass ich nicht mehr spielen darf, aufgrund von Einsatzzeiten und Option, was so im Vertrag stand. Es ist unbefriedigend. Ich liebe den Sport zu sehr, dass wäre so kein angemessenes Ende für meine Kariere so aufzuhören.“ Geht es nach Pulido, dann kickt er weiterhin im Norden. „Ich werden jetzt nicht weit entfernt spielen, möchten schon im Norden bleiben. Ich habe da auch nie in der Hinsicht auf das Geld geachtet, immer auf das Wohlbefinden und auf die Familie. Mal schauen, was die Zeit bringt.“
Immer dienstags: Das “Lohmühlen-Echo“ bei RADIO LÜBECK auf UKW 88,5
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Bildquellen
- VfB Lübeck: Lobeca/Vivian Pfaff




