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Die deutsche Nationalmannschaft hat zum Abschluss der Gruppenphase bei der Weltmeisterschaft ihre erste Niederlage hinnehmen müssen. Nach zuvor elf Siegen in Folge unterlag das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann Ecuador mit 1:2. Auswirkungen auf das Weiterkommen hat das Ergebnis allerdings nicht – Deutschland steht dennoch als Gruppensieger im Achtelfinale.
Zu viel Rotation
Für Christian Albrecht Barschel vom Fanclub Nationalmannschaft war die Niederlage vor allem auf die zahlreichen Wechsel von Bundestrainer Julian Nagelsmann zurückzuführen. „Aus meiner Sicht geht die Niederlage auf die Kappe von Julian Nagelsmann. Er hat zu viel rotiert und wollte offenbar jedem Spieler seinen WM-Moment ermöglichen“, sagte Barschel nach der Partie.
Der Falsche Zeitpunkt
Eine Einschätzung, die auch Ronald aus Lübeck teilt. Seiner Meinung nach hätte die Mannschaft die Gelegenheit nutzen sollen, sich weiter einzuspielen. „Spieler wie Pascal Groß, Maximilian Beier oder Angelo Stiller standen zuletzt nicht in der Startelf und wurden kaum eingewechselt. Diesmal bekamen sie ihre Minuten, aber das wirkte ein bisschen so, als würde man in einem Spiel um Platz drei bei einer klaren Führung noch allen Einsatzzeit geben. Dafür war es aus meiner Sicht der falsche Zeitpunkt.“
Mehr gewollt
Letztlich sei die Niederlage auch nicht unverdient gewesen. „Ecuador wollte den Sieg einfach ein Stück mehr“, so Ronald.
Trotz des Ergebnisses bleibt vor allem die Atmosphäre im MetLife Stadium in Erinnerung. Hauke aus Bad Oldesloe sprach von einem echten Auswärtsspiel für die deutsche Mannschaft. „Wir standen zwar wie gewohnt bei den deutschen Fans, aber direkt hinter uns waren die Ecuador-Anhänger. Auch auf den anderen Tribünen war sehr viel Gelb zu sehen. Ich würde sagen, höchstens 20 Prozent der Zuschauer waren für Deutschland“, berichtete er. Besonders nach dem Führungstreffer und beim Schlusspfiff sei die Stimmung der südamerikanischen Fans beeindruckend gewesen. „Es war unfassbar laut. Für uns natürlich etwas gedämpft, aber wenn man weiß, dass man als Gruppensieger weiter ist, kann man die Niederlage auch akzeptieren.“
Wunschgegner
Auch das Stadion selbst hinterließ Eindruck. „Das MetLife Stadium ist ein tolles Stadion und nicht ohne Grund Austragungsort des WM-Finales. Die Atmosphäre war überragend. Natürlich geht man mit einem besseren Gefühl nach Hause, wenn man gewinnt, aber insgesamt war es trotzdem ein besonderes Erlebnis.“ Nach dem Gruppenabschluss richtet sich der Blick nun auf das Achtelfinale. Am Montag reist die deutsche Mannschaft nach Boston. Wer dort der Gegner sein wird, stand unmittelbar nach dem Spiel noch nicht fest. Unter anderem kommen Paraguay, Südkorea, Schweden oder Australien infrage. „Ich hoffe auf Paraguay“, sagte Christian Albrecht Barschel. Die endgültige Entscheidung fällt jedoch erst nach Abschluss der weiteren Gruppenspiele.
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