FC Schönberg 95 verspielt Drei-Tore-Führung – Schlusslicht kämpft sich ran

Wittfot: „Normalerweise musst du da drei Punkte mitnehmen“

Dennis Godknecht (FC Schönberg 95). Foto: Jens Upahl

Schönberg – Der FC Schönberg 95 hat am Freitagabend in der Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern einen sicher geglaubten Auswärtssieg aus der Hand gegeben. Beim abstiegsbedrohten Güstrower SC 09 reichte eine 3:0-Führung am Ende nicht, die Maurine-Kicker mussten sich mit einem 3:3 (3:1) begnügen.

Ausgleich in der Nachspielzeit

Dabei begann die Partie aus Sicht der Gäste nahezu optimal. Schönberg kontrollierte die erste Halbzeit und stellte früh die Weichen auf Auswärtssieg. Heymann (16.) brachte den FC in Führung, ehe Godknecht mit einem Doppelpack (36., 41.) auf 3:0 erhöhte. Kurz vor der Pause verkürzte Gehrt (43.) für die Gastgeber.

Nach dem Seitenwechsel blieb Schönberg zunächst die Mannschaft mit den besseren Möglichkeiten, verpasste es aber, den vierten Treffer nachzulegen. Stattdessen blieb Güstrow im Spiel und kam durch Gehrt (74.) wieder heran. In der Nachspielzeit gelang Fichelmann (92.) schließlich noch der Ausgleich.

„Und dann ist es im Fußball eben so“

Vereinsvorsitzender Sven Wittfot ordnete die Partie gegenüber HL-SPORTS ein: „Wir spielen eine vernünftige erste Halbzeit und gehen mit 1:0, 2:0, 3:0 in Führung. Eigentlich hatten wir alles im Griff gegen eine Mannschaft, die zumindest punkten musste und dadurch vielleicht ein bisschen gehemmt war. Wir haben das tatsächlich gut und souverän runtergespielt. Natürlich hatten wir wieder viele fehlende Spieler dabei, aber wir haben es trotzdem vernünftig gelöst. Kurz vor der Pause kriegen wir dann das 1:3 – aus einer Situation heraus, die man vielleicht anders klären kann, aber so etwas passiert halt. Wir kommen dann auch vernünftig aus der Pause und eigentlich plätschert das Spiel so ein bisschen dahin. Wir waren trotzdem die Mannschaft, die einem 4:1 näher war als der Gegner dem 3:2. Wir machen das Tor aber nicht und daher bleibt das Spiel für Güstrow offen. Dann machen sie das 2:3 aus einer Situation heraus, die einer Mannschaft wie uns einfach passiert, wenn man schon auf der Felge geht. Das liegt an der dünnen Personaldecke, die bei uns seit Wochen herrscht, und den vielen Verletzungen. Zudem geht es für uns im Endeffekt ja um nichts mehr. Aber selbst nach dem Anschlusstreffer hatte man nicht das Gefühl, dass Güstrow jetzt den super Aufwind bekommen würde. Wir spielen weiter mit und das Spiel plätschert die nächsten zehn Minuten bis zur 90. Minute vor sich hin. Auch in dieser Phase hatten wir durch einen schönen, gut ausgespielten Konter noch mal die Möglichkeit, sogar das 4:2 zu machen.“

Wittfot weiter: „Und dann ist es im Fußball eben so: In der letzten Minute der regulären Spielzeit verteidigst du nicht vernünftig, daraus entsteht eine Ecke und – ich hatte es fast befürchtet – der Ball fällt einem Güstrower auf den Kopf und schlägt im langen Eck zum 3:3 ein. Ja, das ist dann am Ende so. Für uns ist es nicht so dramatisch. Was man ganz klar sagen muss: Die Mannschaft hat sich dort heute vernünftig verkauft. Sie wusste um die Situation des Abstiegskampfes. Das kann uns, glaube ich, keiner vorwerfen, sonst wären wir nicht mit 3:0 in Führung gegangen. Und genau dasselbe werden wir auch in der kommenden Woche tun. Sollte es nächste Woche gegen Warnemünde im Abstiegskampf noch um etwas gehen – das hängt ja vom Spiel der Warnemünder morgen ab –, dann werden wir natürlich wieder zu 100 Prozent auf den Platz gehen und alles geben, so wie es die Mannschaft heute getan hat.“

Sein Fazit am Ende: „Normalerweise musst du da drei Punkte mitnehmen. Aber manchmal ist Fußball nicht ganz gerecht. Auf der anderen Seite muss man sagen: Güstrow hat als Mannschaft, die mit dem Rücken zur Wand stand, bis zum Abpfiff daran geglaubt und sich am Ende belohnt.“

Die Nordwestmecklenburger bleiben damit auf Platz sieben. Güstrow hält sich vor dem letzten Spieltag im Kampf um den Klassenverbleib weiter im Rennen.

Der 29. Spieltag (5.–7.6.2026)

SV Pastow – Greifswalder FC II 6:1 (Fr.)

Güstrower SC 09 – FC Schönberg 3:3

Malchower SV – FSV Bentwisch 6:1

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FC Mecklenburg Schwerin – MSV Pampow 2:1

FSV Kühlungsborn – 1. FC Neubrandenburg 04 (Sa., 14 Uhr)

SV Warnemünde – Penzliner SV

FC Förderkader Rene Schneider – Rostocker FC (15 Uhr)

SV Hafen Rostock 61 – spielfrei

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