
Hamburg – Nach dem viertägigen Trainingslager im dänischen Helsingör sind die Profis des Hamburger SV am Montag auf den Trainingsplatz im Volkspark zurückgekehrt. Rund 400 Zuschauer verfolgten die erste öffentliche Einheit der Rothosen in der Vorbereitung auf die Bundesliga-Saison 2026/2027. Gleichzeitig präsentierte der Bundesliga-Aufsteiger mit Martin Adeline einen weiteren Neuzugang für das Mittelfeld.
Bereits vor dem Training konnten die Fans bei verschiedenen Mitmachaktionen wie Torwandschießen oder einer Schussgeschwindigkeitsanlage aktiv werden, ehe die Mannschaft teilweise mit einem Spalier empfangen wurde.
Cheftrainer Merlin Polzin konnte personell nahezu aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Alexander Rössing-Lelesiit und Fernando Dickes absolvierten ein Aufbautraining. Zudem fehlen weiterhin die Nationalspieler Miro Muheim, Sander Tangvik und Otto Stange. Wie schon im Trainingslager in Dänemark gehörten auch die Nachwuchsspieler Louis Lemke, Jason Bissi-Mouelle, Thierry Sedlatschek, Jannes von Diczelski sowie die Torhüter Elias Lahti und Colin Poppelbaum zum Kader.
Nach der rund 90-minütigen Einheit zeigte sich Polzin erfreut über die Rückkehr nach Hamburg.
„Es hat sich richtig geil angefühlt, wieder hier zu sein und zu trainieren. Die Greenkeeper haben über den Sommer hinweg einen ausgezeichneten Job gemacht. Es macht einfach richtig Spaß, wieder zuhause zu sein – auch mit den Mannschaften drumherum, etwa der U21 und den HSV-Frauen, die wir heute bereits angetroffen haben. Das ist ein tolles Gefühl“, erklärte der 35-Jährige.
Nächster Entwicklungsschritt im Fokus
In den kommenden Wochen sollen Trainingsumfang und Intensität weiter gesteigert werden. Polzin sieht dabei noch Entwicklungspotenzial.
„Es geht jetzt erstmal wieder darum, den Grundstein zu legen. Nach und nach werden wir dann das Volumen und die Intensität der Trainingswochen steigern“, sagt Polzin. „Wir wollen dabei den nächsten Schritt in unsere Entwicklung gehen. Wir sind in kontrollierten Spielphasen klar, wie wir im Angriff und der Verteidigung agieren wollen. In den Umschaltaktionen, sowohl nach vorn als auch nach hinten, haben wir aber definitiv noch Potenzial. Daran wollen wir anknüpfen. Wir wollen hier direkt anpacken und unser Spiel noch kompletter machen.“
Am Sonnabend bestreiten die Rothosen beim österreichischen Rekordmeister SK Rapid Wien ihr erstes Testspiel der Sommervorbereitung, bevor es anschließend ins Trainingslager nach Österreich geht.
Adeline verstärkt das Mittelfeld
Passend zur Rückkehr in den Volkspark stellte der HSV zudem einen weiteren Sommerzugang vor. Martin Adeline wechselt vom französischen Erstliga-Aufsteiger ES Troyes AC nach Hamburg und unterschrieb nach bestandenem Medizincheck einen langfristigen Vertrag. Der 22-Jährige wird künftig die Rückennummer fünf tragen.
In der vergangenen Saison gehörte Adeline mit 21 Torbeteiligungen in 32 Ligaspielen zu den auffälligsten Offensivspielern der Ligue 2 und hatte maßgeblichen Anteil am Aufstieg von Troyes in die Ligue 1.
HSV-Sportvorständin Kathleen Krüger erklärt: „Mit der Verpflichtung von Martin setzen wir einen wichtigen Baustein unserer strategischen Kaderentwicklung um. Die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Sportlicher Leitung, Scouting- und Trainerteam bildet dabei die Grundlage für unsere Entscheidungen. Nach der intensiven Analyse der vergangenen Saison war klar, dass wir unseren Kader gezielt und mit zusätzlichen Profilen weiterentwickeln wollen. Martin bringt genau die Qualitäten mit, die unser Spiel bereichern und uns neue Optionen und damit Flexibilität eröffnen. Gleichzeitig passt er mit seiner Persönlichkeit und seiner Mentalität hervorragend zu den Werten, für die wir als HSV stehen. Martin ist ein selbstloser Teamplayer, der auf dem Platz sehr stark für das Kollektiv arbeitet. Wir freuen uns sehr, dass er sich für unseren gemeinsamen Weg entschieden hat.“
Auch Sportdirektor Claus Costa sieht im Franzosen viel Potenzial: „Martins Spiel zeichnet sich durch hohe Aktivität, Intensität und Tiefgang aus. Er verfügt über ein gutes Gespür für Räume im letzten Drittel und hat die Fähigkeit, immer wieder in den torgefährlichen Bereich vorzustoßen. Darüber hinaus arbeitet er leidenschaftlich und diszipliniert gegen den Ball.“
Der in Épernay geborene Mittelfeldspieler wurde unter anderem bei Paris Saint-Germain und Stade Reims ausgebildet. Für Reims absolvierte er 14 Einsätze in der Ligue 1, ehe er über die Stationen Rodez AF und FC Annecy nach Troyes wechselte. Dort gelangen ihm in 63 Pflichtspielen 13 Tore und 15 Vorlagen.
Für Adeline ist der Wechsel zum HSV die erste Station außerhalb Frankreichs.
„Die Gespräche mit dem HSV haben mir von Anfang an ein sehr gutes Gefühl gegeben. Die Strahlkraft des Clubs, seiner Fans und des Stadions sowie die Möglichkeit, mich hier sportlich weiterzuentwickeln und mich auf Bundesliga-Niveau zu beweisen, haben mich überzeugt. Ich bin allen Verantwortlichen sehr dankbar für ihr Vertrauen. Jetzt freue ich mich darauf, meine Mitspieler kennenzulernen und zum ersten Mal im Volksparkstadion aufzulaufen“, sagte der Neuzugang.
Was traut ihr dem VfL Lübeck-Schwartau in der kommenden Saison zu?
- Gesichertes Mittelfeld (40%, 64 Votes)
- Es reicht wieder für die oberen Plätze (24%, 39 Votes)
- Der VfL spielt um den Titel mit (12%, 19 Votes)
- Unteres Mittelfeld (9%, 15 Votes)
- Der VfL spielt gegen den Abstieg (7%, 12 Votes)
- Ist mir egal (6%, 9 Votes)
- Ich weiß es nicht (2%, 3 Votes)
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Bildquellen
- Polzin: Lobeca/Ralf Homburg
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