Finaltag der Sportwoche: Dassendorf und Eichholz II sichern sich Titel

Chaos um Spiel um Platz Drei

Die TuS Dassendorf krönte sich zum Titelträger der Eichholzer Sportwoche. Foto: Lobeca/Niklas Runne
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Lübeck – Am Sonnabend stand der Finaltag der Eichholzer Sportwoche an. An der Guerickestraße sollten eigentlich die beiden Spiele um Platz drei sowie die Finals steigen, doch eine Absage des VfR Neumünster zwang den Gastgeber zur Improvisation. Gegen den gefundenen Ersatz wollte Dassendorf nicht spielen, sodass das Spiel um Platz drei auf dem Rasenplatz wegfiel. Dennoch bekamen die Zuschauer tolle Spiele und eine Menge Tore zu sehen.

Eintracht Groß Grönau II – VfL Vorwerk 4:3 (2:0)

Eröffnet wurde der Finaltag bereits um 13 Uhr mit dem kleinen Finale auf dem Kunstrasenplatz. Die beiden Verlierer der Halbfinalpartien vom Dienstag und Donnerstag trafen sich, um den dritten Platz zu ermitteln. Die Mannschaften kennen sich dabei bereits bestens, denn noch in der abgelaufenen Spielzeit spielte man gemeinsam in der Kreisliga Südost. Nun kam es zum schnellen Wiedersehen zwischen dem TSV Eintracht Groß Grönau II und dem VfL Vorwerk. Es soll auch nicht das letzte sein, denn durch den gemeinsamen Abstieg geht man in der Kreisklasse A an den Start. Das Spiel um Platz drei in Eichholz sollte keinen klaren Favoriten haben. Beide Teams verloren gegen Kreisligisten, zeigten dabei dennoch auch Positives. Die Eintracht hielt das Spiel gegen den TSV Schlutup mit einem 0:1 zur Pause noch offen, kassierte erst in der zweiten Hälfte, nachdem durchgewechselt wurde, die weiteren fünf Gegentore. Vorwerk dagegen begeisterte die Zuschauer mit einer starken kämpferischen Leistung gegen den Eichholzer SV II. Erst in der 89. Minute fiel dort der zweite Gegentreffer zum 1:2-Endstand. Trotz der eigentlich relativ klaren Favoritenrolle des ESV II war Vorwerk keineswegs chancenlos.

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Zum Ende wurde es nochmal richtig spannend zwischen Groß Grönau II und dem VfL Vorwerk. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Nun am Sonnabend sollte es spannend werden zwischen den Ligakonkurrenten. In einem umkämpften Spiel, in dem beide Mannschaften die Zweikämpfe nicht scheuten, war es in der Anfangsphase noch eine ziemlich ausgeglichene Angelegenheit. Vorwerk verzeichnete erste Halbchancen, war jedoch noch nicht wirklich zwingend. Groß Grönau ging mit der ersten Chance durch Jasper Skambracks in Führung. Im Anschluss gab es Gelegenheiten auf beiden Seiten. Während die Eintracht durch einen Freistoß, der an die Unterkante der Latte prallte, die beste im ersten Durchgang hatte, fehlte es dem VfL an der Genauigkeit im letzten Drittel. Zu oft kam der letzte Pass nicht an. Mit dem Pausenpfiff traf die Zweitvertretung zum 2:0 durch Kilian Gretzinger. Zur Pause war die Mannschaft von Coach Alexander Wollmer auf Kurs und kurz nach dem Seitenwechsel legte sie sogar zum 3:0 nach. Die Vorentscheidung sollte es allerdings noch nicht sein, denn der VfL traf vom Elfmeterpunkt zum 1:3. Vier Minuten später stellte Groß Grönau allerdings den alten Abstand wieder her zum 4:1. Zwei Vorwerker Tore ließen in der Schlussphase dennoch noch einmal Spannung aufkommen, sodass sich sogar die Chance auf den Ausgleich in der Nachspielzeit bot, doch es blieb beim 4:3 für den TSV Eintracht, der sich somit den dritten Platz bei der Eichholzer Sportwoche sicherte.

TSV Schlutup – Eichholzer SV II 1:5 (0:1)

Das Finale auf dem Kunstrasenplatz versprach eine Menge. Der TSV Schlutup, Tabellendritter der abgelaufenen Saison, traf auf den Eichholzer SV II, den Viertplatzierten. Beide Mannschaften trennten nur wenige Punkte und in beiden Aufeinandertreffen war es enorm eng, sodass es zweimal zu einer Punkteteilung kam. Dies machte Hoffnung auf ein spannendes Finale. Während auf Seiten des TSV Schlutup mit Robertino Borja ein neuer Cheftrainer an der Seitenlinie stand, zog es zwei Spieler des TSV in diesem Sommer an die Guerickestraße. Felix Hellberg und Tim Blociszeski schlossen sich der Mannschaft von Stephan Lindhoff an. Letzterer spielte bereits am Donnerstag gegen den VfL Vorwerk, als man mit 2:1 gewann. Nun im Duell mit dem Ex-Team sollten beide Spieler nicht mit dabei sein. Personell fehlten auf beiden Seiten durchaus einige Spieler. Während der ESV II auf Neuzugang Marcel Stellbrinck und Tim Germann verzichten musste, reiste Schlutup mit einem ausgedünnten Kader an. Dennoch waren die Neuzugänge Mehmet Sütlü und Bünyamin Celik mit dabei und standen direkt in der Startelf. Auch Mert Büyükdemir, der am Dienstagabend noch fehlte, kehrte in die erste Elf zurück.

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Eichholz II setzte sich gegen den TSV Schlutup durch. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Das Spiel begann intensiv und die Eichholzer kontrollierten das Spiel. Sie waren in der Anfangsphase das aktivere Team und gingen durch Dominik Rudnik (18.) aus der Distanz in Führung. Im Anschluss kam Schlutup besser ins Spiel und verzeichnete das Chancenplus. So scheiterte Büyükdemir an ESV-Keeper Lasse Borkenhagen und auch Sütlü verpasste per Kopf. Das Chancenplus war zur Pause auf Seiten der Mannen vom Palinger Weg, auch wenn Eichholz durch einen Senkbeil-Freistoß noch einmal zu einer Chance kam. Im zweiten Durchgang sollte es ein ganz anderes Bild werden. Die Hausherren wurden noch spielbestimmender und insgesamt zwingender. Schlutup war vor allem gegen den Ball nicht mehr so stabil wie vor der Pause und dies nutzte der Gegner aus. Ole Rüdiger (51.) schob den Ball aus kurzer Distanz freistehend ein und ein Traumtor von Jan Senkbeil (70.) führte zum 3:0. Damit nicht genug traf Dominic Mau (72.) keine 120 Sekunden später zum 4:0, bevor Caspar Stark (83.) sogar das 5:0 erzielte. Es war nun eine deutliche Angelegenheit, doch Schlutup kam noch zum Ehrentreffer per Elfmeter. Torhüter Fabian Saitovic, der als Feldspieler eingewechselt wurde, trat zum Punkt an und scheiterte an Borkenhagen, doch den Nachschuss brachte der ebenfalls eingewechselte Torwarttrainer Andre Bade zum 1:5 im Tor unter. Es war der Endstand, sodass sich Eichholz II den Titel bei der Eichholzer Sportwoche im Duell mit dem Ligakonkurrenten sicherte.

Chaos um Platz Drei

Das große Finale der Eichholzer Sportwoche sollte einen Beigeschmack haben. Eine kurzfristige Absage des VfR Neumünster, der im Spiel um Platz drei auf den Eichholzer SV treffen sollte, zwang den Veranstalter zum Improvisieren. Ein Ersatz wurde nicht gefunden, sodass sich der 1. FC Phönix Lübeck bereit erklärte, im Spiel um Platz drei eine „Mischmannschaft“, bestehend aus Oberliga- und Regionalligaspielern, zu schicken und im Finale mit der Ersten gegen die TuS Dassendorf anzutreten. Es schien rund 24 Stunden vor dem Finale also doch noch eine Lösung zu geben, doch der Vertreter aus der Oberliga Hamburg spielte nicht mit. Dieser unter der Leitung von Oliver Zapel, der einst die Adler in der Regionalliga trainierte, wollte nicht gegen den Lübecker Viertligisten spielen. Dementsprechend platzte auch der Ersatzplan, was den ESV dazu zwang, kurzfristig weiter nach einem Ersatz zu suchen. Sämtliche Vereine in der Region telefonierte Coach Rene Sternberg ab, doch ohne Erfolg. Man fand keine Mannschaft mehr, sodass aus dem Spiel um Platz drei ein internes Trainingsspiel aus zwei Mannschaften des ESV wurde.

TuS Dassendorf – 1.FC Phönix Lübeck II 4:0 (2:0)

Im großen Finale um 17.30 Uhr traf die TuS Dassendorf nun also nicht auf das Regionalligateam des 1. FC Phönix Lübeck. Dies wollte Dassendorf nicht, sodass eine Mischmannschaft aus der Ersten und der U23 ins Rennen ging. Unter der Leitung von Kevin Wölk trat diese an und versuchte, dem Hamburger Fünftligisten entgegenzuwirken. Dieser war spielbestimmend und hatte das klare Chancenplus. So scheiterte man zweimal am Phönix-Keeper, zudem trafen Manuel Farrona Pulido sowie Kristian Bako die Latte. In den Schlussminuten der ersten Hälfte platzte dann der Knoten für den TuS. Der vom VfB Lübeck gekommene Farrona Pulido (41.) legte den Ball ins lange Eck und drei Minuten später hatte der Flügelspieler erneut seine Füße im Spiel. Nach einem Fehler der Adler chippte er den Ball an den zweiten Pfosten, wo Jens Wollesen (45.) diesen über die Linie drückte.

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Im Finale traf Dassendorf auf eine Mischmannschaft des 1. FC Phönix Lübeck und der Zweiten. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Somit ging es mit einem 2:0 in die Pause, was hochverdient war. Die Adler waren nicht zwingend genug und verzeichneten daher kaum klare Chancen. Nach dem Wiederbeginn erhöhte Dassendorf durch den Ex-Adler Fabian Graudenz (51.) zum 3:0 und machte den Deckel vorzeitig drauf. Der Endstand war dies allerdings noch nicht, denn Kristian Bako (75.) erhöhte sogar noch auf 4:0 und setzte somit den Schlusspunkt. Dementsprechend krönte sich die Zapel-Elf zum Turniersieger der Eichholzer Sportwoche.

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