
Pönitz – Die SVG Pönitz sicherte sich die Meisterschaft in der Verbandsliga Ost und den damit verbundenen Aufstieg in die Landesliga. Besonders beeindruckend waren die Auftritte im heimischen Sportpark. 37 von 42 möglichen Punkten sprechen eine deutliche Sprache für die Heimstärke, auswärts sah es etwas „schlechter“ aus, aber mit 22 Punkten gab es immer noch eine gute Ausbeute. Bereits gut in die Saison gestartet, leistete sich die Mannschaft einen kleinen Einbruch kurz vor der Winterpause, bevor es zurück auf den Platz an der Sonne ging, den man dann auch nicht mehr verließ.
Das Fazit
Der Sportliche Leiter Paulo Chaves ordnet den Verlauf ein: „Unser Fazit fällt überragend aus. Wenn uns vor der Saison jemand gesagt hätte, dass wir die Spielzeit als Meister beenden und in die Landesliga aufsteigen, hätten wir das sofort unterschrieben. Unser Ziel war eigentlich, die Saison auf den Plätzen zwei bis vier abzuschließen. Dass wir dieses Ziel am Ende so deutlich übertreffen konnten, macht die Leistung der Mannschaft umso bemerkenswerter. Nachdem wir am 6. Dezember 2025 die Tabellenführung übernommen hatten, ist es der Mannschaft gelungen, diese bis zum Saisonende zu verteidigen. Das zeigt nicht nur die sportliche Qualität, sondern auch die Konstanz, den Charakter und den Zusammenhalt innerhalb des Teams.
Besonders stolz macht uns, dass wir diesen Erfolg erreicht haben, ohne Unsummen für Spielergehälter auszugeben. Aufstieg geht auch zum Nulltarif. Auch wurde die Verbandsliga Ost von einigen Beobachtern im Vorfeld gerne als die vermeintlich schwächere Staffel bezeichnet. Die Aufstiegsspiele haben jedoch eindrucksvoll gezeigt, dass diese Einschätzung nicht der Realität entspricht und die Qualität der Verbandsliga Ost häufig unterschätzt wird. Heikendorf hat dabei ebenfalls ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt und die Stärke unserer Staffel unterstrichen und ist auch zurecht in die Landesliga aufgestiegen.
Am Ende überwiegt aber vor allem der Stolz. Diese Mannschaft hat etwas geschafft, was ihr vor der Saison kaum jemand zugetraut hätte. Mit diesen Jungs gemeinsam Vereinsgeschichte geschrieben zu haben, ist ein unbeschreibliches Gefühl. Der Aufstieg in die Landesliga ist der größte Erfolg der Vereinsgeschichte der SVG Pönitz. Diese Mannschaft hat sich einen festen Platz in der Vereinsgeschichte verdient.
Bei aller Freude über die Entwicklung der Mannschaft darf auch die Arbeit des Trainerteams nicht unerwähnt bleiben. Christian Born, Martin Mendig und Tarek Hepp haben über die gesamte Saison hinweg außergewöhnliche Arbeit geleistet. Mit großem Engagement, klaren Vorstellungen und unzähligen Stunden auf und neben dem Platz haben sie die Mannschaft kontinuierlich weiterentwickelt. Der sportliche Erfolg dieser Saison ist untrennbar mit ihrer Arbeit verbunden und sie haben einen wesentlichen Anteil daran, dass wir am Ende den Aufstieg in die Landesliga feiern konnten.“
Die Entwicklung
Chaves über die Entwicklung: „Was uns in dieser Saison besonders gefallen hat, war ganz klar die Mannschaft selbst. Wir hatten vom ersten bis zum letzten Spieltag eine außergewöhnlich hohe Trainingsbeteiligung. Die Jungs wollten sich stetig verbessern und haben Woche für Woche die Bereitschaft gezeigt, für den gemeinsamen Erfolg zu arbeiten. Besonders beeindruckend war die Entwicklung vieler einzelner Spieler. Einige haben in dieser Saison einen enormen Schritt nach vorne gemacht und ihr Leistungsniveau deutlich gesteigert. Das war aber nur möglich, weil innerhalb der Mannschaft ein außergewöhnliches Klima herrschte. Es gab keine Egos, keine Grüppchenbildung und keine Diskussionen darüber, wer spielt oder wer auf der Bank sitzt. Jeder hat dem anderen seinen Platz in der Startelf gegönnt und jeder, der eingewechselt wurde, hat sofort alles für die Mannschaft gegeben. Genau diese Einstellung macht erfolgreiche Teams aus. Darauf lässt sich auch in Zukunft aufbauen. Die sportliche Qualität ist wichtig, aber noch wichtiger ist der Charakter dieser Mannschaft. Der Zusammenhalt, die gegenseitige Unterstützung und die Bereitschaft, persönliche Interessen hinter den Mannschaftserfolg zu stellen, waren in dieser Saison außergewöhnlich. Das war aus unserer Sicht einer der entscheidenden Faktoren für den Aufstieg.
Als Meistermannschaft und Aufsteiger wäre es falsch zu glauben, dass es nichts mehr zu entwickeln gibt. Sportlich betrachtet haben wir für ein Spitzenteam etwas zu viele Gegentore zugelassen. Gerade in einigen Spielen haben wir es versäumt, unsere Dominanz konsequent auszuspielen und Partien früher zu entscheiden. Dadurch haben wir uns das Leben gelegentlich schwerer gemacht, als es notwendig gewesen wäre. Gleichzeitig zeigt das aber auch, dass in dieser Mannschaft noch weiteres Potenzial steckt. Wir sind überzeugt, dass wir uns gerade im Defensivverhalten als gesamte Mannschaft noch steigern können. Dabei geht es nicht nur um die Abwehrreihe, sondern um die Arbeit gegen den Ball aller Spieler auf dem Platz. Unzufrieden sind wir deshalb aber nicht. Wer Meister wird und aufsteigt, hat vieles richtig gemacht. Vielmehr sehen wir diese Punkte als Ansporn, uns weiterzuentwickeln. Die Mannschaft hat in dieser Saison gezeigt, dass sie lernfähig ist und sich kontinuierlich verbessern kann.“
Die Vorbereitung
Chaves zur Vorbereitung: „Die Vorbereitung auf die Landesliga startet am 30. Juni. Bereits einen Tag später empfangen wir den Regionalliga-Aufsteiger SV Todesfelde im Sportpark. Am 11. Juli nehmen wir an einem stark besetzten Turnier in Gleschendorf teil, bevor es vom 17. bis 19. Juli erneut ins Trainingslager nach Dänemark geht. Außerdem steht noch die erste Pokalrunde an, weitere Testspiele befinden sich aktuell in der Planung.“
Veränderungen im Kader
Chaves weiter: „Mit Luca Strungat rückt ein Spieler aus unserer 2. Herrenmannschaft in den Landesliga-Kader auf. Wir freuen uns, dass er den nächsten Schritt bei uns im Verein geht und sich die Chance in der höheren Spielklasse verdient hat. Ebenfalls haben wir Jan Hecht für unsere Torwart-Position verpflichten können da Ricordo Maghon etwas kürzer treten möchte. Verlassen wird uns lediglich Patrick Staege, der seine Fußballschuhe an den Nagel gehängt hat. Darüber hinaus wird es zur neuen Saison noch weitere personelle Veränderungen geben, was dann zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben wird.“
Bildquellen
- svg_chaves: Lobeca/Fabian Lamprecht
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