„Ich will ein Spiel nicht durch mich entschieden haben“ – turbulentes Jahr für Jannik Wigger

Respekt als Basis für den Erfolg

Jannik Wigger macht den Pfiff. Foto: Privat/oH
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Lübeck – Für Jannik Wigger begann der Weg zur Schiedsrichterei ganz unkompliziert. In seiner Jugendzeit wurde immer wieder für neue Unparteiische geworben, weil Schiedsrichter fehlten. Gemeinsam mit einem Freund und Mannschaftskollegen entschied er sich schließlich, einen Lehrgang zu besuchen. „Wir hatten Zeit und Lust, die Rolle als Schiedsrichter einfach mal auszuprobieren“, erinnert sich Wigger.

Eine Saison voller Höhepunkte

Die vergangenen Monate brachten für den Handball-Schiedsrichter gleich mehrere besondere Momente mit sich. Gemeinsam mit seinem Bruder leitete er das Finale der männlichen A-Jugend-Oberliga vor einer stimmungsvollen Kulisse. „Ich mag es generell, wenn die Halle voll ist und eine gute Stimmung herrscht. Das erhöht zwar den Druck, vor allem aber den Spaßfaktor“, sagt Wigger. Hinzu kam das Debüt in der Männer-Oberliga sowie der Aufstieg in den Regionalligakader des Handballverbandes Schleswig-Holstein. „Damit haben wir unser ultimatives Saisonziel erreicht.“ Besonders reizvoll sei für ihn die Verantwortung auf dem Spielfeld. „Es macht mir Spaß, dafür zu sorgen, dass viele Menschen ihrer Leidenschaft für den Handballsport nachgehen können.“ Gleichzeitig sei die größte Herausforderung, über die gesamten 60 Minuten hochkonzentriert zu bleiben. „Fehler der Schiedsrichter merkt jeder sofort und ich will ein Spiel nicht durch mich entschieden haben.“

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Jannik Wigger in Aktion. Foto: Privat/oH

Respekt und Verständnis fördern

Als Teil der Aktion „Klare Linie“ der gemeinnützigen Sparkassenstiftung zu Lübeck möchte Wigger dazu beitragen, das Schiedsrichterwesen sichtbarer zu machen. „Es ist unheimlich wichtig, eine respektvolle Basis für den Dialog zwischen Schiedsrichtern, Spielern, Trainern und Zuschauern zu schaffen“, betont er. Das oft wahrgenommene Gegeneinander der Beteiligten sieht er kritisch. „Wir können zeigen, dass Schiedsrichter sein Spaß macht und auch die persönliche Entwicklung fördern kann.“ Gleichzeitig hofft er, dass die Initiative dabei hilft, neue Nachwuchsschiedsrichter für den Sport zu begeistern.

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