
Grömitz – Nach dem Abstieg in die Regionalliga Nord richtet die HSG Ostsee N/G den Blick konsequent nach vorne. Die Verantwortlichen wollen die neue sportliche Situation nutzen, um den bereits eingeschlagenen Weg weiterzuverfolgen und die Grundlagen für eine nachhaltige Entwicklung des Vereins zu schaffen.
Trainer Finn Meiners sowie Geschäftsführer und Sportlicher Leiter Johann Plate haben dafür eine klare Strategie entwickelt. Künftig soll der Fokus noch stärker auf talentierten Spielern aus der Region sowie auf der Förderung eigener Nachwuchskräfte liegen. Akteure wie Piet Möller, Jasper Bruhn, Finn Kretschmer und Marius Nagorsen bilden gemeinsam mit den Eigengewächsen Mats Schramm und Mathis Bruhn das Fundament der Mannschaft. Ergänzt werden soll der Kader durch weitere vielversprechende Talente aus der Lübecker-Bucht-Region.
Kooperation mit dem VfL Lübeck-Schwartau wird ausgebaut
Ein zentraler Bestandteil dieser Neuausrichtung ist die engere Zusammenarbeit mit dem VfL Lübeck-Schwartau. Bereits in der Rückrunde der vergangenen Saison profitierte die HSG von der Kooperation, als Torhüter Maximilian Minning mit einem Zweitspielrecht ausgestattet wurde. Nun wird die Partnerschaft auf eine breitere Basis gestellt.
Mit Linksaußen Rasmus Staack und Rückraumspieler Moritz Meiser schließen sich gleich zwei vielversprechende Nachwuchsspieler aus dem Umfeld des Zweitligisten der HSG Ostsee an. Staack sammelte bereits Erfahrungen im Profibereich und erzielte in der vergangenen Saison seine ersten Treffer in der 2. Handball-Bundesliga. Meiser wiederum überzeugte bei mehreren Trainingseinheiten an der Ostseeküste und empfahl sich nachhaltig für den nächsten Karriereschritt.
Darüber hinaus sollen weitere Talente aus der aktuellen A-Jugend des VfL Lübeck-Schwartau, die zunächst in der neu gegründeten U23-Mannschaft Spielpraxis sammeln, regelmäßig die Möglichkeit erhalten, bei der HSG Ostsee mitzutrainieren. Ziel ist es, jungen Spielern zusätzliche Entwicklungsperspektiven zu bieten und die Zusammenarbeit beider Vereine weiter zu stärken.
Erfolgreiches Modell mit Zukunft
Dass dieser Weg Erfolg verspricht, zeigt ein Blick auf die vergangenen Jahre. Mit Jannes Farschchi, Marius Nagorsen und Yannik Barthel entwickelten sich bereits mehrere ehemalige VfL-Nachwuchsspieler bei der HSG Ostsee zu wichtigen Leistungsträgern und prägten das Gesicht der Mannschaft über einen langen Zeitraum.
Die Verantwortlichen hoffen nun, mit der intensivierten Kooperation und einer klaren Ausrichtung auf regionale Talente die Basis für eine erfolgreiche Zukunft zu legen und gleichzeitig die Identifikation mit dem Verein weiter zu stärken.
Gemeinsam für den Handball in der Region
Martin Murawski, Geschäftsführer des VfL Lübeck-Schwartau, erklärt: „Ich freue mich, dass mit Rasmus Staack ein Spieler aus unserem Nachwuchs, der bereits erste Erfahrungen im Profibereich sammeln konnte, bei der HSG Ostsee den nächsten Entwicklungsschritt gehen kann und dabei dennoch eng mit dem VfL verbunden bleibt. Gleichzeitig wechselt mit Moritz Meiser ein weiterer Spieler aus unserer Ausbildung fest zur HSG Ostsee. So können wir unseren Beitrag dazu leisten, die HSG auf dem Weg zurück in die 3. Liga zu unterstützen und unseren Talenten wertvolle Spielpraxis auf hohem Niveau ermöglichen.“
Johann Plate, Geschäftsführer und sportlicher Leiter der HSG Ostsee N/G, ergänzt: „Nach oben geht es nur gemeinsam. Was für die Mannschaft auf dem Spielfeld gilt, gilt auch für die Vereine in der Region. Wir wollen den bitteren Abstieg nutzen, um uns nachhaltig entlang unserer eigenen Leitlinien neu aufzustellen. Dabei spielt die hervorragende Nachwuchsarbeit unseres Kooperationspartners VfL Lübeck-Schwartau eine zentrale Rolle. Deshalb freuen wir uns sehr, diese Partnerschaft weiter auszubauen. Spieler wie Rasmus Staack erhalten bei uns die Möglichkeit, auf hohem Niveau wichtige Spielpraxis zu sammeln und sich optimal auf den nächsten Schritt im Profibereich vorzubereiten. Davon profitieren beide Vereine und letztlich der gesamte Handball in unserer Region.“












