
Lübeck – Der SV Viktoria 08 blickt auf eine Saison mit Höhen und Tiefen zurück. Man schaffte es nicht, konstant die Leistungen auf den Platz zu bringen und die Ergebnisse einzufahren. Zur Folge hatte dies, dass man die Spielzeit auf dem achten Tabellenplatz beendete. Dass die Mannschaft die Qualität für ein noch besseres Abschneiden hat, zeigte sie mehrfach, doch personelle Sorgen sowie fehlendes Glück im Abschluss verhinderten dies.
Guter Start in die Saison
Der Name SV Viktoria 08 fiel vor der Saison auf die Frage nach den Geheimfavoriten in der Kreisliga Südost mehrfach. Mit Spielern wie Johann Gerlach, Wilhelm Citea oder aber Lönne Christiansen, die allesamt das Zeug haben, Spiele selbst zu entscheiden, galt die Mannschaft von der Falkenwiese als hochinteressant. Die ersten Wochen der Saison zeigten sie genau dies auch auf dem Platz, überzeugten mit einem starken Offensivspiel, doch auch einer guten Arbeit gegen den Ball. So machte man es dem späteren Meister schwer, rang Pansdorf II zwei Punkte ab und schlug sogar den Eichholzer SV II zweimal. Das Potenzial war somit unumstritten da, doch es gibt ein bekanntes Problem auf der Falkenwiese.
Ausfälle plagen Viktoria
Dass die Mannschaft von Timur Akgün gespickt mit vielen Studenten ist, hat zum einen den Vorteil, dass sie überhaupt das Trikot der 08er tragen, doch auch den Nachteil, dass sie immer wieder fehlen und somit auch mal über Wochen nicht zur Verfügung stehen. Dies war auch im Herbst 2025 der Fall, sodass improvisiert werden musste. Der Kader war regelmäßig ausgedünnt und die Schlüsselspieler waren einfach nicht eins zu eins zu ersetzen, sodass es sich in den Ergebnissen widerspiegelte.
Fazit
Auf den guten Start folgte somit im Herbst der Absturz in der Tabelle, sodass sich die Lübecker plötzlich nur noch im unteren Mittelfeld wiederfanden. Platz elf war dabei der Saisontiefstwert, den man sowohl am zwölften als auch am 22. und 23. Spieltag belegte. Zwar gab es zwischenzeitlich wieder Höhen, doch so richtig aus der Tabellenregion befreien konnte man sich nicht. Man blieb im Niemandsland, hatte somit bereits im Schlussspurt keinerlei sportliche Ambitionen mehr. Zwar brachte ein guter Endspurt noch den Sprung auf einen einstelligen Rang, doch so wirklich zufrieden war man dennoch nicht auf der Falkenwiese: „Wir sind anhand dessen, dass wir immer wieder dezimiert auflaufen mussten, mit der gesamten Saison unzufrieden, da unser Potenzial noch nicht ausgeschöpft ist. Dennoch darf man mit Stolz erwähnen, dass Viktoria auch im vierten Jahr in der Kreisliga nichts mit dem Abstieg zu tun hatte und das ist unser Erfolg als Team.“
Zusammenhalt beeindruckt
Trotz der gesamten Unzufriedenheit über die Saison hat man durchaus auch positive Punkte gefunden. Der Trainer hob dabei einiges hervor: „Der Zusammenhalt und das Miteinander, menschlich wie auch sportlich, sind beeindruckend und das wollen wir niemals verlieren.“ Gleichzeitig gab es aber auch einen Punkt, der Akgün nicht wirklich gut gefiel: „Unzufrieden sind wir, wie erwähnt, mit der Beständigkeit, die gefehlt hat.“
Trio erntet Lob
Als klarer Unterschiedsspieler in dieser Saison ist beim SVV sicherlich vor allem einer hervorzuheben. 20 Saisontreffer erzielte dieser und war somit der fünftbeste Torschütze der Liga. Die Rede ist dabei von Stürmer Lönne Christiansen, der wie bereits im Vorjahr mit seiner hohen individuellen Qualität glänzte und den Viktoria-Angriff auf ein ganz anderes Level hob. Er bekam von seinem Coach ein Sonderlob, genauso wie auch der Torhüter, der mehrfach die gegnerische Offensive zum Verzweifeln brachte und so seiner Mannschaft Punkte rettete: „Natürlich muss man da klar Lönne Christiansen hervorheben, aber auch unseren Torwart Johann Gerlach. Die beiden haben immer wieder das Team mitgerissen, aber auch an sich stetig gearbeitet und waren Vorbilder auf und neben dem Platz. Dazu gehören aber menschlich einfach alle Jungs dazu.“
Personelle Veränderungen
In der kommenden Saison möchte Viktoria sicherlich eine bessere Runde spielen, doch personell gibt es für die Schwarz-Weißen dabei den ein oder anderen schmerzlichen Abgang. Mit Lönne Christiansen geht der angesprochene Unterschiedsspieler in Richtung Eichholzer SV. Auch der defensive Stabilisator Wilhelm Citea ist nach nur einem Jahr wieder weg und läuft künftig für den TSV Travemünde auf. Zu weiteren personellen Veränderungen sagt der Trainer des SVV: „Mit Daniel Scheuermann verlieren wir einen tollen Menschen und Sportler (Umzug), dann mit Stolz und Schmerz Lönne Christiansen, der zu Eichholz in die Landesliga wechselt, und Wilhelm Citea, der es nochmal in Travemünde probieren möchte. Allen Jungs nur das Beste auf ihrem Weg! Zudem sind bereits einige Spieler in der Saison aus beruflichen Gründen gegangen. Unser Team erweitern und frischen Wind werden neue Spieler wie Konstantin Behrendt und Franz Mastall bringen. Beide extern. Zudem werden intern aus der A-Jugend und den zweiten Herren bedeutsame und gute Kicker dazustoßen. Die ein oder andere Überraschung wird ebenfalls noch kommen, so hoffen wir.“ Zudem wird mit Yannik Plaumann ein Co-Trainer aus der zweiten Herren dazustoßen.










