Heimmacht SC Cismar macht nächsten Entwicklungsschritt

Die zwei Gesichter des SCC

Die Mannschaft des SC Cismar. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Grömitz – Der SC Cismar ging im vergangenen Sommer in die zweite Kreisligasaison nach dem Aufstieg im Sommer 2024. Im ersten Jahr war es eines mit Höhen und Tiefen, in der man über weite Strecken große Probleme hatte, doch mit dem Trainerwechsel zu Sascha Pretzel Stabilität bekam. Nun, nach dem zweiten Kreisligajahr, kann man positiv auf dieses blicken, denn vom Tabellenkeller hielten sich die Ostholsteiner über die gesamten 30 Spieltage fern.

Junge Spieler im Fokus

Der Kader des SC Cismar ist sehr jung. Man setzt auf die Entwicklung von jungen Spielern aus der Region, die bei ihnen den nächsten Schritt machen sollen. Kombiniert mit erfahrenen Stützen im Kader wie Pascal Sievers, Hendrik Schattka oder auch Lennard Siebrecht möchte man mit den jungen, hungrigen Talenten einen spielerischen Ansatz verfolgen. Dabei hat man sich vor der Saison im Trainerteam neu aufgestellt, denn Sascha Pretzel bekam Unterstützung von den beiden Ex-Spielern Jenner Baden und Daniel Temme. Lothar Pretzel blieb ebenfalls ein wichtiger Teil im Team hinter dem Team.

Favoritenschreck

Das erste Kreisligajahr war kein einfaches für den SCC, der unter Michael Bergmann nie so richtig in die Spur kam. Dies änderte sich unter Pretzel, sodass man zuversichtlich in die zweite Spielzeit blickte. Doch der Start hätte kaum schlechter laufen können. Der Auftakt wurde mit 1:5 bei der FT Preetz verloren, sodass die Euphorie erst einmal massiv gedämpft wurde. Es war ein höchst enttäuschender Auftritt, doch viele dieser Art sollten nicht folgen. Man zeigte in der Hinrunde einige Auftritte, in denen man fußballerisch überzeugte, sich jedoch nicht belohnte. Gleichzeitig entwickelte man sich zu einem echten Favoritenschreck, denn sowohl Meister Dobersdorf als auch Eutin 08 II wurden auf der heimischen Sportanlage bezwungen. Dort fühlte man sich unheimlich wohl, denn in der gesamten Saison gab es nur eine einzige Heimniederlage, diese gegen den VfR Laboe.

Sehr zufriedene Grömitzer

Nach 30 Spieltagen beendeten die Grömitzer die Saison auf dem sechsten Tabellenplatz. Es war eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Vorjahr, sodass das Fazit wenig überraschend positiv ausfiel: „Wir sind mit unserer Saisonleistung sehr zufrieden. Im vergangenen Sommer haben wir neue Ideen entwickelt und die Mannschaft hat es super angenommen. Die Ergebnisse folgten auf dem Platz. Die Art und Weise, welche Entwicklung diese sehr junge Mannschaft genommen hat, macht uns Trainer extrem stolz. Wohl wissend, dass wir einen Weg eingeschlagen haben, der in der kommenden Spielzeit weitergeht“, sagt Co-Trainer Daniel Temme. Besonders gut gefiel ihnen: „Besonders gut hat uns gefallen, dass wir das, was wir der Mannschaft vermitteln wollen, die Art und Weise, wofür wir Trainer stehen, auf dem Platz sehen. Es wird umgesetzt. Natürlich lässt sich darauf weiter aufbauen.“

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
AOK
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
VfB Lübeck

Zwei Gesichter

Neben der positiven Entwicklung und großen Zufriedenheit gibt es bei den Ostholsteinern allerdings auch Punkte, wo man sich verbessern möchte. Temme sagt: „Wir wollen im Spiel mit dem Ball noch aktiver werden. Mehr Lösungen suchen und finden. Da ist auf jeden Fall noch Luft nach oben. Ebenfalls müssen wir in der Fremde konstanter werden. Das war in der Saison sehr dürftig.“ Die zwei Gesichter des SCC verhinderten ein noch besseres Abschneiden. Während man zu Hause eine absolute Spitzenmannschaft war, zeigte die Auswärtsbilanz eher eine Mannschaft aus dem unteren Mittelfeld. Die Leistungen von der heimischen Gildestraße müssen konstanter auch auf fremdem Platz präsentiert werden, damit es dort mehr Punkte gibt.

Entwicklung der jungen Spieler

Mit Bennet Kern, Lennard Siebrecht und Linus Munzel haben die Grömitzer drei Spieler, die eine zweistellige Anzahl an Toren erzielt haben. Alle drei sind wichtige Elemente im Offensivspiel, doch der Erfolg ist nicht nur auf das Trio zurückzuführen. In allen Mannschaftsteilen steckt ein enormes Potenzial, das bereits häufiger angedeutet wurde. Co-Trainer Temme hob vor allem zwei junge Spieler hervor, die trotz jungen Alters sehr konstant ihre Leistungen auf den Platz brachten und daher für die Mannschaft unverzichtbar waren: „Wir haben viele junge Leute, die eine sehr gute Entwicklung genommen haben. Gerade auch mit dem Wintertransfer von Thias Reinke haben wir einen extrem jungen Spieler bekommen, der perfekt in unser Profil passt. Das hat er in seinen ersten Herrenspielen schon sehr gut gemacht, ebenso wie Luis Treutler, der uns im Sommer verstärkt hat.“

Vorbereitung läuft bereits

Mit Blick auf die neue Saison hat man bereits die Vorbereitung gestartet. Am 23. Juni legten die Grömitzer los. Es gab eine Einheit auf dem Platz sowie eine Strandeinheit. Personell verabschiedete man Johann Broschinski in Richtung Neustadt. Neuzugänge gab es mit Danny Jerchel (FC Riepsdorf) und Hinrich Langbehn (TSV Dahme).

Gefällt Dir unsere journalistische Arbeit?

Dann unterstütze uns hier mit einem kleinen Beitrag. Danke.

- Anzeige -

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein