
Pansdorf – Am Freitagabend kommt es am Eutiner Waldeck zum ersten der beiden Aufstiegsspiele zur Verbandsliga. Eutin 08 II empfängt den TSV Pansdorf II und dieses Duell verspricht eine Menge. Es ist mehr als nur ein Aufstiegsspiel, denn beide Teams sind Rivalen. Auf beiden Seiten herrscht vor diesem Derby somit eine große Vorfreude. HL-SPORTS sprach mit mehreren Spielern der Pansdorfer über die Bedeutung dieser Duelle und worauf es in diesen ankommt.
Derby um den Aufstieg
Der TSV Pansdorf II sicherte sich mit nur zwei Niederlagen die Vizemeisterschaft in der Kreisliga Südost. Dadurch qualifizierten sich die Ostholsteiner für die Aufstiegsrelegation, in der man nun auf Eutin 08 II trifft. Es treffen nun also zwei Teams aus demselben Kreis aufeinander, die sich beide gut kennen. Pansdorfs Keeper Patrick Raube sagte zu dieser Konstellation: „Mit Eutin haben wir ein schönes Derby. Ich freue mich schon sehr drauf, weil in diesen Derbys alles möglich ist. Wir haben im Pokal schon gegeneinandergespielt, das war auch schon ziemlich eng. Da treffen zwei Mannschaften aufeinander, die einfach hoch wollen und ich gehe stark davon aus, dass wir diese Mannschaft sein werden.“
Kapitän erwartet 50/50-Spiel
Kapitän Niklas Simon sagte über diese Aufstiegsspiele: „Es hat einfach Derby-Charakter. Das bringt automatisch schon Brisanz mit sich. Wir haben es jetzt schon in der Saison im Pokal erlebt, dass wir gegen sie antreten durften. Einerseits unsere Dritte erst, dann wir selbst und das waren schon stimmungsvolle Spiele und auch wenn ich in die letzten Jahre gucke, wo wir gegen Eutin 08 II oder aber in der Ersten gegen Eutin 08 I gespielt haben. Man ist so nah zusammen, die Vereine ticken ähnlich, haben viele Eigengewächse dabei und da ist einfach eine gesunde Rivalität, die aber Spaß macht, denn es waren immer ereignisreiche Spiele gewesen und irgendwie passt es jetzt auch, dass es zwischen diesen beiden Zweitvertretungen um die Verbandsliga geht. Ich glaube, da haben wir ein sehr dickes Brett zu bohren, gerade auch mit der Hypothek, dass Eutin letztes Jahr schon drin stand, jetzt der zweite Versuch und nochmal in die Röhre gucken wollen sie erst recht nicht. Es wird ein absolut heißer Tanz und da kann man von einem 50/50-Spiel ausgehen, das aber Spaß macht, es herrscht pure Vorfreude.“
Pansdorf möchte den letzten Schritt machen
Flügelspieler Alexander Witt gab einen Einblick, wie groß die Vorfreude auf diese beiden Spiele ist: „Ich kann schon mal sagen, dass wir alle richtig Bock auf diese beiden Spiele haben. Ich glaube, viele werden sich dies auch von außen anschauen, das macht hier schon ordentlich die Runde in Ostholstein und Lübeck. Unsere Mannschaft ist komplett heiß, wir haben Bock, diese beiden Spiele für uns zu entscheiden und somit den Aufstieg klarzumachen. Das wird ein richtig heißer Kampf am Freitag und darauf die Woche Freitag.“ Auch Felix Krüger fand Worte zu diesem anstehenden Spiel: „Wir freuen uns alle darauf und ich glaube, wenn man eine Saison so lange auch da oben mitspielt, dann möchte man dieses Ziel auch erreichen. Für Platz Eins hat es leider nicht gereicht, ich glaube, da kann man auch nochmal einen Glückwunsch an Reinfeld aussprechen, die es diese Saison einfach sehr, sehr gut gemacht haben, aber wir sind stolz auf unseren zweiten Platz, freuen uns jetzt auf dieses Derby gegen Eutin 08 II, das ist ein ganz besonderes Spiel, da fiebert man drauf hin und klar, wenn man diese Saison so aufreibend und kräftezehrend spielt und man sich dafür belohnt, dann möchte man den letzten Schritt natürlich auch nochmal machen.“
