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VfB Lübeck: Heimrechttausch wegen „Fans“ – der nun nicht mehr hätte sein müssen…

Achtelfinale im Landespokal

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Lübeck – Am 19. Juli (14 Uhr) treffen der VfB Lübeck und die Kaltenkirchener TS im Landespokal aufeinander. Das im Rahmen des Achtelfinales und auf der Lohmühle. Ursprünglich hätte der Oberligist ein Heimspiel gehabt, letztlich sorgten aber „sicherheitstechnische und logistische Dinge“ für einen Tausch des Heimrechts. Eine Entscheidung und ein Szenario, dass sich Martin Genz anders gewünscht hätte. „Wir haben das aus Sicherheitsgründen getauscht, weil wir mit den zwei VfB-Fangruppierungen, die sich dort irgendwie nicht einig sind, dass Problem gesehen haben, dass wir das nicht stemmen können mit der heimischen Polizei. Die Polizei hat auch gesagt, dass eine Verlegung an die Lohmühle deutlich besser wäre. Was natürlich sehr schade ist, weil ich schon glaube, dass wir uns da 20 oder 30 Prozent Chance genommen haben. Wenn wir in Kaltenkirchen spielen würden, auf dem heimischen Platz, wäre definitiv eine höhere Möglichkeit da gewesen, den Gegner zu ärgern. Das ist einfach so. Jetzt werden wir ja quasi doch bestraft, dadurch das der VfB Lübeck seine eigenen Querelen mit den Fans nicht in den Griff bekommt. Das ist halt sehr unschön für uns“, fand der Cheftrainer der KT im Vorwege deutliche Worte und aus Sicht eines klassentieferen Vereins durchaus nachvollziehbare.

Konstellation etwas anders…

Was vorher keiner ahnen konnte: Inzwischen hat sich die Situation beim Thema „Fans“ aber durchaus verändert, laufen Gespräche des VfB mit den Gruppierungen, gibt es mit Blick auf den Sonntag auch ein konkretes Ergebnis. Dazu veröffentlichte der Regionalligist am Mittwochabend folgendes: Der VfB Lübeck hat unmittelbar nach den Vorfällen im Zusammenhang mit dem Heimspiel gegen den Hamburger SV II eine umfassende Aufarbeitung eingeleitet und steht seitdem im engen Austausch mit den beteiligten Fangruppierungen. Ziel dieses Prozesses ist es, gemeinsam eine tragfähige und langfristige Lösung zur Lösung des Konfliktes zu finden. Zur Begleitung der Gespräche hat der Verein einen unabhängigen Mediator hinzugezogen. Die Gespräche verlaufen konstruktiv und werden in den kommenden Wochen fortgesetzt. Eine abschließende Einigung konnte bislang noch nicht erzielt werden. Als ersten sichtbaren und ermutigenden Schritt haben sich beide beteiligten Fangruppierungen mit dem Vorstand darauf verständigt, dem Landespokalspiel gegen den Kaltenkirchener TS am Sonntag, den 19. Juli 2026 (Anstoß 14:00 Uhr), organisiert fernzubleiben. Der VfB Lübeck bewertet diese gemeinsame Entscheidung als wichtiges Signal der Gesprächsbereitschaft und als gute Grundlage für den weiteren Dialog. Für Kaltenkirchen kommt so eine Entwicklung definitiv zu spät. Wäre vorher bekannt gewesen, dass die beiden Gruppierungen dem Pokal-Achtelfinale freiwillig fernbleiben, hätte einer Austragung am Marschweg wohl nichts entgegengestanden.

Sportlich

Schade für die KT und für Coach Genz, der sich mit seinem Team aber längst auf das rein Sportliche konzentriert: „Wir nehmen das jetzt aber so, wie es ist. Eine offene Rechnung gibt es sportlich auch nicht. 2025 trennte beide Mannschaften schon deutlich mehr, war Kaltenkirchen ja gerade in die Oberliga aufgestiegen, hat aber trotzdem einen überragenden Pokal-Fight gezeigt, bis zur letzten Minute beim 1:2 alles offengehalten. Von daher erhoffen wir uns schon, dass wir jetzt eine kleine Außenseiterchance haben, wir nicht komplett in Ehrfurcht erstarren, sondern das, was uns schon die letzten Monate ausgezeichnet hat, wo wir frech nach vorne spielen und mutig sind, nutzen. Wir freuen uns auf das Spiel und werden alles in die Waagschale werfen“, verspricht der Coach der Kaltenkirchener.

Infos

Da der Auswärtsblock an der Lohmühle nicht geöffnet wird, es keine Stehplätze allgemein gibt bei diesem Match, werden die Anhänger der KT im Sitzplatzbereich (G1) ihre „Heimat“ finden. Anreisen werden Fans aus Kaltenkirchen auch per Fan-Bus. Abfahrt ist von der Bus-Kehre im Marschweg.

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