Defensive als große Stärke: Mit Konstanz und wenig Gegentoren in die Verbandsliga

TSV Pansdorf II zieht nach Aufstieg ein Fazit

Der TSV Pansdorf II stieg in die Verbandsliga auf. Foto: Lobeca/Niklas Runne
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Pansdorf – Der Jubel war riesengroß, als vor wenigen Wochen der Abpfiff im Rückspiel der Aufstiegsrelegation zur Verbandsliga gegen Eutin 08 II ertönte. Der Aufstieg wurde Realität und nach nur einem Jahr kehrte man in die Verbandsliga zurück. Es war das Resultat einer eindrucksvollen Spielzeit, in der man sich unglaublich konstant und stabil zeigte.

Umbruch nach dem Abstieg

Den TSV Pansdorf II hatten nicht allzu viele Mannschaften vor gut einem Jahr als Aufstiegsfavoriten auf dem Zettel. Es fielen andere Namen wie die SG Reinfeld/Kronsforde, TSV Schlutup, TSV Travemünde oder aber Lübeck 1876. Knapp ein Jahr später sollten es allerdings die Ostholsteiner sein, die dem Meister Reinfeld/Kronsforde in die Verbandsliga folgen würden. Personell war es ein ziemlich großer Umbruch, der vor der Saison nach dem Abstieg aus der Verbandsliga vollzogen wurde. Trainer Steven Tion war zwar bereits wenige Monate im Amt, übernahm früher als geplant, nachdem Hendrik Block die Erste retten sollte, und begrüßte einige Neuzugänge. Zudem gab es auch einige Abgänge, denn viele zog es in die dritte Mannschaft, wo sie nur noch Kreisklasse A spielen würden. Stattdessen machten junge Spieler den Schritt nach oben und sollten sich unter Tion entwickeln.

Defensive hatte Priorität

Ganz wichtig für den Coach, doch auch das Team war, dass primär immer erst einmal die Null hinten steht. Das heißt, man wollte klar den Fokus auf die Defensive legen. In den ersten Wochen, als man auf einige Top-Teams der Liga traf, wie den TSV Schlutup oder TSV Travemünde, machte sich bemerkbar, dass noch nicht alles so funktionierte. Die Defensive stand zwar gut, man ließ je nur einen Gegentreffer und kaum gegnerische Torchancen zu, doch an der Balance zwischen Defensive und Offensive haperte es noch. Man schaffte es noch nicht so richtig, die Offensive in Fahrt zu bekommen. Zur Folge hatte es, dass man enge, torarme Spiele absolvierte oder aber nicht über ein 0:0 bei Viktoria hinauskam, wo man allerdings genügend Möglichkeiten hatte.

Pansdorf im Schatten der Favoriten

Für viele anfangs noch unter dem Radar, glänzten die Ostholsteiner nicht mit spektakulären Torfestivals und furiosen Ergebnissen, sondern vielmehr mit disziplinierter und leidenschaftlicher Arbeit gegen den Ball. So lief man für viele im Schatten der anderen Spitzenmannschaften, doch mit der Zeit wurde wohl jedem klar, dass diese Mannschaft ein heißer Kandidat auf die Top Zwei ist. Neun Ligaspiele in Serie blieb man im Herbst ungeschlagen, verlor nach elf Spielen lediglich eines. Am 18. Oktober sollte dieser Lauf allerdings ein Ende finden, denn gegen den bis dato punktverlustfreien Tabellenführer und späteren Meister aus Reinfeld gab es eine knappe 1:2-Niederlage.

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Trainer kann es noch nicht komplett greifen

Doch aus dem Konzept brachte diese Niederlage den TSV Pansdorf II überhaupt nicht. Vielmehr sollte sie der Beginn einer noch viel beeindruckenderen Serie sein, die noch immer anhält. Seit diesem besagten Sonnabend im Oktober folgte für die Zweitvertretung keine einzige Niederlage mehr. Man zeigte sich unglaublich konstant und beendete auch dank eines Sieges im Rückspiel gegen den Meister die Saison auf dem zweiten Platz. 74 Punkte holten die Ostholsteiner aus 30 Spielen, verloren nur zweimal und auch in den Aufstiegsspielen gegen Eutin 08 II sollte es so bleiben. 1:1 und 1:0 hieß es in den beiden Partien, sodass der Aufstieg in die Verbandsliga zur Realität wurde. Man übertraf die eigenen Ziele, denn eine solche Saison erwartete kaum einer beim TSV. Einzig Keeper Patrick Raube sprach das Erreichen dieser Tabellenregion aus und er sollte Recht behalten. Für den Cheftrainer fiel das Fazit zu seiner ersten vollen Saison als Pansdorf-Coach erwartbar positiv aus: „Wir sind unglaublich zufrieden. Wir haben zwei Spiele verloren, stellen die beste Defensive der Liga und am Ende sind wir Verbandsligist. Ich kann es noch nicht komplett greifen, es ist nach diesem Umbruch im Sommer schon beeindruckend, was diese Mannschaft geleistet hat.“

Aufsteiger will sich in allen Bereichen verbessern

Besonders positiv war für Trainer Tion: „Die Struktur in der Mannschaft, dieser Zusammenhalt und die Leidenschaft für die Mannschaft waren beeindruckend. Die Defensivarbeit war sehr gut, diese gilt es jetzt im Sommer nochmal etwas zu verbessern.“ Zum Verbesserungspotenzial für die kommende Saison setzte er fort: „Es gibt nicht viel, was dieses Jahr zu verbessern ist. Es war eine klasse Saison. Für die neue Saison müssen wir in allen Bereichen einen Schritt nach vorne machen, um die Klasse zu halten.“

„Jeder Teil war beeindruckend“

Die große Stärke des TSV war klar das Kollektiv, sodass auch der Cheftrainer keinen einzelnen Spieler hervorheben wollte. Dennoch gab es durchaus das ein oder andere Extralob: „Es gibt nicht diesen einen Spieler, der mich beeindruckt hat. Jeder Teil der Mannschaft war beeindruckend. Angefangen bei den Jungen Wilden, angeführt von Simon Schlicht, Jannik Zimmermann und Tom Volkmann, die den Alten Druck gemacht haben und gezeigt haben, dass sie den nächsten Schritt machen wollten und auch gemacht haben. Aber auch die Älteren um unsere Kapitäne Niklas Simon und Kevin Knetsch haben unglaublich viel für unsere Mannschaft und unser Spiel getan. Nicht zu vergessen ein Felix Krüger, der der Mannschaft immer nochmal die extra Motivation mitgibt. Aber auch ein Jannik Jalas oder Tim Bolbrinker haben einen unglaublichen Input auf dieses Team. Ich könnte jeden Spieler nennen, inklusive meines Teams um Jule und Andy herum. Es passt einfach. Umso glücklicher sind wir, dass wir nahezu gemeinsam die Mission Klassenerhalt angehen.“

Zwei Abgänge, fünf Neue

Seit dem 2. Juli befindet sich der Aufsteiger bereits in der Vorbereitung auf die neue Saison. Seitdem stand ein Testspiel gegen den SC Cismar an, das mit 1:2 verloren wurde. Zudem stehen nun noch zwei Turniere in Gleschendorf sowie auf der heimischen Sportanlage an. Dabei gab es auch personelle Veränderungen. Man verabschiedete mit Kyle Hohmann und Louis Mang zwei Spieler, begrüßte gleichzeitig aber auch fünf junge Talente, die aus der A-Jugend aufrücken.

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