Vom B-Klassisten zum Kreisliga-Spitzenteam: Beeindruckende Entwicklung beim Tralauer SV

Vor zwei Jahren spielte man noch in der Kreisklasse B

Der Tralauer SV hatte in den vergangenen Jahren eine Menge Grund zum Jubeln. Foto: Carolin Moses/Tralauer SV
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Travenbrück – Der Tralauer SV blickt auf eindrucksvolle vergangene Jahre zurück. Zweimal in Folge stiegen die Stormarner auf, sodass man im vergangenen Sommer in der Kreisliga Süd an den Start ging. Die junge Mannschaft aus Travenbrück schaffte es auch dort, für Furore zu sorgen und mehr als nur eine gute Rolle in der Liga zu spielen. Das Resultat war ein Abschneiden in den Top Drei. Nun zog der Cheftrainer gegenüber HL-SPORTS ein Fazit.

In der Saison 2024/25 stieg der Tralauer SV auf beeindruckende Art und Weise in die Kreisliga auf. Man marschierte durch die Kreisklasse A, ließ namhafte Teams wie den TuS Hartenholm II und Eintracht Segeberg mit großem Abstand hinter sich und blieb nach 24 Spieltagen unbesiegt. 70 von möglichen 72 Punkten wurden eingefahren, das einzige sieglose Spiel war ein 2:2-Remis gegen die SG KaLe. Ansonsten ließ man keinerlei Zweifel am Aufstieg aufkommen, dabei war man gerade erst aus der B-Klasse aufgestiegen. Mit 123 erzielten Toren war man die mit großem Abstand beste Offensive der Liga. Doch auch die Defensive überzeugte, denn nur 18 Gegentreffer wurden kassiert. Cheftrainer Roman Ismagilov sagte: „Als doppelter Aufsteiger sind wir nach 17 Jahren endlich in die Kreisliga zurückgekehrt. Mit dem Aufstieg war zugleich die Rückkehr in den Stormarner Fußball verbunden, nachdem wir in den Jahren zuvor regelmäßig dem Kreis Segeberg zugeordnet waren.“

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Die Mannschaft des Tralauer SV. Foto: Carolin Moses/Tralauer SV

Da der Sprung aus der A-Klasse in die Kreisliga bekanntermaßen kein kleiner ist, sollte es spannend werden, wie sich der Tralauer SV präsentieren würde. Die Zielsetzung war dennoch klar und ambitioniert, doch mit Platz drei in der abgelaufenen Saison wurde diese klar erreicht: „Unser Ziel war es von Beginn an, mit attraktivem, offensivem Fußball für frischen Wind zu sorgen und uns im oberen Tabellendrittel zu etablieren. Rückblickend können wir sagen, dass uns das gelungen ist. Mit Platz drei, der drittbesten Offensive, der besten Defensive der Liga und Platz zwei in der Fairnesstabelle haben wir eine Saison gespielt, auf die wir sehr stolz sein können.“ 71 Punkte standen in der Kreisliga am Ende auf dem Konto des Aufsteigers. Im Schnitt punktete man pro Spiel 2,4-mal, ein Schnitt, mit dem man in der Regel aufsteigt. 95 Tore stehen gerade einmal 29 Gegentoren gegenüber, was die hohe Qualität der Stormarner in allen Mannschaftsteilen klar verdeutlicht. Mit Kevin Öz stellte Tralau zudem den Torschützenkönig der Kreisliga Süd, der in 24 Saisonspielen 24 Tore erzielte.

