Ostseepokal geht an die Allstars

Turnier mit großartiger Atmosphäre Lübeck

Das siegreiche Team: Hilke Kollmetz, Simca Schön, Greta Lierhaus, Dustin Hapke (vordere Reihe von links), Peer Wollmer, Marcel Kock, Christian Kalaß, Christian Klein, Maxim Kobzarenko (hintere Reihe von links). Foto: Hapke
Das siegreiche Team: Hilke Kollmetz, Simca Schön, Greta Lierhaus, Dustin Hapke (vordere Reihe von links), Peer Wollmer, Marcel Kock, Christian Kalaß, Christian Klein, Maxim Kobzarenko (hintere Reihe von links). Foto: Hapke

Lübeck – Die HL-SPORTS meets RADIO LÜBECK Allstars haben auch 2026 den Ostseepokal des RSC Hanse Lübeck für sich entscheiden können. Das Team aus Sportlern der Stadt, Wirtschaft und Redaktion gewann alle fünf Spiele. Im Vordergrund stand aber die gemeinsame Erfahrung im Rollstuhl, verbunden mit dem Sport. Der besondere Spirit, den das Turnier bei jeder Ausgabe verströmt, hat auch diesmal alle erfasst.

Ein Schritt nach vorne

Denn das sportliche Ergebnis ist bei diesem Turnier zweitrangig. Dem RSC Hanse geht es vor allem darum, nicht eingeschränkten Menschen den spannenden Sport Rollstuhlbasketball näher zu bringen. Dazu wurden einige Spenden zu Gunsten des Ausrichters gesammelt. Daher freute sich RSC-Sportwart Paul Sznabel über die Resonanz: „Wir konnten diesmal ein Team mehr für unser Turnier begeistern. Und es war gleich noch mehr zu spüren, dass hier alle mit fiebern und mit Begeisterung bei der Sache sind. Ich kann mich daher nur bei allen Teilnehmenden, bei unseren Unterstützern, bei unserem kleinen Team bedanken, was wir hier auf die Beine stellen konnten.”

Und gerade viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die schon bei der Neuauflage 2025 dabei waren, haben gemerkt, dass das Turnier einen Schritt nach vorne gemacht. Die Stimmung war nochmal um einiges knisternder als im letzten Jahr.

Spannung bis zum Schluss

Das lag auch daran, dass die Teams sportlich auf absoluter Augenhöhe waren. Lediglich drei von zehn Vorrundenspielen waren deutlich, weitere dreimal musste die Verlängerung Partien entscheiden. Der Martinsclub aus Bremen, ein Träger für Behindertenhilfe, blieb zwar sieglos, hätte mit etwas mehr Glück und etwas Abgezocktheit deutlich besser da stehen können. Spaß und Freude war dem weit gereisten Team aber anzumerken.

So blieben die Finalspiele eine rein Lübecker Angelegenheit. Im Spiel um Platz drei gewann die Matthias-Leithoff-Schule gegen Turniermitausrichter Hansolu mit 10:8, wobei der entscheidende Korb knapp zehn Sekunden vor dem Ende fiel.

Drin das Ding: Marcel Kock (verdeckt) trifft im Finale für die Allstars. Foto: HL-SPORTS/Kalaß
Drin das Ding: Marcel Kock (verdeckt) trifft im Finale zum zwischenzeitlichen 4:0 für die Allstars. Foto: HL-SPORTS/Kalaß

Allstars machen es spannend

Und das Team von HL-SPORTS und RADIO LÜBECK? „Der Titel will verteidigt werden ”, hatte Peer Wollmer, Fechter vom HFC Lübeck, die Marschroute vorgegeben. Und das, obwohl mit Marcel Kock, Christian Klein (beide TuS Lübeck Basketball), Simca Schön und Greta Lierhaus (beide LBV Phönix Hockey) gleich vier neue Spielerinnen und Spieler aktiv waren. Doch alle vier wurden schnell mit dem Rollstuhl und den arrivierten Kräften Hilke Kollmetz, Peer Wollmer (beide HFCL), Maxim Kobzarenko (Lübeck Lynx) sowie Dustin Hapke (KLUB 111) warm.

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So entwickelten auch die 2026er Allstars den Sportler Spirit aus Anfeuerung, Leistung und Fairness. Mit drei knappen Siegen und einem deutlichen 12:4 über den späteren Finalgegner erspielte man sich Platz eins nach der Vorrunde. Im Finale auf dem großen Feld ging es gegen da Team A500&friends. Bis zum Schluss machten es die Allstars spannend, vergaben zahlreiche freie Würfe. Am Ende stande aber ein 6:4-Sieg und die Titelverteidigung auf der Haben-Seite.

„Ohne Maxim hätten wir das wohl nicht geschafft”, meinte Hilke Kollmetz und erkor den erfahrenen Basketballer damit zum MVP.

„Am Ende ist so ein Turniersieg immer ein Teamerfolg. Aber wenn man jemanden wie Maxim im Team hat, mit seiner Größe und der Spannweite, dann muss sich der Gegner darauf einstellen“, so HL-SPORTS Redakteur Christian Kalaß, der diesmal selbst einige Minuten spielte und von den Sportlern mit durchgezogen wurde.

Maxim Kobzarenko (am Ball) war der Turm in der Schlacht für die Allstars. Foto: HL-SPORTS/Kalaß
Maxim Kobzarenko (am Ball) war der Turm in der Schlacht für die Allstars. Foto: HL-SPORTS/Kalaß

Sichtbarkeit erhöhen

„Natürlich ist es toll zu gewinnen „, so der Teamkapitän weiter: „Aber darauf kommt es nicht an, zumal jede Mannschaft hier hätte gewinnen können. Viel wichtiger ist aber, dass wir hoffentlich die Sichtbarkeit des Rollstuhlbasketball und des Para-Sports erhöhen konnten. Und das muss auch ein Ziel für die Zukunft sein. Da sind Stadt, Politik und Gesellschaft in Lübeck deutlich mehr gefordert!“

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