SG-Trainer Tony Böhme. Foto: Lobeca/Niklas Runne
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Lensahn – Das Finale im Kreispokal Ostholstein am Sonnabend war für die SG Sarau/Bosau das zweite in Folge und auch das ging verloren. Dieses Mal erwies sich Oberligist Oldenburger SV als Spielverderber, gewann durch einen Treffer von Sebastian Witt in der 43. Minute mit 1:0.

Die Stimmen nach dem Spiel

Tony Böhme (Sarau/Bosau): „Man muss mal sagen, wir haben zwar defensiv bestanden und Oldenburg hatte mehr Ballbesitz, aber wir haben halt Mielke, Freund und Junge gut zugestellt, sodass Oldenburg sein Spiel gar nicht aufziehen konnte. Kurz vor der Halbzeit kriegt Witten einen langen Diagonalball, nimmt den gut mit, geht ins Zentrum, wir sind zu passiv, und er haut das Ding mit links halt ins Tor. Du gehst dann mit dem 0:1-Rückstand in die Kabine. Hattest aber vor dem Tor eine Großchance nach einer Ecke, schießen wir glaube ich dreimal aufs Tor, gefühlt aus zwei Metern und kriegen den Ball nicht unter. So ist es dann, dass dann der Oberligist einfach ein bisschen abgeklärter ist und seine Chancen nutzt.

Zweite Halbzeit muss man sagen, ähnliches Bild. Wir hatten wirklich gute Phasen, haben die Riesenchance zum Ausgleich, die Robin Bönning auf der Linie klärt, nach Abschluss von Mika Hartmann. Oldenburg hatte dann noch gute Aktionen und ist halt ein Oberligist, das darf man nicht vergessen. Am Ende muss man sagen, wenn du so ein Spiel lange offen halten oder gewinnen willst, musst du deine wenigen Chancen nutzen. Das haben wir leider nicht und dann muss man am Ende sagen: Glückwunsch nach Oldenburg zum Pokalsieg.

Aber man hat heute aus allen Richtungen auch gehört, egal mit wem man am Ende geredet hat, man hat da keinen Klassenunterschied gesehen. Und da können die Jungs wirklich mit erhobenem Haupt das Feld verlassen und stolz auf sich sein. Wie gesagt, dass man da nicht den Riesenunterschied zwischen Oberliga und Verbandsliga sieht, ist viel wert. Aber natürlich ist es auch ein bisschen schade, weil man im zweiten Jahr in Folge im Finale ist, was immer nicht selbstverständlich ist für einen Verbandsligisten, den Weg zu schaffen, und man würde dann schon gerne irgendwann auch mal den Pokal in die Luft strecken wollen. Aber trotzdem Glückwunsch nach Oldenburg. Wir machen weiter, die Jungs können stolz darauf sein und man sieht, dass wir auch in den Regionen gut mithalten können.“

Florian Stahl (Oldenburg): „Es war genau das erwartet anstrengende Spiel, muss man sagen, gegen einen Gegner, der im 5-1 gespielt hat, sehr tiefen Block. Der Stürmer hat sich sogar in der eigenen Hälfte viel bewegt. Das heißt, wir hatten zunächst nicht viel Räume, das zu bespielen, haben dann auch, finde ich, ein bisschen schwer reingefunden, waren ein bisschen ungeduldig am Anfang. Wir hätten aus meiner Sicht viel, viel schneller mal in die Breite spielen müssen, um dann ein bisschen die Räume aufzuziehen, dass wir uns da dann im letzten Drittel die Möglichkeiten erspielen. Aber wir machen dann genau aus der Aktion – wir haben es in der Trinkpause noch mal angesprochen, dass wir mehr in die Breite ziehen müssen. Genau aus der Aktion machen wir das Tor durch Basti Witt, der dann super reinzieht und mit links abschließt. Haben danach eine brenzlige Situation bei uns im Sechzehner. Es ist ganz klar, wenn du da 60 Bomben im Spiel reinbekommst, die alle lang geschlagen werden, weil ja, ich sag mal, einen vernünftigen Spielaufbau hat Sarau/Bosau nicht betrieben, sondern war alles quasi direkt vom eigenen Sechzehner in den nächsten Sechzehner reingespielt. Und dann ist es klar, dass da auch mal zwei, drei, vier Bälle durchrutschen, das kannst du alles gar nicht vernünftig verteidigen. Somit hatten sie da auch eine Chance im Sechzehner, wo wir dann ja auch dann im Kollektiv gut klären. Müssen dann aber trotzdem noch das 2:0 hinterherschieben in der ersten Halbzeit, ein bisschen cleverer ausspielen. Gehen dann aber in die Halbzeit und dann haben wir es zweite Halbzeit eigentlich richtig gut gemacht. Wir haben zwar das Ergebnis nicht hochgeschraubt, aber wir haben uns unglaublich viele Chancen erspielt, durch viele Achter-Läufe, durch viele Pässe, die wir von von außen diagonal hinter die Kette geschoben haben. Hatten heute ein bisschen Scheiße am Schuh, aus meiner Sicht hätte das dann am Ende vielleicht 3:0, 4:0, 5:0 ausgehen müssen.

Aber ich mache meiner Mannschaft gar keinen Vorwurf. Wir haben eine schwierige Saison hinter uns, mit einem kleinen Kader, der über die ganze Saison mit 15, 16 fitten Spielern immer seinen Mann gestanden hat. Und das hat man heute am Ende auch gemerkt und deswegen mache ich, wie gesagt, meiner Mannschaft gar keinen Vorwurf. Es ist einfach wichtig, dieses Spiel zu gewinnen als Oberligist und in sieben Wochen, wenn es dann in den Landespokal geht, dann fragt da auch keiner mehr nach. Wenn du das Ding gewinnst, hast du es am Ende auch verdient gewonnen. Aber jetzt freuen wir uns auf eine geile Saisonabschlussfeier. Wir fahren jetzt alle direkt rüber nach Oldenburg, werden da gleich lecker essen, dann gibt es ein paar kalte Getränke. Verdiente Spieler werden verabschiedet und dann freuen wir uns aber auch alle auf die vier Wochen Sommerpause.“

Pansdorfer Reserve verteidigt Titel

Der TSV Pansdorf II traf im Finale der unteren Mannschaften auf die SG Insel Fehmarn II und verteidigte seinen Titel erfolgreich mit einem 5:2 (2:1)-Erfolg. Der TSV ging zweimal durch Zimmermann (8.) und Sorg (32.) in Führung, die Akram (22.) und Jahn (54.) jeweils ausglichen. Dann setzte sich der Favorit aber doch deutlich durch. Knetsch (57.) und Hinze (71., 90.) sorgten für die Entscheidung.

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Titelverteidigung auch bei den Frauen

Das Frauen-Endspiel zwischen der BSG Eutin und der SG INSEL/Fehmarn/Burg sah die Neuauflage des Vorjahresfinales, das die SG erneut gewann. Diesmal ging es allerdings in die Verlängerung. Die Führung der SG durch Wiese (25.) glich Richert für Eutin aus (66.). Danach fielen zunächst keine weiteren Treffer. Erst in der Verlängerung entschied Bode mit einem Doppelpack (97., 102.) die Partie.

Welche Note würdet ihr dem VfB Lübeck für die Regionalliga-Saison geben?

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Bildquellen

  • sgsb_böhme: Lobeca/Niklas Runne
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