StartDie WM in LübeckAmerikaner zur Heim-WM in Deutschland

Amerikaner zur Heim-WM in Deutschland

So verfolgen die Cougars das Turnier

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Während die Weltmeisterschaft in Deutschland und weiten Teilen Europas das tägliche Leben prägt, fällt die Aufmerksamkeit für das Turnier in den USA traditionell deutlich geringer aus. Das stellen auch amerikanischen Spiele der Lübeck Cougars, Erich Osteen undDylan Seel, fest.

Für Osteen ist vor allem die Atmosphäre rund um das Turnier beeindruckend. „Es ist definitiv eine andere Erfahrung, in Europa und speziell in Deutschland zu sein. Fußball ist hier natürlich die wichtigste Sportart, während das in den USA nicht unbedingt der Fall ist. Man spürt die Begeisterung überall auf den Straßen. Die Leute tragen Deutschland-Trikots, verfolgen die Spiele und man sieht sie sogar durch die Schaufenster oder in kleinen Geschäften die Partien schauen. Das ist wirklich cool zu sehen.“

Gemeinschaftsgefühl rund um die Nationalmannschaft

Auch die besondere Unterstützung für die Nationalmannschaft ist dem Amerikaner schnell aufgefallen. Trotz der ungewöhnlichen Anstoßzeiten durch die Austragung in Nordamerika verfolgt er das Turnier regelmäßig. „Wir waren auch in einigen Bars und haben die Spiele geschaut. Die Anstoßzeiten sind natürlich etwas ungewohnt, weil die WM gerade in den USA stattfindet. Manche Spiele laufen spät in der Nacht oder sehr früh am Morgen. Aber es ist wirklich beeindruckend zu sehen, wie die Menschen hier hinter ihrer Mannschaft stehen und die Gemeinschaft zusammenkommt.“ Bei aller Sympathie für Deutschland bleibt seine Unterstützung allerdings seiner Heimat vorbehalten. „Ich drücke natürlich weiterhin den USA die Daumen und hoffe, dass wir es schaffen. Aber Deutschland ist definitiv meine zweite Mannschaft geworden, einfach weil ich hier Teil der Gemeinschaft bin. Es macht wirklich Spaß, das mitzuerleben.“

erich ostsee @ Amerikaner zur Heim-WM in Deutschland
Erich Osteen. Foto: Cougars/oH

WM hat in Deutschland einen anderen Stellenwert

Dylan Seel verfolgt die Weltmeisterschaft grundsätzlich deutlich weniger intensiv. Auch in den USA spielte das Turnier für ihn bislang keine große Rolle. „Wenn es um die Weltmeisterschaft geht, muss ich sagen, dass ich sie weder früher zuhause besonders verfolgt habe noch heute regelmäßig schaue. Das ist einfach nichts, was ich normalerweise einschalte.“ Dennoch nutzte auch er die Gelegenheit, um das Deutschland-Spiel gegen die Elfenbeinküste gemeinsam mit Fans zu verfolgen. „Seit ich hier bin, war ich am Samstag bei einem Public Viewing für das Spiel zwischen Deutschland und der Elfenbeinküste. Das war schon ziemlich spannend.“

Deutschland als zweite Wahl hinter den USA

Auch Seel erkennt deutliche Unterschiede zwischen der Fußballbegeisterung in Deutschland und den USA. „Die Erfahrung, während einer Weltmeisterschaft in Europa und Deutschland zu sein, ist definitiv anders als zuhause. Hier hat das Turnier einen viel höheren Stellenwert. Natürlich gibt es auch in den USA Menschen, die sich für die WM interessieren, aber insgesamt ist die Bedeutung dort nicht annähernd so groß wie hier.“ Bei der Frage nach seinem Favoriten bleibt auch er seiner Heimat treu. „Wenn ich ehrlich bin, muss ich natürlich sagen, dass ich den USA die Daumen drücke. Das ist wahrscheinlich etwas voreingenommen. Deutschland zuzuschauen hat aber definitiv Spaß gemacht.“ Die beiden Cougars-Spieler erleben die Weltmeisterschaft somit aus einer besonderen Perspektive: Als Amerikaner in Deutschland bekommen sie hautnah mit, welchen Stellenwert Fußball hier besitzt.

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