Felix Krüger: „Man wacht schon morgens anders auf, geht abends anders in Bett“
Krüger verriet zudem, was diese Aufstiegsspiele so besonders macht: „Ich kann es nur von mir sagen, aber ich finde, man wacht schon morgens anders auf, geht am Abend anders ins Bett. Das sind Spiele, für die man einfach Fußball spielt und es sind einfach diese Do-or-Die-Spiele. Du weißt ganz genau, was auf dich zukommt, es ist diesen Mühen nochmal angespannter, die Vorfreude ist größer, du legst im Training noch einmal mehr Augenmerk rein. Du hast eben nicht diese Saison, wo du sagst, ich habe 30 bis 34 Spiele und kann mir vielleicht mal was erlauben, sondern es sind zwei Spiele, das ist eine absolute Derby-Atmosphäre und jeder möchte da hoch. Es sind ganz, ganz besondere Spiele, ich persönlich habe schon ein paar davon gespielt und ich hoffe, dass man es mit den älteren Kollegen aus der Mannschaft hier auch an die jüngeren weitergeben kann, aber trotzdem gehört auch ein bisschen Anspannung und Vorfreude dazu, das ändert sich auch im Alter nicht.“
Kampf als entscheidender Faktor
Pansdorf stieg erst im vergangenen Sommer aus der Verbandsliga ab und hat nun die große Chance, nach nur einem Jahr in der starken Kreisliga Südost wieder aufzusteigen. Dazu muss man sich gegen eine starke, junge Eutiner Truppe über zweimal mindestens 90 Minuten behaupten. Witt verriet, worauf es aus seiner Sicht ankommt: „Ich glaube tatsächlich, dadurch, dass es nun auch ein Derby ist, dass es der Kampf sein wird und die Leidenschaft, die man auf den Platz letztendlich bringt. Jeder muss 120 % bringen auf den Platz und nur wer sich voll reinhängt in die Zweikämpfe, Angriffe und auch die Verteidigung, der wird diese Spiele dann auch für sich entscheiden. Das wird nachher nur über Kampf und Wille passieren, also nur wer auf dem Platz alles gibt, der wird das Spiel am Ende für sich entscheiden.“ Zudem sagte er: „Ich glaube, es wird sehr, sehr laut auf dem Platz. Derby wird großgeschrieben, es gibt keine Freundschaft zwischen Eutin und Pansdorf, da wird es ordentlich knallen auf dem Platz. Darauf dürfen sich die Zuschauer freuen. Aber auch auf guten Fußball, das haben wir in dieser Saison denke ich auch oft bewiesen, dass wir immer da waren und Leistung gezeigt haben. Das wird einfach ein richtig heißes Spiel, das kann von außen nur Spaß machen.“
Pansdorf kann Aufstiegsspiele
Bereits vor zwei Jahren setzte sich Pansdorf II in den Aufstiegsspielen durch. Damals war es ein Sieg gegen den TSV Gremersdorf, bei dem man kaum etwas zuließ und kaum etwas anbrennen ließ. Witt verriet seine bisherigen Erfahrungen in solchen Aufstiegsspielen: „Wir haben vor zwei Jahren bereits die Aufstiegsspiele um die Verbandsliga gegen den TSV Gremersdorf gespielt. Das konnten wir auch für uns entscheiden. Das waren bisher die Aufstiegsspiele, die ich persönlich gespielt habe. Mit heißen Spielen kenne ich mich aber ganz gut aus, da habe ich in meiner Karriere schon einige erlebt und es macht halt auch immer Spaß. Beim Ligaspiel verdaddelt man mal was, dann kann man das nächste Woche wieder rausholen und macht es wieder besser. Bei den Aufstiegsspielen ist es halt K.o.. Da musst du da sein, sowohl beim ersten als auch zweiten. Du hast nur einmal eine kleine Chance, etwas wiedergutzumachen und da sind es dann nur noch Nuancen, die zählen und du musst voll da sein.“