Bei aller Freude gab es durchaus auch Spiele, in denen man Schwächen aufgedeckt bekam, was für Cheftrainer Ismagilov wie folgt zu erklären war: „Unsere Mannschaft ist jung und entwicklungsfähig. In der einen oder anderen Partie haben wir noch Lehrgeld gezahlt und trotz guter Leistungen Punkte liegen lassen. Besonders schmerzhaft war die Heimniederlage gegen die SG Wentorf, die gleichzeitig unsere erste Heimniederlage nach einer tollen Serie von fast zweieinhalb Jahren bedeutete.“ Dies ist allerdings nur ein kleiner Punkt, in dem man Verbesserungspotenzial sieht. Ansonsten überwiegt klar der Stolz auf die vergangenen Jahre, in denen man eindrucksvolle Erfolge feierte und eine starke Weiterentwicklung nahm: „Vielen ist gar nicht bewusst, dass wir noch vor zwei Jahren in der B-Klasse gespielt haben und als Verein mit vergleichsweise kleinen Strukturen arbeiten. Umso bemerkenswerter ist unsere Entwicklung. Ein großer Dank gilt dabei unseren zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die mit außergewöhnlichem Engagement einen enormen Anteil an diesem Weg haben. Ein direkter Durchmarsch in die Verbandsliga war nie unser Anspruch. Viel wichtiger war es, bodenständig zu bleiben, unsere Wurzeln nicht zu vergessen und mit mutigem, offensivem Fußball zu zeigen, wofür der Tralauer SV steht. Genau das ist unserer Mannschaft in der vergangenen Saison gelungen.“

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tralau kabine @ Vom B-Klassisten zum Kreisliga-Spitzenteam: Beeindruckende Entwicklung beim Tralauer SV
Jubel in der Kabine des Tralauer SV. Foto: Carolin Moses/Tralauer SV

Nun geht der Blick auf die neue Saison, in der man sicherlich die Leistungen aus dem Vorjahr bestätigen möchte. Trainer Ismagilov sagt zur Zielsetzung der kommenden Spielzeit: „Für die neue Spielzeit bleiben unsere Ziele unverändert: Wir möchten weiterhin befreit und offensiv auftreten, uns im oberen Tabellendrittel etablieren und erneut zu den fairsten Mannschaften der Liga gehören. Gleichzeitig wollen wir die positive sportliche Entwicklung auch abseits des Platzes weiter untermauern. Unser Sportplatz wurde umfassend saniert, um optimale Bedingungen für Training und Spielbetrieb zu schaffen. Zudem konnten wir neue Sponsoren gewinnen, die uns mit Ausrüstung und modernem Trainingsmaterial unterstützen. Der sportliche Erfolg der vergangenen Jahre ist unseren Vereinsstrukturen ein Stück weit vorausgeeilt. Deshalb liegt der Fokus nun darauf, diese Strukturen nachhaltig weiterzuentwickeln. Unser Ziel ist es, gesund zu wachsen und den Tralauer SV langfristig als sportliche Heimat für ambitionierte Fußballer und als festen Bestandteil des Stormarner Fußballs zu etablieren.“

Personell gab es beim Kreisligisten keinen Abgang. Die Erfolgsmannschaft bleibt zusammen und wird nun sogar mit zwei Neuzugängen ergänzt. Vom TSV Eintracht Groß Grönau kommt Yannek Mut, der in der abgelaufenen Saison in der Kreisliga Südost einmal für die Zweitvertretung auf dem Platz stand. Dabei erzielte er am letzten Spieltag gegen den SV Azadi Lübeck II einen Doppelpack. Zuvor spielte er bereits für den SSV Pölitz, den SC Union Bad Oldesloe, den VfL Oldesloe, erneut den SSV Pölitz sowie den TuS Hoisdorf und knapp neun Jahre für den SV Eichede. Die Qualität beim 22-Jährigen ist unumstritten vorhanden, sodass er die Mannschaft nochmals verstärken wird. Der zweite Neue kommt aus der U19 des JFV Lübeck. Tom Düwiger stößt aus der zweiten Mannschaft der Lübecker nach Travenbrück, wo er in der abgelaufenen Spielzeit zu sieben Kurzeinsätzen in der A-Jugend-Landesliga kam. Beim TSV ist man offen für jeden Spieler, der eine neue Herausforderung sucht.

In der bisherigen Saisonvorbereitung bestritt der Tralauer SV bereits zwei Testspiele. Im Rahmen des Mares-Cups setzte man sich gegen den SC Condor II (2:0) und Duvenstedt (2:1) durch. Am Donnerstagabend steht das dritte Turnierspiel gegen die SG Elmenhorst/Tremsbüttel an. Im Anschluss gastiert man beim Eichholzer SV II und WSV Tangstedt. In der Liga startet man mit einem Heimspiel am 1. August gegen die SG Bargteheide/Hammoor, bevor man beim SV Wahlstedt gastiert.

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