
Fehmarn – Die SG Insel Fehmarn hatte in der abgelaufenen Saison einige Höhen und Tiefen. Es gab Spiele, in denen die Mannen von der Sonneninsel mit gutem Fußball überzeugten, doch gleichzeitig auch Tage, an denen nahezu gar nichts funktionierte. Vor allem nach dem Winter waren es zwei Extreme, die dabei aufeinandertrafen.
Guter Start
Die Mannschaft der SG Insel Fehmarn bekam im Sommer 2025 einige junge Spieler dazu. Nachdem bereits einige aus der eigenen Jugend es schafften, im Kreisligateam zu überzeugen, vor allem Magnus Mackeprang, der 2024/25 eine herausragende Saison spielte, wollten weitere Talente folgen. Doch auch die „Älteren“ wollten zu ihrer Topform zurückfinden, sodass man eine ruhigere Saison als die zuvor spielen würde. Der Saisonstart war direkt einmal sehr eindrucksvoll. Nur eine Niederlage aus fünf Spielen, und dies gegen namhafte Gegner, ließ aufhorchen. Anschließend neutralisierte es sich allerdings wieder, sodass es tabellarisch ein Auf und Ab im unteren sowie Tabellenmittelfeld gab. Überwintert wurde allerdings im Tabellenmittelfeld, sogar auf einem einstelligen Tabellenplatz.
Krise nach dem Winter
Nach dem Winter sollte es allerdings zunächst eine echte Ergebniskrise geben. Sechs Niederlagen setzte es direkt einmal zum Start, darunter unter anderem ein desolater Auftritt bei Abstiegskandidat Lütjenburg, wo man mit 1:7 unterging. Die Alarmglocken schrillten, denn plötzlich ging der Blick doch wieder in Richtung Tabellenkeller. Doch man fand zurück in die Spur, meisterte die beiden Pflichtaufgaben gegen Putlos und Raisdorf und startete plötzlich eine Erfolgsserie. Achtmal blieb die Truppe von Andre Hack unbesiegt, machte den Klassenerhalt vorzeitig perfekt. Zwar verlor man zum Abschluss noch das Derby gegen Großenbrode, dennoch kann man insgesamt auf eine gute Saison zurückblicken. Fynn Severin, Co-Trainer der SG Insel Fehmarn, zog im Gespräch mit HL-SPORTS ein Fazit: „Mit der Saison sind wir insgesamt zufrieden. Die Mannschaft hat im Vergleich zu den vergangenen Jahren einen klaren Schritt nach vorne gemacht. Nach dem Abstieg aus der Verbandsliga haben wir erstmals wieder die 40-Punkte-Marke geknackt und einen einstelligen Tabellenplatz erreicht. Darauf lässt sich definitiv aufbauen. Natürlich gab es im Laufe der Saison auch mal Phasen, in denen nicht alles rundlief – das gehört im Fußball dazu. Entscheidend ist aber, dass die positiven Wochen überwogen haben und die Mannschaft immer wieder die richtige Reaktion gezeigt hat. Jetzt gilt es, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen und die Entwicklung in der kommenden Saison zu bestätigen.“
Entwicklung der jungen Spieler
Besonders positiv gefiel ihm: „Positiv hervorzuheben ist natürlich zunächst die Punkteausbeute. Im Vergleich zu den letzten Jahren haben wir uns stabilisiert und uns für viele gute Leistungen auch belohnt. Besonders erfreulich war außerdem die Entwicklung einiger Spieler. Ein gutes Beispiel ist Nico Müntz, der nach der Verletzung von Morten Blendermann in der Innenverteidigung eingesprungen ist und dort in der Rückrunde einen richtig starken Job gemacht hat. Auch offensiv haben wir in dieser Saison bessere Lösungen gefunden und es deutlich häufiger geschafft, Tjelk Jacob in gefährliche Situationen zu bringen. Darauf wollen wir weiter aufbauen. Für die kommende Spielzeit wird wichtig sein, die offensive Verantwortung noch breiter auf mehrere Schultern zu verteilen und insgesamt mehr Automatismen in unser Angriffsspiel zu bekommen.“
