
Lübeck – Der ATSV Stockelsdorf belegte in der Kreisliga Südost am Ende der Saison den zwölften Tabellenplatz. Man hielt somit die Klasse, doch Zufriedenheit herrschte dennoch nicht. Man wollte sich eigentlich in anderen Tabellenregionen wiederfinden, doch nach 30 Spieltagen waren die Konstanz und vor allem die Defensive das große Manko. HL-SPORTS sprach mit Jan Mehlfeld, dem Cheftrainer des ATSV.
Fehlstart
Auch im Vorfeld dieser Saison war der ATSV Stockelsdorf durchaus ambitioniert. Nach dem sechsten Tabellenplatz in der Vorsaison wollte man erneut in die obere Tabellenregion, doch es war auch klar, dass dies ein hartes Stück Arbeit werden würde. Die ersten Wochen der Saison verliefen alles andere als zufriedenstellend. Gegen den späteren Absteiger Groß Grönau II gab es zum Start direkt eine 1:3-Heimniederlage und auch in den Folgewochen gab es wenig Grund zur Freude. Ein Punkt aus den ersten drei Ligaspielen war ein waschechter Fehlstart. Mit einem 4:0-Auswärtssieg beim Eichholzer SV II setzte Stockelsdorf allerdings ein dickes Ausrufezeichen. Endlich blieb die Weste weiß, es gab kein Gegentor und vorne war man eiskalt. Doch der Befreiungsschlag sollte dies keineswegs sein. Es folgten sechs sieglose Spiele. Dabei zeigte sich die Defensive mit 26 Gegentoren als absolute Schwachstelle. Man fand sich im Oktober bereits tief im Tabellenkeller wieder, einzig die damaligen Sorgenkinder Vorwerk und Gudow blieben hinter der Mehlfeld-Elf. Ein großer Faktor für diesen Fehlstart war sicherlich die personelle Situation, denn es fehlten zahlreiche Spieler. Doch es folgte ein Aufwärtstrend. Man gewann gegen die Kellerkinder Vorwerk und Gudow knapp, fuhr aber wichtige Punkte ein und auch dem TSV Travemünde konnte man einen Punkt abnehmen. Bis zur Winterpause folgten allerdings wieder fünf sieglose Spiele, sodass man im unteren Tabellendrittel überwinterte.
Starker Endspurt verhindert Abstiegssorgen
Während man offensiv durchaus überzeugte, war die Defensive oftmals löchrig und zu selten kreisligatauglich. In der Winterpause musste daran klar gearbeitet werden, doch auch die ersten Spiele nach dem Winter waren nicht gerade erfolgreich. Ein Punkt aus fünf Spielen war die Bilanz, sodass man sich nicht wirklich aus dem Keller befreien konnte. Stattdessen fingen die Mannschaften, die hinter dem ATSV standen, wie Groß Grönau II, Vorwerk und der TSV Gudow an zu punkten, sodass man endgültig im Abstiegskampf angekommen war. Der Trend sprach dabei nicht wirklich für Stockelsdorf. Doch im Endspurt der Saison gelang der Mehlfeld-Elf die Wende. Sie fand in die Erfolgsspur und gewann sechs der letzten sieben Saisonspiele. Somit machte man den Klassenerhalt doch noch ohne allzu große Sorgen perfekt und geht in eine weitere Kreisligasaison. Dennoch ist ihnen trotz des Endspurts durchaus klar, dass man mit dieser Saison nicht zufrieden sein darf.
Enttäuschendes Fazit
Cheftrainer Jan Mehlfeld zog gegenüber HL-SPORTS ein Fazit: „Ziel haben wir nicht erreicht. Zu viele Auf-und-ab-Phasen, somit am Ende zurecht zwölfter Platz, was natürlich hinter unseren Erwartungen lag.“ Als größten Kritikpunkt sah er: „Unser Verhalten gegen den Ball muss verbessert werden. Zudem müssen wir die individuelle Fehlerquote minimieren.“ Doch es gab auch positive Punkte: „Positiv war, dass die Truppe nie aufgegeben hat, auch in der Phase, wo es nicht lief. Wir haben uns gemeinsam aus einer schweren Situation heraus gekämpft.“ Dabei lobte der Coach das Kollektiv: „Ich glaube, dass wir als Team gut zusammengehalten haben. Ob Betreuer, Spieler oder Trainer. Jeder trägt seinen Teil im Team dazu bei. Schön zu sehen war, dass viele nach längeren Verletzungsphasen wieder fit zurückkamen und gute Leistungen zeigten im Endspurt.“
Umbruch zur neuen Saison
Am 22. Juni startete der ATSV Stockelsdorf in die Vorbereitung auf die neue Saison. Unter der Leitung des neuen Trainerduos Yannick Biemann und Moritz Matyssek möchte man eine bessere Saison spielen. Dabei gibt es auch personelle Veränderungen: „Personell wird sich einiges verändern. Wir werden einen Umbruch haben, viele ältere Spieler werden den Verein verlassen oder hören auf. Wir werden mit einem guten Gemisch aus Erfahrung von Spielern im mittleren Alter und jungen, motivierten Spielern in die neue Saison gehen“, sagt Mehlfeld, der sich gemeinsam mit Vater Jörg künftig wieder auf die Aufgabe des Abteilungsleiters konzentrieren wird.










