Lübeck – Am Mittwochabend endete der zwölfte Spieltag der Kreisliga mit „satten“ 13 Toren in zwei Begegnungen. Mit 8:0 gewann der ATSV Stockelsdorf das Auswärtsspiel bei der gastgebenden Eintracht-Reserve von Groß Grönau. In der anderen Partie behielt der Lübecker SC, in einer von Hektik geprägten Partie, mit 3:2 die Oberhand.
 
Eintracht Groß Grönau II – ATSV Stockelsdorf 0:8 (0:4)
 
Nachdem die beiden Kontrahenten, TSV Schlutup und 1.FC Phönix gepunktet hatten (HL-SPORTS berichtete), stand der ATSV Stockelsdorf unter Zugzwang, um die nötigen Punkte für den zweiten Tabellenplatz einzufahren. In der sechsten Minute ging der ATSV, nach Fehler von Moritz Kappis, durch Andreas Nehlsen mit 1:0 in Führung. Bis zur Pause erhöhten die Gäste durch Jan Kessler (26.), Julian Wohlfahrt (33.) und kurz vor der Pause, wiederum Andreas Nehlsen, mit dem wohl schönsten Tor des Tages, als er mit einer direkt verwandelten Ecke einen Treffer erzielte, auf 4:0.
Die zweite Halbzeit begann so, wie die erste Halbzeit endete und einem Tor zum 5:0 für Stodo. Dennis Schuhmacher nahm einen langen Einwurf auf und ließ dem Torwart Mike Grimsehl keine Chance und vollendete.  In der Folge schraubte der ATSV das Ergebnis durch Julian Wohlfahrt mit zwei weiteren Treffern und „Torminator“ Jannik Gerlach auf 8:0, übernahm durch diesen Kantersieg wieder den zweiten Tabellenplatz in der Kreisliga Lübeck und bleibt somit, mit dem 1. FC Phönix Lübeck zusammen, ärgster Verfolger des TSV Schlutup.
Trainer Klaus Witt (Eintracht Groß Grönau) gegenüber HL-SPORTS: „Das Ergebnis ist dem Tabellenstand entsprechend. Hatten zu keiner Zeit eine Chance. Das frühe Gegentor und die vielen individuellen Fehler haben uns das Genick gebrochen.“
Trainer Dirk Eisenberg (ATSV Stockelsdorf) sagte danach: „Wir haben heute konsequent unsere Torchancen genutzt und teilweise sehr schön herausgespielte Treffer erzielt. Eine gute Leistung meiner Mannschaft.“
 
Lübecker SC – VfB Lübeck III 3:2 (2:1)

Im Spiel der Tabellennachbarn standen alle Akteure unter Hochspannung, da beide Mannschaften den Anschluss nach oben nicht verpassen wollten.  Den besseren Start hatten die Hausherren und kamen in der achten Minute durch Michael Dörr zum 1:0 als dieser einen lang geschlagenen Pass aufnahm und vollendete. Hierbei sah die VfB-Abwehr schlecht aus. Doch der VfB ließ sich durch diesen frühen Rückstand nicht beirren und kam immer besser ins Spiel. In der 19. Minute dann der 1:1-Ausgleich durch Benny Bregulla. Eine scharfe Flanke konnte LSC-Keeper Marco Hentschel nur nach vorne abklatschen lassen und Benny Bregulla nutzte in „alter Bärwolf-Manier“, den Ball im Tor unterzubringen.  Aber auch der LSC ließ sich nicht von dem Ausgleich beeindrucken und kam immer besser ins Spiel. Wie schon beim Führungstreffer halfen die VfBer beim 2:1 tatkräftig mit. In der Vorwärtsbewegung verlor ein VfB-Spieler die Kugel und der Ballverlust wurde von Björn Weidemann zum 2:1 und der 23. Minute vollendet. Die Vorteile blieben bis zum Pausenpfiff beim LSC – Tore konnten nicht mehr erzielt werden.
Nach der Pausenansprache von Trainer Florian Schnoor kamen die Grünweißen besser ins Spiel. Der VfB war nun die tonangebende Mannschaft und drängte auf den Ausgleich. Die Schnoor-Elf besann sich auf ihre Tugenden und kam in der 65. Minute durch eine feine Einzelleistung von Florian Steinfeld zum verdienten 2:2-Ausgleich. Doch die Freude sollte nicht lange vorhalten, denn in der 70. Minute wurden die Gäste klassisch ausgekontert. Hier zeigte der LSC seine ganze Abgebrühtheit. Der VfB stand hoch und wollte unbedingt den Führungstreffer und aus diesem Stellungsspiel heraus nahm der eingewechselte Ali Deler den Ball auf und brachte den Ball zum 3:2 für die Hausherren im Tor unter. Jetzt wirkte der LSC  stabiler und dem VfB schwanden die Kräfte. In der 79. Minute gab es rot, nach hartem Foulspiel, für den VfB-Spieler Philip Clement. Kurz vor Schluss verschoss der LSC (Pfosten) noch einen Elfmeter und danach war Schluss. Mit diesem Erfolg rückt der LSC wieder dichter an das obere Tabellendrittel heran.
Trainer Thorsten Kreutzfeldt (Lübecker SC) zu HL-SPORTS: „Ein verdienter Sieg, obwohl wir wieder zwei verschiedene Halbzeiten gesehen haben. Ein starker Björn Weidemann und, mit Abstand bester Mann auf dem Platz, Marcel Schönborn machten heute den Unterschied.“
Trainer Florian Schnoor (VfB Lübeck III) war nach der Siegeserie enttäuscht: „Im Ganzen hat heute das bessere Team gewonnen. Uns hat heute der gewisse „Tick“ zum Punkt gefehlt. Wir mussten auf sechs Stammspieler verzichten. Sogar mein Co Marc Claßen drohte heute die Einwechselung. Wir sind in der Breite gut aufgestellt und können in der Liga mithalten. Das macht uns aus und geht’s.“

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Kreisliga Lübeck Ergebnisse:  
   
TSV Siems VFL Vorwerk 3:2
SpVg Rot-Weiß Moisling II TSV Schlutup 1:3
Eichholzer SV TSV Travemünde 2 5:0
VFL Bad Schwartau SV Fortuna St. Jürgen 1:1
SC Rapid Lübeck 1.FC Phönix Lübeck 1:5
TSV Kücknitz SC Buntekuh 0:2
Eintracht Groß Grönau II ATSV Stockelsdorf 0:8
Lübecker SC VfB Lübeck III 3:2

Tabelle Kreisliga Lübeck:   
     
Pl. MannschaftSp.Diff.Pkt. 
1TSV Schlutup 122934
2ATSV Stockelsdorf 124131
31.FC Phönix Lübeck 124230
4TSV Siems 12921
5VFL Bad Schwartau 11620
6VFL Vorwerk 12719
7Lübecker SC 12018
8VfB Lübeck III 13-1018
9SC Rapid Lübeck (SW) 12-117
10SV Fortuna St. Jürgen 12-1213
11TSV Kücknitz 12-1211
12SC Buntekuh (SW) 12310
13Eichholzer SV 12-1610
14SpVg Rot-Weiß Moisling II 12-179
15Eintracht Groß Grönau II 12-288
16TSV Travemünde 2 12-413
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