Jahrzehntelanges Engagement: Sportverdienstnadel für regionale Ehrenamtliche

Holger Böhm, Innenministerin Magdalena Finke und Norbert Richter. Foto: Frank Peter/oH

Kiel – Große Ehre für zwei bekannte Gesichter des schleswig-holsteinischen Sports: Im Gästehaus der Landesregierung zeichnete Innenministerin Magdalena Finke am Dienstag stellvertretend für Ministerpräsident Daniel Günther insgesamt 15 engagierte Ehrenamtliche mit der Sportverdienstnadel des Landes Schleswig-Holstein aus. Unter den Geehrten befanden sich auch Holger Böhm vom SV Todesfelde sowie Norbert Richter vom TSV Ratekau.

„Auch im Sport gilt: Selbst die stärkste Mannschaft, die beste Sportlerin oder der beste Sportler braucht Menschen, die organisieren, begleiten, motivieren und Verantwortung übernehmen. Genau diese Menschen ehren wir heute“, betonte Finke bei der Feierstunde. Sie würdigte den unverzichtbaren Einsatz der vielen Ehrenamtlichen, die mit ihrer Arbeit das Vereinsleben in Schleswig-Holstein erst möglich machen.

Seit einem halben Jahrhundert für den SV Todesfelde im Einsatz

Für Holger Böhm ist die Auszeichnung die Anerkennung eines außergewöhnlichen Engagements. Seit mittlerweile 50 Jahren gehört er dem SV Todesfelde an und prägt den Verein seit Jahrzehnten in unterschiedlichsten Funktionen mit. Dass der Dorfverein heute sowohl im Fußball als auch im Handball auf höchstem Niveau vertreten ist, sei für ihn vor allem das Verdienst der Menschen hinter den Kulissen.

„Ein Verein ist nie besonders – besonders sind immer die Menschen, die ihn gestalten“, sagt Böhm. Gerade das Zusammenspiel vieler Ehrenamtlicher habe den SV Todesfelde zu dem gemacht, was er heute sei.

Die Ehrung in Kiel habe ihn dennoch bewegt. „Wenn einem noch einmal vor Augen geführt wird, was man über all die Jahre gemacht hat, ist das schon etwas Besonderes. Es ist eine schöne Anerkennung und motiviert, sich auch künftig weiter ehrenamtlich einzubringen.“

Für die Zukunft wünscht sich Böhm vor allem, dass der SV Todesfelde sein außergewöhnliches sportliches Niveau halten kann, ohne dabei seine Werte zu verlieren. Vor allem aber müsse Ehrenamt weiterhin Freude bereiten: „Es muss immer mehr Spaß machen, als dass es Belastung ist.“

Leidenschaft für das Schiedsrichterwesen

Auch Norbert Richter wurde für jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Seit 1983 ist er im schleswig-holsteinischen Schiedsrichterwesen aktiv und engagiert sich bis heute intensiv in der Aus- und Weiterbildung sowie in der Qualifizierung von Schiedsrichtern und Trainern.

Was ihn bis heute antreibt, sei die besondere Verantwortung, die das Amt mit sich bringe. Für Richter ist die Schiedsrichterei weit mehr als nur Fußball. Sie vermittle Eigenschaften wie Entscheidungsfreude, Kommunikation und Führungsstärke – Fähigkeiten, die Menschen ein Leben lang begleiten.

„Das Schiedsrichterwesen ist eines der persönlichkeitsprägendsten Hobbys überhaupt“, erklärt Richter. Gerade junge Menschen könnten dort wichtige Erfahrungen für ihren weiteren Lebensweg sammeln.

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
AOK
Anzeige
Anzeige

Die Sportverdienstnadel habe ihn sehr stolz gemacht. Besonders gefreut habe ihn, dass seine Frau die Ehrung miterleben konnte. „Sie hat über all die Jahre oft zurückstecken müssen. Für sie war das ein ganz besonderer Moment.“

Mehr Schiedsrichter und mehr Fairness

Mit Blick auf die Zukunft hat Richter klare Ziele. Er möchte dazu beitragen, wieder mehr Menschen für das Schiedsrichteramt zu begeistern und das Thema Fairness auf und neben dem Platz weiter voranzubringen. Außerdem setzt er sich für eine stärkere Qualifizierung im Jugendfußball ein.

„Kein Kind sollte von einem ungeschulten Trainer betreut werden müssen“, sagt Richter. Deshalb wolle er sich auch in den kommenden Jahren intensiv für die Aus- und Weiterbildung im Schleswig-Holsteinischen Fußballverband einsetzen.

Die Geehrten

Katja Altmann (Hamburg)
Holger Böhm (Todesfelde)
Katja Franz (Kiel)
Matthias Haß (Ahrensbök)
Susanne Helten (Schmalfeld)
Patricia Holze (Eddelak)
Himmet Kaysal (Kellinghusen)
Andrea Mordhorst (Norderstedt)
Imke Ott (Gokels)
Finn Petersen (Münster)
Norbert Richter (Eutin)
Dagmar Stabenow (Lütjenburg)
Werner Welpot (Schleswig)
Hartmut Wiebe (Risum-Lindholm)
Marco Witt (Gelting)

Ist Kevin Rodewald der richtige Coach für den VfB Lübeck?

View Results

Wird geladen ... Wird geladen ...
Gefällt Dir unsere journalistische Arbeit?

Dann unterstütze uns hier mit einem kleinen Beitrag. Danke.

- Anzeige -

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein