Tore satt in Wentorf: Kreisligisten sorgen für Spektakel

Turnier der SG Wentorf-Sandesneben/Schönberg

Die SG Wentorf-Sandesneben/Schönberg veranstaltete ein spektakuläres Vorbereitungsturnier. Foto: Lobeca/Niklas Runne
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Wentorf – Auf der Sportanlage in Wentorf stand am vergangenen Wochenende ein Vorbereitungsturnier auf dem Programm. Vier Mannschaften aus der Verbands- sowie Kreisliga trafen zunächst in zwei Halbfinalspielen und am Sonntag im Spiel um Platz drei sowie im Finale aufeinander. Das Finale bestritten am Ende die beiden Favoriten SV Eichede II und S.I.G Elmenhorst, in dem sich letztlich die Zweitvertretung des Oberligisten durchsetzte. Dabei gab es in allen vier Spielen zahlreiche Tore. Im Schnitt fielen mehr als neun Treffer pro Spiel, sodass die Zuschauer eine Menge geboten bekamen. HL-SPORTS blickt auf die beiden Kreisligisten und sprach mit den Trainern.

Breitenfelde/Mölln: Junge Spieler dürfen sich zeigen

Die SG Breitenfelde/Mölln eröffnete am Freitagabend mit dem Duell gegen den SV Eichede II das Turnier auf dem Kunstrasenplatz in Wentorf. Personell sah es relativ gut für die Lauenburger aus, bei denen dennoch der ein oder andere Spieler fehlte. Coach Arne Riewe schenkte dabei wieder einigen jungen Spielern das Vertrauen. So begann Felix Baumgarten, der in der abgelaufenen Spielzeit noch Teil der U19 in der Oberliga war, in der Innenverteidigung neben Lukas Schwandt. Auch die U19-Spieler Lenny Posselt, Immo Bo Wrede und Frederik Pfalzgraf kamen zum Einsatz. Somit ist bereits früh in der Vorbereitung sichtbar, dass der Coach die nächsten jungen Spieler in die erste Herrenmannschaft integrieren möchte. Dies war im vergangenen Jahr bereits mit Leif Wolff, Leon Posselt und Florian Röder der Fall. Sie entwickelten sich bereits in wenigen Monaten zu nahezu unverzichtbaren Bestandteilen der ersten Elf.

baumgarten @ Tore satt in Wentorf: Kreisligisten sorgen für Spektakel
Verteidiger Felix Baumgarten spiekte vergangene Saison noch in der A-Jugend. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Posselt fehlte aufgrund seiner Verletzung, die er sich im Endspurt der Saison zugezogen hatte. Wolff startete im Mittelfeld, zunächst in offensiver Rolle und später zurückgezogen auf der Doppelsechs. Breitenfelde lieferte einen Auftritt ab, der durchaus positiv war, doch auch einige Schwachstellen bezüglich des Verbesserungspotenzials aufdeckte. So musste man nach einer 2:9-Niederlage sicherlich über die Defensive sprechen. Zu oft agierte man nicht klar genug vor dem Tor, wirkte oftmals etwas zu verspielt, anstatt den Ball konsequent zu klären. Gegen die nochmals jüngere und torhungrige Truppe des SV Eichede II wurde dies gnadenlos bestraft. Positiv war sicherlich das Spiel mit dem Ball in der Viertelstunde vor und nach der Halbzeit. Man hatte in dieser Phase längere Ballbesitzphasen und erzielte auch die beiden Treffer. Kurz vor der Pause war es Philipp Reimann, der den Ball ins lange Eck schob, und später blieb Hendrik Timm eiskalt im Eins-gegen-eins. Das Ergebnis fiel am Ende deutlicher aus, als das Spiel letztlich war, denn Breitenfelde ließ kurz nach der Pause noch einmal richtig Spannung aufkommen.

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bremo sveii @ Tore satt in Wentorf: Kreisligisten sorgen für Spektakel
Leif Wolff hier am Ball gegen den SV Eichede II. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Im Spiel um Platz drei gegen den Ligakonkurrenten SG Wentorf-Sandesneben/Schönberg war es ein ähnlicher Kader, der Arne Riewe zur Verfügung stand. Erneut haderte man mit der Defensive, denn nach den neun Gegentreffern im Halbfinale folgten nun sieben gegen den Gastgeber. Man verlor mit 5:7, wobei die SG nach 36 Minuten bereits mit 0:5 in Rückstand geriet. Zwar kam man durch Hendrik Timm, Lukas Schwandt und Finn Sult bis auf 3:5 heran, doch zwei Treffer der Platzherren machten den Deckel drauf, sodass der Doppelpack von Leif Wolff nur noch Ergebniskosmetik war. Zwei Spiele und 7:16 Tore sind somit die erste Bilanz der SG nach den ersten beiden Spielen. Cheftrainer Arne Riewe zog ein Fazit zum Turnier, sowohl sportlich als auch organisatorisch: „Das Turnier war zum Start gar nicht schlecht in die Vorbereitung. Viele positive, aber auch negative Sachen mitgenommen aus den Spielen und daran wollen wir jetzt anknüpfen und uns einstellen. Natürlich waren beide Spiele viel zu viele Gegentore auf dem Zettel, allerdings denke ich, dass in beiden Spielen ein bis drei Tore weniger auch okay gewesen wären. Alles in allem aber ein runder Start. Danke an Wentorf für die Orga. Das Steak mit Zwiebeln war Weltklasse, genau so das Bier. Danke an die beiden Gespanne für Freitag und heute und wir wünschen allen nur das Beste.“

SGWSS sichert sich Platz Drei

Die SG Wentorf-Sandesneben/Schönberg kehrt in diesem Jahr zurück in die Lübecker Kreisliga, wo man vor zwei Jahren bereits spielte und nun eine nochmals höhere Qualität wartet. Diese bringt man allerdings selbst ebenfalls mit, was auch die Auftritte beim Turnier auf der heimischen Sportanlage klar zeigten. Personell sollte am Freitagabend beim Halbfinale gegen Verbandsligist S.I.G Elmenhorst mit Lennart Krüger ein wichtiger Offensivspieler fehlen. Dieser traf in der abgelaufenen Spielzeit zehnmal, am zweitmeisten im gesamten Team. Dennoch war es eine gut besetzte Truppe, die das Trainerduo aus Niklas Oelrichs und dem aus Krummesse gekommenen Dennis Hadler aufbot. Luis Zak und Alexander Thias belebten die Außen, ganz vorne agierte Neuzugang Florian Allner als einzige Spitze. Gegen den Pokalsieger aus Lauenburg war man überwiegend gegen den Ball gefordert. Von Beginn an übernahm der Verbandsligist die Kontrolle, kam in der Anfangsphase zu Annäherungen, doch ohne richtig zwingend zu werden. Mit der Zeit kam Wentorf vermehrt zu eigenen Angriffen. Insbesondere nach Ballgewinn ging es schnell, so auch bevor Marcel Gevert im Sechzehner gelegt wurde und es den Foulelfmeter gab. Diesen verwandelte Allner zur Führung und kurz darauf war es eine ähnliche Situation wie bei der Entstehung des Strafstoßes. Gevert nahm wieder Fahrt auf, war von zwei Gegenspielern nicht zu stoppen und traf nun kompromisslos aus der zweiten Reihe zum 2:0. Der Kreisligist war auf Kurs, doch ein Doppelschlag des Favoriten sorgte für den Ausgleich. Dabei war die Entstehung des Elfmeters zum 1:2 durchaus diskutabel, ein Handspiel lag laut dem Schiedsrichter vor. Die S.I.G war nun die bessere Mannschaft und ging in Führung, doch die SGWSS hielt das Spiel dennoch offen. Man verpasste allerdings den späten Ausgleich, sodass man mit einem 3:4 den Finaleinzug knapp verpasste.

hadler @ Tore satt in Wentorf: Kreisligisten sorgen für Spektakel
Dennis Hadler war in der vergangenen Saison noch Trainer beim Krummesser SV, nun coacht er gemeinsam mit Niklas Oelrichs (im Hintergrund) die SGWSS. Foto: Lobeca/Niklas Runne

So traf man am Sonntagmittag im Spiel um Platz drei auf den künftigen Ligakonkurrenten Breitenfelde/Mölln. Lennart Krüger kehrte zurück und zeigte nach bereits zehn Minuten, wie wichtig er für das Team ist. Er erzielte das 2:0, nachdem Jakob Loeck zuvor schon getroffen hatte. Patrick Großer, Marcel Gevert sowie Lucas Molter schraubten nach etwas mehr als einer halben Stunde auf 5:0, sodass die Mannschaft von Coach Oelrichs auf dem Weg war, ein dickes Statement zu setzen. Der Gegner kam allerdings bis auf 3:5 heran, bevor Fritz Witten und erneut Molter den Deckel draufmachten. 7:5 hieß es am Ende für den letztjährigen Tabellenfünften der Kreisliga Süd. Offensiv war es erneut ein starker Auftritt, doch gleichzeitig machten sich die Schwächen in der Defensive ebenfalls bemerkbar. Neun Gegentreffer gab es in den beiden Turnierspielen, was das Trainerduo sicherlich abstellen möchte. Dennis Hadler sagte zu HL-SPORTS über das Turnier und den Auftritt seiner Mannschaft: „Ich glaube, wir können auf ein sehr erfolgreiches Turnierdebüt zurückschauen. Gerade für den neutralen Zuschauer war es mit vier torreichen Spielen und gutem Niveau sehr schön anzuschauen, auch wenn man gesehen hat, dass alle vier Teams noch früh in der Vorbereitung sind. Wir werden das sicherlich wiederholen. Mit unserer eigenen Leistung sind wir durchaus zufrieden, so konnten wir der S.I.G Elmenhorst auf Augenhöhe begegnen und gegen Breitenfelde/Mölln verdient gewinnen. Offensiv war das schon sehr gut, wir haben aber auch gesehen, dass wir vor allem defensiv, aber auch taktisch und konditionell noch Luft nach oben haben. Daran werden wir nun bis zum Saisonstart arbeiten.“

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