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Vom Mobbing zum Fußballcamp nach Spanien: Melanie Lukowski und Sohn Floris machen anderen Mut

Eine Diagnose verändert das Leben

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Für Melanie Lukowski begann der Weg zu ihrem heutigen Engagement gegen Mobbing bereits vor 13 Jahren. Im sechsten Monat ihrer Schwangerschaft erhielt sie eine Diagnose, die das Leben der Familie verändern sollte. Bei ihrem Sohn Floris wurde eine Behinderung festgestellt. „In diesem Moment begann eine Reise, und das ist nun 13 Jahre her, als Mama, als Mensch. Wir haben Floris begleitet, gestärkt und ihm gezeigt: Du bist wertvoll. Egal, was andere über dich denken.“ Lukowski hat selbst Erfahrungen mit Mobbing gemacht. Der entscheidende Grund für ihr heutiges Engagement waren allerdings die Erlebnisse ihres Sohnes. „Mein Sohn musste mehrmals durch Mobbing. Und der erste Schulwechsel passierte genau aus dieser Hilflosigkeit heraus.“

Aus einer Idee entsteht eine große Gemeinschaft

Im Oktober 2025 starteten Mutter und Sohn ihren Instagram-Account „Starkes Training statt Still“. Was mit null Followern und dem Wunsch begann, die eigene Geschichte zu erzählen, entwickelte sich innerhalb weniger Monate zu einer großen Gemeinschaft. „Mit dem einfachen Wunsch, unsere Geschichte zu teilen und anderen Betroffenen zu zeigen: Ihr seid nicht allein.“ Mittlerweile folgen dem Account fast 7000 Menschen. Die wachsende Aufmerksamkeit brachte Zeitungsberichte, zahlreiche Anfragen und die Entstehung eines Buches mit sich. Schließlich erreichte die Familie eine ganz besondere Nachricht. „Die EAFF, eine europäische Vereinigung der amputierten

Fußballföderationen, hat uns gefragt, ob Floris Lust hätte, im August nach Malaga zu fliegen. Für eine Woche Fußball mit Kindern aus ganz Europa.“ Floris trägt eine Orthoprothese, ohne die er nicht laufen könnte. Gerade deshalb bedeutet die Einladung für seine Mutter besonders viel. „Was mich dabei so bewegt, dass es solche Vereinigungen überhaupt gibt, die Kindern wie Floris diesen Raum schenken.“

Fußball als Mittel gegen Ausgrenzung

Für Lukowski besitzt Fußball eine gesellschaftliche Bedeutung, die weit über Tore und Ergebnisse hinausgeht. „Fußball ist für mich mehr als ein Sport. Er ist ein Spiegel der Gesellschaft.“

Gerade eine Weltmeisterschaft könne zeigen, dass Herkunft, Aussehen oder körperliche Voraussetzungen keine Rolle spielen sollten.

„Am Ende sind wir alle Mensch. Egal welche Nationalität, egal ob groß oder klein oder welche Hautfarbe.“

Werte wie Fairplay und Zusammenhalt dürften deshalb nicht auf dem Fußballplatz enden.

„Fußball schafft Zugehörigkeit, trainiert Respekt und lehrt Kinder, füreinander einzustehen.“

Das bevorstehende Fußballcamp in Spanien ist dafür ein besonderes Beispiel. Dort kann Floris gemeinsam mit Kindern aus ganz Europa seinem Sport nachgehen.

„Die Einladung der EAFF nach Malaga zeigt, es gibt Räume, in denen das völlig normal ist. In denen Kinder aus ganz Europa zusammenkommen und einfach Kinder sein dürfen.“

WM-Fieber trotz frühem Deutschland-Aus

Natürlich wurde auch im Hause Lukowski die Weltmeisterschaft verfolgt. Floris machte es sich im Trikot auf dem Sofa gemütlich, während seine Mutter für die passende Verpflegung sorgte.

„Mama hat uns mit Getränken und Essen versorgt. Dazu schauen wir Fußball.“

Besonders das Elfmeterschießen der deutschen Mannschaft blieb ihm in Erinnerung.

„Unsere Mannschaft hat ihren Elfmeter gut geschossen. Das war stark.“

Nicht alles konnte den jungen Fußballfan allerdings überzeugen.

„Aber die vielen kleinen Trinkpausen zwischendurch fand ich ehrlich gesagt nervig.“

Das frühe Ausscheiden der deutschen Mannschaft hat die Begeisterung zwar etwas gedämpft, ganz auf Fußball verzichten möchte Floris aber nicht.

„Die WM ist nur noch so halb so schön ohne uns. Aber ich schaue trotzdem weiter. Sind ja Sommerferien.“

Die WM in Lübeck bei HL-SPORTS & RADIO LÜBECK

Morning-Show: „WM-Wecker“

An den Werktagen liefern Bjarne Setje-Eilers und Tilo Deneke um kurz nach 8 Uhr kompakt die wichtigsten Ereignisse der vergangenen Nacht aus Nordamerika – verständlich, schnell und mit regionalem Blick. Zu hören bei RADIO LÜBECK, nachzulesen bei HL-SPORTS. 

„Die WM in Lübeck am Mittag“ 

Gegen 12.45 Uhr melden sich Denise Boll, Ben Sönnichsen und Timo Kempinski aus dem WM-Studio von RADIO LÜBECK in den media docks mit der Story des Tages. Im Mittelpunkt stehen regionale Themen rund um  Fußball, Weltmeisterschaft und die Menschen im Hansebelt.

Ergänzt wird die Berichterstattung durch regelmäßige Übersee-Schaltungen zu Christian Albrecht Barschel ins schwarz-rot-goldene Fanlager. Der Sportjournalist berichtet exklusiv in der Vorrunde für RADIO LÜBECK und HL-SPORTS live von den Eindrücken vor Ort.

Evening-Session: „WM-Countdown“

Um und bei 18.15 Uhr blicken erneut Bjarne Setje-Eilers und Tilo Deneke gemeinsam mit Stimmen aus Lübeck und der Region auf die Spiele der kommenden Nacht und die Themen des Tages. Zu hören bei RADIO LÜBECK, nachzulesen bei HL-SPORTS.

Hier geht es direkt zum Stream von RADIO LÜBECK

Bildquellen

  • Melanie Lukowski und ihr Sohn Floris: Privat/oH
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