Verbesserungspotenzial gegen den Ball
Doch es gibt auch noch Luft nach oben für die SG. Severin sieht in der Arbeit gegen den Ball ganz klar Verbesserungspotenzial, was die 68 Gegentore aufzeigen. Er sagte: „Verbesserungspotenzial sehen wir weiterhin im Spiel gegen den Ball. Wir haben uns zwar insgesamt stabilisiert, kassieren aber nach wie vor zu viele Gegentore. Dabei bringen wir uns teilweise durch individuelle Fehler selbst um den Lohn unserer Arbeit und verschenken unnötig Punkte. Da müssen wir in Zukunft noch konsequenter und abgezockter werden. Auch bei der Trainingsbeteiligung sehen wir noch Luft nach oben. Das ist allerdings kein Problem, das nur uns betrifft – viele Vereine kämpfen mittlerweile damit. Fußball hat heute gesellschaftlich leider nicht mehr überall denselben Stellenwert wie früher. Trotzdem erwarten wir, dass jeder, wenn er auf dem Platz steht, Vollgas gibt und seinen Teil für die Mannschaft einbringt.“
Tjelk Jacob überragt
Tjelk Jacob war mit seiner beeindruckenden Torausbeute der Unterschiedsspieler. Vor allem im Saisonendspurt war der ehemalige Eutiner kaum aufzuhalten und klopfte sogar im Kampf um die Torjägerkanone an. Doch es sind noch einige weitere Spieler, die auf der Insel herausragten. Dazu sagt der Co-Trainer: „Hervorzuheben ist natürlich Tjelk Jacob, der eine richtig starke Saison gespielt hat und sowohl als Torschütze als auch als Vorlagengeber ein wichtiger Faktor für unser Offensivspiel war. Dazu kommt Nico Müntz, der besonders in der Innenverteidigung eine sehr positive Entwicklung genommen hat, sowie Jan Töpfer, der auch in der Rückrunde seine Konstanz unter Beweis gestellt hat. Auch unser Torhüter Kevin Heinecke hat uns mit starken Leistungen einige Punkte festgehalten und seit der Rückrunde noch einmal mehr Stabilität ausgestrahlt. Ebenso hervorzuheben ist Max Lafrentz, der sich als eigentlicher A-Jugendspieler in dieser Saison bestens integriert und gute Leistungen gezeigt hat. Auf unsere eigenen jungen Spieler wollen wir auch in den kommenden Jahren setzen und diese noch besser in den Herrenbereich integrieren. Am Ende lebt Fußball aber immer vom Teamgedanken. Deshalb sollte man die Leistung der gesamten Mannschaft hervorheben, denn jeder Spieler war im Laufe der Saison ein wichtiger Baustein für unseren Erfolg und das gute Mannschaftsgefüge.“
Vorbereitung läuft
Mit Blick auf die neue Saison läuft die Vorbereitung bereits seit dem 26. Juni. Seitdem trainiert man unter der Leitung des Trainerteams, bestehend aus Andre Hack und David Beljan. Nach einer knappen 1:2-Niederlage gegen den Oberligisten Oldenburger SV am gestrigen Dienstagabend steht nun bereits am Sonntag der Sundcup in Großenbrode an, wo man unter anderem auf zwei Ligakonkurrenten mit Gremersdorf und dem Gastgeber trifft. Personell gab es bereits einige Neuzugänge. Auf der Abgangsseite hat sich nichts getan: „Im Großen und Ganzen bleibt der Kader zur neuen Saison zusammen, was für uns ein wichtiges Signal ist. Der eine oder andere Spieler wird aus zeitlichen Gründen möglicherweise häufiger in der zweiten Mannschaft zum Einsatz kommen, feste Abgänge gibt es aktuell aber nicht.“










