
Großenbrode – Der SV Großenbrode hat im ersten Jahr nach dem Aufstieg den Klassenerhalt in der Kreisliga Ost feiern können. Vor allem eine starke Rückrunde war der Grund, dass man frühzeitig den Verbleib in der Staffel eintütete und in ein weiteres Kreisligajahr geht. Dafür hat man sich personell doppelt verstärken können. Gleichzeitig musste man allerdings auch den Abgang eines Leistungsträgers verkraften.
Leistungsträger zieht es auf die Insel
Der SV Großenbrode musste mit Maurice Molles den Abgang eines Leistungsträgers aus der abgelaufenen Saison verkraften. Der defensive Außenspieler stand in 25 Ligaspielen auf dem Platz und verbuchte die sechstmeisten Einsatzminuten im gesamten Kader. Dabei erzielte er sogar sechs Treffer. Nun endet die Zeit von Molles beim SVG, der in der Rückrunde als Führungsspieler glänzte. Ihn zieht es zur SG Insel Fehmarn, dem Ligakonkurrenten, bei dem er bereits in der Vergangenheit auflief.
Flügelspieler kommt aus Heiligenhafen
Dem Abgang stehen zwei Neuzugänge gegenüber. Vor allem die Offensive sollte verstärkt werden, diese war in der abgelaufenen Saison durchaus die Schwachstelle. Mit Haythem Abdelbaki begrüßt man einen Flügelspieler, der über eine gute Technik verfügt. Dieser kommt vom TSV Heiligenhafen aus der Kreisklasse B, wo er in zehn Spielen zwei Tore erzielte. Dass er der Offensive von Großenbrode helfen kann, deutete er bereits beim vergangenen Sundcup an. Dort zeigte er starke Fähigkeiten im Dribbling, Tempo und Eins-gegen-eins. Damit kann und soll er die Offensive beleben. Sein Trainer Peter Thomm sagte über ihn und seine ersten Eindrücke beim Sundcup: „Er ist technisch gut und wird uns weiterhelfen. Er ist dribbelstark, das hat man auch schon gesehen, hat da die Fehmaraner zweimal getunnelt.“ Im Spiel gegen den TSV Gremersdorf musste Abdelbaki allerdings verletzungsbedingt ausgewechselt werden, nach einer Verletzung am Fuß.
Youngster verstärkt die Offensive
Als zweiter Neuzugang stößt mit Max Buschmann ein Spieler vom Oldenburger SV dazu. Dieser kommt aus der Jugend und spielte dort in der A-Jugend. Einsetzbar ist der Youngster sowohl im Sturm als auch auf dem Flügel. Dort kam er bereits beim Sundcup am Sonntag zum Einsatz. So spielte er gegen den TSV Heiligenhafen als einzige Spitze, wobei er mit einer Riesenchance auf sich aufmerksam machte. Er traf das Aluminium, sodass er sein Premierentor verpasste. Im Spiel gegen den TSV Gremersdorf setzte Thomm auf ihn als linken Flügelspieler. Zu seinem neuen Youngster sagte dieser: „Max ist ein junger Kerl. Er ist 17 Jahre alt, das darf man immer noch nicht vergessen. Er muss noch ein bisschen was lernen, aber er hat eine gute Anlage, finde ich, den werden wir aufbauen.“
Offensiv noch Luft nach oben
Personell bekommt die Offensive also etwas frischen Wind beim SV Großenbrode. Die Vorbereitung auf die neue Saison läuft seit etwas mehr als einer Woche und klar ist, dass es auch in diesem Jahr nicht einfach werden wird. Das zweite Jahr nach dem Aufstieg ist bekanntermaßen das schwierigste. Im Rahmen des besagten Sundcups startete man mit drei Kurzspielen über je 30 Minuten. Dabei blieb man in den Duellen mit den Ligakonkurrenten SG Insel Fehmarn und TSV Gremersdorf sowie dem B-Klassisten TSV Heiligenhafen nicht nur sieglos, sondern auch ohne einen eigenen Treffer. Die Offensive bereitete noch Sorgen. Defensiv war es nicht unbedingt ein schlechter Auftritt, so kassierte man zwei der fünf Gegentreffer nach schweren Torwartpatzern. Es machte sich bemerkbar, dass der Aufsteiger von 2025 noch am Anfang der Vorbereitung war. Testspiele bestreitet man nun noch gegen den FC Riepsdorf, den TSV Travemünde, die SpVgg Putlos sowie den SV Hansühn.
Verbesserter Tabellenplatz als Ziel
Die Pflichtspielsaison beginnt mit der ersten Runde im Kreispokal, wo am Mittwochabend der MTV Ahrensbök zugelost wurde. Im Anschluss beginnt am ersten August-Wochenende bereits die Kreisliga Südost, in der man zum Start direkt auf den Verbandsligaabsteiger TSV Gremersdorf trifft. Im Anschluss gastieren die Ostholsteiner beim Aufsteiger TSV Dannau, bevor die FT Preetz gastiert und man auf die Insel fährt. Der Start ist spannend, doch durchaus machbar. Man könnte, anders als im Vorjahr, direkt mit Erfolgserlebnissen starten. Nach dem Klassenerhalt im Vorjahr sagte Peter Thomm zur Zielsetzung in diesem Jahr: „Primär dürfen wir nicht vergessen, wo wir herkommen. Ich habe immer noch Spieler, die vor ein paar Jahren bei uns in der B-Klasse noch mitgespielt haben, dementsprechend ist dieser Schritt in die Kreisliga für uns etwas Außergewöhnliches und dann noch die Klasse zu halten. Am Ende des Tages wollen wir uns verbessern und einen besseren Tabellenstand als Platz zwölf. Ein einstelliger Tabellenplatz wäre schon schön.“










